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Dienstag, 10. November 2015

SQ3R-Methode

Manchmal steht man bei der Lektüre wissenschaftlicher Bücher vor dem Problem, dass man nicht so recht weiß wie man sie handhaben soll. Die SQ3R Methode hilft  dabei Bücher jeder Art, insbesondere aber Bücher mit komplexen Inhalten gut zu erfassen und zu verarbeiten. Die folgende Methode wurde von Francis Robinson entwickelt und soll den Lernenden helfen effektiv und richtig zu lesen. 


Was ist die SQ3R Methode?

Dabei stehen die Buchstaben jeweils für die Schritte, in welcher Reihenfolge man wie mit dem Lesen des Textes vorgehen soll.

Wo liegen die Anwendungsgebiete der SQ3R Methode?

Immer dann, wenn man ein Fachbuch oder Sachbuch lesen und verstehen muss, kann diese Methode hilfreich sein. Die Anwendungen sind immer in Ausbildungen, Weiterbildung oder im Studium möglich. Man sollte die SQ3R Methode dann anwenden, wenn man so viel wie möglich aus einem Fachbuch verstehen und behalten muss. Die Methode eignet sich perfekt, wenn man ein Lehrbuch für eine Klausur oder für eine Abschlussarbeit verstehen muss.


Welche Schritte beinhaltet die SQ3R Methode?

Survey
In dieser Schritt sollen wir Übersicht erlangen.
Man liest also erstmal alle Überschiften
Man betrachtet die Grafiken 
Man schaut sich die zusammenfassenden Kästchen an
Question
Man nimmt sich Abschnitt für Abschnitt vor 
Verfasst Fragen zum Abschnitt
Read
In diesem, detailierten Schritt, wird der Text Absatz für Absatz gelesen
das Gelesen muss verstanden werden
Schlagwörter und Schlüsselwörter farblich markieren

Recite
Nach jedem Abschnitt kurz zusammenfassen worum es ging.
Zusammengefasstes kann in einer WORD Datei gesammelt werden, so hat man später eine Übersicht über das Buch
Nach jedem Kapitel zusätzlich Kapitelzusammenfassung anfertigen
Aus den Zusammenfassungen Cluster, Mindmaps oder ähnliches anfertigen

Review
    Nach jedem Absatz diese Fragen beantworten:
    Wie gehört der Absatz in das gesamte Buch?
    Was habe ich aus dem Absatz gelernt?
    Was blieb mir unklar?
    Wenn ich jemanden, der das Buch nicht kennt erklären müsste was in diesem Absatz passiert würde ich folgendes sagen: 
    Welchen Praxisbezug hat das Gelesene?



Verwendete Quellen

  1. http://www.lernen-heute.de/lesen_sq3r.html
  2. http://www.schuelerlexikon.de/SID/392dc2d91aefe1d4da4d21b5c94450df/pdf/228.pdf
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/SQ3R-Methode






Dienstag, 20. Oktober 2015

Rezenzeffekt

Bei den Recherchen in den Untiefen des Internets stieß die Lerngruppe immer wieder auf den Begriff Rezenzeffekt. Um was handelt es sich hier bei und was gibt es bei der Arbeit mit dem Rezenzeffekt zu beachten? Lässt sich der Rezenzeffekt in der Praxis nutzen und gibt es praktische Beispiele für das  Auftreten des Rezenzeffekts, zum Beispiel beim Lernen oder bei Bewerbungen?

'Das Beste kommt zum Schluss`hört man viele Leute immer wie oder sagen. Doch was ist da dran? Wir verfügen über verschiedene Teile im Gehirn: Über das Kurzzeitgedächtnis und das Langzeitgedächtnis welches Informationen unterschiedlich lange behält und auf verschiedene Weise abspeichert. Der Rezenzeffekt betrifft ausschließlich das Kurzzeitgedächtnis, in welchem die Informationen nur kurz verbleiben und dann auch schnell von neueren Eindrücken überschrieben werden. Man verwendet den Effekt darum auch, um die Kapazität des Kurzzeitgedächtnis zu testen.  Beim Rezenzeffekt handelt es sich um das Gegenteil vom Primäreffekt. Der Rezenzeffekt und der Primäreffekt können aber gemeinsam auftreten und kann auch effektiv zum eigenen Vorteil genutzt werden.

Der Rezenz Effekt besagt, dass jene Informationen am besten behalten werden, die am Ende des Referat, des Gesprächs, der Verkaufsverhandlung oder des Vortrags dargeboten werden.
Was bedeutet dieses Wissen in der Praxis
bzw. Wie kann ich den Rezenzeffekt in der Paxis nutzen?

Bei einem Referat sollte man, um den Rezenzeffekt für sich nutzen zu können, alles Wichtige ans Ende des Referats packen. Dies entspricht auch dem Aufbau einer klassischen Erörterung, bei der man das wichtigste Argument, welches die eigene Meinung unterstützt, ans Ende packt.  Es ist wichtig, dass man als Referent die wichtigsten Punkte des Referats noch einmal kurz am Ende des Vortrags zusammen fasst.

Wenn man einen Vortrag hält sollte man genau so verfahren: Die entscheidenden Kernpunkte und Thesen müssen an den Schluss des Textes gestellt werden.

Bei einem Verkaufsgespräch sollte man als Verkäufer das wichtigste Verkaufsargument ans Ende des Gesprächs packen. Diese Technik ist in Verkäuferkreisen sehr verbreitet und wird als Reserveargument Technik bezeichnet.

Will man jemanden kritisieren, so ist es empfehlenswert diese Kritik in ein Lob einzubetten, so wie die Salami in einem Sandwitch. Erst Loben, dann kritisieren, dann wieder loben. Durch die Kombination des Primäreffekt und des Rezenzeffekt bleibt die Kritik nicht so stark hängen wie die lobenden Elemente der Ansprache - der negative Effekt von Kritik wird so minimiert.

Wichtig ist der Rezenzeffekt im Bewerbungsgespräch: Hier sollte man auf einen sehr guten ersten Eindruck achten und auch versuchen einen guten letzten Eindruck zu erzielen, weil diese beim Personaler hängen bleiben.




Quellen

  1. http://hypnosis-praxis.de/2014/04/primaer-effekt-und-rezenz-effekt/
  2. http://www.digitale-infoprodukte.de/tag/rezenz-effekt/
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Rezenzeffekt


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Dienstag, 30. Juni 2015

Serie Lerntheorien - Behavorismus

Der Behavorismus ist eine ssehr bekannte Lerntheorie. Im folgenden Artikel möchte ich diese Lerntheorie kurz vorstellen, ihre Annahmen darstellen und wichtige Vertreter nennen. In der Serie Lerntheorien habe ich bereits eine Übersicht über die Lerntheorien gegeben und mich schon mit dem Konnektivismus auseinander gesetzt. Der Begriff Behavorismus leitet sich vom englischen Wort behavior für Verhalten ab. 




Was ist der Behavorismus?

Der Behavorismus basiert auf den sichtbaren und messbaren Vorgängen, die sich vollziehen während das Indivdiuum lernt. Die Annahmen des Lernen basieren auf Experimenten und Messungen, aus welcher sich die Theorien des Behavorismus bilden.

Der Behavorismus geht davon aus, dass Lernen die Reaktion auf einen Stimulus ist. Lernen wird hierbei als eine Art Black Box gesehen: Man sieht dabei was hineingeht und was hinauskommt, aber welche Vorgänge sich im inneren abspielen, das wird im Behavorismus nicht erklärt.

Man erschuf den Behavorismus als Gegenreaktion auf die deutsche Strömung, die mit dem Funktionalismus begann. Dem ging eine introspektive Psychologie voraus ( eine Selbstbeobachtende Psychologie ). Diesen selbstbeobachtende Aspekt nahm der Behavorismus komplett aus seinen Überlegungen heraus.

Das Verhalten wird über bekräftigende oder abschwächende Faktoren erklärbar gemacht. Grundlegend strebt das Individuum, egal ob Mensch oder Tier, danach Lust zu erhalten. Es wird also jene Vorgänge häufiger durchführen, die mit einer Belohnung versehen sind. Diese kann im Glücksgefühl oder in anderer Form liegen. Vorgänge die Unlust erzeugen werden nach der behavoristischen Theorie vermieden. So entsteht das Verhalten als das Resultat von Belohnung / Lust und Strafe / Unlust. Lehrende können mit Hilfe dieser Faktoren Einfluss auf das Verhalten der Lerndenden nehmen.

Hierbei kann man sich das Lernen wie bei einem Computer vorstellen. Der Reiz trifft auf den Probanden, dieser wird nach den Grundannahmen verarbeitet und der Proband reagiert. Also Proband sieht Nadel, auf der Festplatte war Nadel = Angst gespeichert, Proband zeigt Angst. Auf die Festplatte wird mit Hilfe von Konditionierung geschrieben. Je eindrucksvoller ein Reiz ist, desto intensiver ist die Reaktion, wenn er erneut auftritt.


Als Lerneinflüsse kommen Reize in Form von Belohnung oder Strafe in Frage. Man geht davon aus, dass der Mensch immer Belohnung sucht und Strafe vermeidet. Das Gelernte wird im Gedächtnis gespeichert, dies kann man sich als eine Art Festplatte vorstellen, von welcher Informationen abegerufen werden können.

Lernen im Behavorismus überlässt dem Lehrer die Kontrolle über die Vorgänge des Lernens. Auf Grund der Tatsache, dass es sich beim Behavorismus um die Annahme handelt, dass Lernen über Reize und Reaktionen ( oder auch Reflexe ) handelt, wird diese Lerntheorie auch als russische Reflexologie bezeichnet. Gemeinsam mit dem amerikanischen Behavorismus bezeichnet man dies als objektive Psychologie.

Man distanzierte sich in dieser Lerntheorie deutlich von den Annahmen der Bewusstseinspsychologie.


Merkmale des Behavorismus sind

  • experimentelle Methoden
  • messbares Verhalten der Organismen
  • keine Selbstbeobachtung erlaubt
  • sollte Vorraussetzung der effektiven Beeinflussung von Mensch und Tier schaffen
  • Menschenbild ist mechanisch
  • Menschenbild ist deterministisch. 



Wie wurde der Behavorismus etabliert?

Der russische Physiologe Pawlow machte bei seinen Versuchen umfangreiche Entdeckungen zum Thema Konditionierung. Angeregt von ihm schrieb Watson im Jahr 1913 "Psychologie, wie der Behavorismus sie sieht" und war damit der Begründer des Behavorismus.


Grundlagen des Behavorismus

Einige der grundlegenden Theorien umfassen das klassische Konditionieren, das operante Konditionieren und das Modelllernen.

Klassisches Konditionieren

bezeichnet die Koppelung von Reizen ( Reinzkontingenz) mit einem Verhalten oder einer Emotion. Wenn zwei Dinge häufiger gemeinsam auftreten, kommt es zu einem Lernprozess, der klassischen Konditionierung.
Man unterscheidet die Reizgeneralisierung (  die konditionierte Reaktion folgt auf einen Reiz, der dem ursprünglichen Reiz ähnlich ist ) von der Reizdiskriminierung ( die konditionierte Reaktion kommt nur bei bestimmten Reizen vor ).
Man geht davon aus, dass konditionierte Reaktionen auch wieder verlernt werden können. Nach diesem Prinzip arbeitet die Verhaltenstherapie. Dies nennt man Extinktion.

Operantes Konditionieren 

Reize können auch ohne Zusammenhänge auftreten. Dieses, operante Verhalten, wird dann durch positive oder negative Einflüsse verstärkt oder abgeschwächt. Als Entdecker der Theorie gilt Burrhus Frederic Skinner, der im Jahr 1938 die Ergebnisse seiner Untersuchungen veröffentlichte.  Man geht davon aus, das sich Reize durch Belohnung oder Strafe verstärken lassen und abschwächen lassen. Die Personen zeigen ein Verhalten, das mit einem positiven Reiz einhergeht, häufiger als eines, dass negativ besetzt ist.
Beim sogenannten Premack Prinzip werden lustversprechende Tätigkeiten häufiger ausgefühlt, als solche, die Unlust hervorrufen.

Modelllernen

Ein Individuum beobachtet  bei einem anderen Individuum ein Verhalten. Dieses Verhalten verspricht für den Auführenden eine Belohnung. Der Beobachter wird diese Handlung auch ausführen, da sie eine Belohnung  verspricht.

Bekannte Vertreter des Behavorismus?

Die bekanntesten Vertreter sind Pavlow, Skinner, Thorndike und Hull, außerdem gehört Totman auch noch zu den bekannten Vertretern. Der Behavorismus war lange Zeit die führende Strömung in der Psychologie und nahm großen Einfluss auf die wissenschaftliche Arbeit.

Der russische Physiologe Pawlov leistete mit seinen Versuchen zur Konditionierung die Grundlagenarbeit auf welche Watson nachher seine Grundlegenden Theorien stützte. Dieser sah die Psychologie als Naturwissenschaft und wehrte sich dagegen, dass man den Focus auf innere Bewußtseinsvorgänge legte. Er wollte die Psychologie mehr als technische Wissenschaft verstanden sehen, bei der ein Vorgang ein klares Ergebnis erzeugt. Der Professor der Baltimor Univiersität in Boston sorgte dafür, dass der Behavorismus zur bestimmten Wissenschaftlichen Strömung der 1920 Jahre wurde.

Watson gilt als der Begründer des Behavorismus. Er griff Pavolows Erkenntnisse der klassischen Konditionierung auf und übertrug sie auf einen Versuch mit Menschen. Hierbei nahm er einen kleinen Jungen, Albert, der keine Angst vor Ratten hatte. Im Verlauf des Versuches führte er Albert die weißen Ratten kombiniert mit einem unangenehmen Geräusch vor. Schließlich erzeugte der Anblick von Ratten auch dann Furcht, nachdem ihm das schreckliche Geräusch nicht mehr dargeboten wurde. Watson erforschte neben diesen Gebieten auch den menschlichen Geschlechtsakt.

Skinner publizierte sein Hauptwerk 1953 und baute in groben Zügen auf Watsons Annahmen auf.  Er schloss im Gegensatz zu den anderen Vertretern dieser Strömung innere Vorgänge aber nicht aus. Skinner stellte aber fest, dass Aussagen über innerliche Vorgänge nie von Außen getroffen werden könnten. Er galt als der wichtigste Vertreter des radikalen Behavorismus. Seine Art zu forschen ist noch heute Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchen. Er versuchte messbare Gesetzmäßigkeiten im Verhalten der Lernenden ausfindig zu machen.


Was bedeuten diese Ansätze für das Lernen in der Schule?

  • Der Lehrende muss das Lernen steuern
  • Lehrende muss genaue Lernziele festlegen
  • Lehrender muss Lernschritte genau festlegen
  • Aufgabenstellung muss einfach sein = viele positive Rückmeldungen
  • Lerneinheiten im Lernmaterial sind in kleine, aufeinander aufbauende Lerneinheiten mit Rückmeldung unterteilt
  • Rückmeldungen des Lehrenden steuern den Lernprozess


Wo sind die heutigen Einsatzgebiete des Behavorismus?


Der Behavorismus bildet eine wichtige Grundlage der Verhaltenstheorie. Mit Hilfe von systematischer Desensibilierungen werden heute erfolgreich Ängste und Phobien behandelt und andere psychologische Erkrankungen oder Störungsbilder gemildert oder gebessert.

Die meisten Konzepte bei der Erziehung von Tieren beruhen auf den Prinzipien des Behavorismus und sind auf den Grundlagen von Reizen, Belohung und Strafen aufgebaut.

Im Sprachenlernen, im Sprachlabor und beim Selbstlernen von Sprachen werden die Annahmen des Behavorismus aktiv angewandt.

Grenzen des Behavorismus? Kritik am Behavorismus.

Der Behavorismus stützt viele seiner Theorien auf Versuche, welche entweder im Labor abgehalten wurden oder mit Tieren durchgeführt worden sind. Ein Vorwurf, den man immer wieder hört, ist das die Forschungsergebnisse nicht auf den "frei" lebenden Menschen übertragbar seien. Zudem verstoßen viele Versuche mit Menschen den ethischen Kritierien.

Man kann mit dem Behavorismus  nicht alles erklären. Die Lerntheorie kommt an ihre Grenzen, sobald es um das Erklären von höherem Denken geht.
Hinzu  kommt, dass der Behavorismus den Lernenden als passives Mitglied des Lernprozesses sieht. Am Lernenden wird gearbeitet, konditioniert und der Lernende reagiert nur. Es wird beim Behavorismus die Reaktion betrachtet, das Erleben, die Lernprozesse und die Verknüpfungen werden außer Acht gelassen.

Der Behavorismus führte um pädagogischen Optimismus, der davon ausging, dass man den Menschen durch Erziehung und Einwirkungen formen könnte ohne das die Genetik einen Einfluss auf den Menschen hätte. Diese Annahmen wurden aber sehr bald in Zwillingsversuchen widerlegt oder nur teilweise bestätigt. 


Quellen

  1. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/lernenbehavioristischesicht.html
  2. http://lehrerfortbildung-bw.de/moodle-info/schule/einfuehrung/material/2_meir_9-19.pdf
  3. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/klassischeskonditionieren.html
  4. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/modelllernen.html
  5. http://psychologie.fernuni-hagen.de/lernportal/Lernumgebung/HTML/Behaviorismus.html
  6. http://www.elearning-psychologie.de/behaviorismus.html
  7. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/Behaviorismus.shtml
  8. http://psychologie.fernuni-hagen.de/lernportal/Lernumgebung/HTML/Behaviorismus.html
  9. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/lernenbehavioristischesicht.html
  10. http://www.elearning-psychologie.de/behaviorismus.html
  11. http://www.lernpsychologie.net/lerntheorien/behaviorismus
  12. http://de.wikipedia.org/wiki/Behaviorismus
  13. Edelmann, Lernpsychologie Belz Verlag

Dienstag, 12. Mai 2015

Happy Birthday Lernen Lernen

Heute gratuliere ich mir mal selbst, in ganz eigener Sache.

Seit einem Jahr gibt es Lernen Lernen. Super!
Danke für das Lesen
Kommentieren und Informieren

Dienstag, 5. Mai 2015

Serie Lerntheorien - Eine Übersicht über die Lerntheorien

Man kann Lerntheorien nach internen und externen Lerntheorien unterscheiden. Diese kann man noch einmal weiter unterteilen.

Die Internen Lerntheorien

Mental

  • Konstruktivsmus
  • Piaget
  • Leaning Style
  • Kontroll Theorie
  • Multiple Intelligenz


Physisch

  • Neurowissenschaft
  • Gehirn basiertes Lernen
  • Linke und rechte Gehirnhälfte


Externe Lerntheorien
Personal



Bezogen auf die Umgebung

  • Communites of Practies
  • Oberservatorial Learning



Mittwoch, 29. April 2015

Der Bljuma Zeigarnik Effekt

Die Entdeckung der Forscherin Zeignarik, kann uns allen helfen schwierige Dinge einfacher zu erinnern. Mit Hilfe des Bljuma Zeigarnik Effekt kann man sich Dinge leichter merken, Spannung erzeugen und den Unterricht interessanter gestalten. Wir erleben ihn häufig am eigenen Leib, wenn wir Fernsehen. Und doch ist uns dieser Effekt oft gar nicht bewusst. Dieser kleine Artikel will zeigen wer den Effekt wie entdeckte, wie dieser Effekt funktioniert und wie wir den Effekt einsetzen und nutzen können, um einfacher und effektiver zu lernen. 


Die russische  Forscherin Zeigarnik entdeckte im Jahr 1927, dass unabgeschlossene Dinge besser im Gehirn hängen bleiben als Vorgänge die abgeschlossen sind.

Wie wurde dies festgestellt?
Sie stellte das fest, indem sie verschiedenen Versuchsperson mehrere Aufgaben gab. Diese reichten von dem Kneten von Tieren über das Messen der Länge eines Zopfes bis hin zu anderen kleinen Aufgaben. Anschließend prüfte man wie viele der Tätigkeiten die Versuchspersonen noch erinnern konnten.

Das Ergebnis war erstaunlich: Über 90 Prozent der unerledigten Vorgänge wurden von den  Probanden besser erinnert als die erledigten Vorgänge. Endscheidend dafür ob sich die Teilnehmer erinnern konnten  ist, ob etwas erledigt ist oder nicht.

Handelt es sich um eine wissenschaftlich abgesicherte Tatsache?
Dies kann man klar mit jein beantworten. Zwar zeigte sich der Effekt unter wissenschaftlichen Bedingungen und konnte im Versuch nachgewiesen werden. Jedoch konnte der Effekt bei weiteren Versuchen nicht nachgewiesen werden. Damit kann man nicht mit Sicherheit sagen, dass es sich um einen nachgewiesenen, wissenschaftlich bewiesenen Effekt handelt.

Welche Anwendungen gibt es?

Dies bringt uns zu den praktischen Anwendungen. Das Prinzip unerledigte Aspekte für sich arbeiten zu lassen nutzen die Machen von Seifenopern aktiv für sich. Sie sichern sich mit Hilfe von sogenannten Cliffhangern die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Diese oft albern wirkenden Schlusssequenzen lassen bewusst den Ausgang eines Vorgangs offen und sorgen so dafür, dass die Spannung erhalten bleibt  und das die Zuschauer das Bedürfnis haben den weiteren Fortgang zu erfahren.

Man kann auch noch einen Konsequenz für das eigene Lernen ziehen, indem man Lernprozesse zum Teil bewusst unterbricht und so das Gehirn animiert. Denn wenn man bestimmte Lernaspekte offen lässt, dann kann scheint man ja, gemäß des Effekts, diese Aspekte besser im Gedächtnis zu behalten.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit ergibt sich durch das Aufstellen von 2 Do Listen. Dies führt einem Lernenden die Lernfelder vor Augen, verdeutlicht welche offenen Felder es noch gibt und hilft erledigte Aspekte abzuharken und damit aus dem Kopf zu bekommen.

Welche Konsequenzen ergeben sich?
Aus der Erkenntnis des Zeigarnik Effekt muss man aber noch eine weitere Konsequenz ziehen. Der Effekt zeigt deutlich wie man Stress vermeiden kann. Wenn man Dinge, die man beginnt, auch wieder abschließt, dann kann man den Effekt minimieren oder ausschließen und damit auch Stress minimieren. Der Effekt bestätigt die Annahme, dass es besser ist eine Sache nach der Anderen abzuarbeiten, als viele Aspekte zugleich zu bedienen. Diese hat man dann nämlich alle sehr deutlich und sehr präsent im Gedächtnis

Quellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeigarnik-Effekt
Lernidee.de/data/doc/id_116/Vorlesung.pdf

Mittwoch, 22. April 2015

Was ist eigentlich Lernen?

Nun schreibe ich schon monatelang über das Lernen ohne mich einmal wirklich gefragt zu haben was lernen ist und wie man lernen definiert. Dabei sollen die folgenden Zeilen ein wenig Abhilfe schaffen. Sie dienen nur der Orientierung und sind keine vollständige Definition des komplexen Thema



Lernen greift verändernd in die Vorgänge im Gehirn ein. Es handelt sich hierbei um Reizverarbeitung. Dabei muss das Gehirn sich in einem aufmerksamen und wohlwollendem Zustand befinden

Die Lernergebnisse müssen über längere Zeit ungestöert sein, damit die Inhalte auch behalten werden. Daraus kann man viele Schlüsse ziehen.

Man lernt nur wenn man sich wohl fühlt. Wenn man hungrig, müde oder unter Bedrohung steht ist lernen nicht oder nur schwer möglich. Wobei auch dann gelernt wird, in der Form von Konditionierung. Hierbei soll es aber um die Aufnahme von Wissen gehen, weniger um Lernen im Sinne von erlerntem Verhalten.

Das Gehirn muss aufnahmebereit sein, also sollte  nicht schon einen halben Tag Maraton lernen hinter sich haben oder in nicht aufnahmebereitem Zustand sein. Also man sollte nicht müde, betrunken, stonded oder überlastet sein.

Es darf nicht überschrieben werden: Also wenn Informationen aufgenommen wurden, dann sollten diese Informationen nicht überschrieben werden. Das ist ein großes Problem in einer Zeit, in der die Lernenden so vielen Reizen und sich überlagernden Informationen ausgesetzt sind. Zum Beispiel ist das Computerspielen ein Problem: Denn wenn man einen langen Schultag hinter sich hat und sich dann vor ein fesselndes, mit imposanten Eindrücken auf den Schüler einwirkendes Computerspiel setzt, dann werden die langweiligeren und scheinbar uninteressanten Inhalte aus der Schule leicht überschrieben.

Beim Lernen baut man sein Gehirn aktiv um, dass heißt das neue Verbindungen geschaffen werden und alte Verbindungen verblassen oder gelöscht werden. Diese Veränderungen im Gehirn sind messbar und können sogar in bildgebenden Verfahren in Form von Landkarten des Gehirns nahgewiesen werden.

Die Vorstellungen vom Anhäufen und auf Halde legen des Wissens ist überholt. Man kann sich Lernen nicht als einen Haufen Sand vorstellen, welchen man vom Berg  kenn ich noch nicht auf den Berg kann ich schaufelt, sondern viel mehr als ein Netz. In dieses Netz müssen neue Informationen und Fähigkeiten geknüpft werden. Das stellt unser alt hergebrachtes Konzept von Schule in Frage, da dort meist nur Wissenshaufen angehäuft werden. Leider ändert sich in der Schule nicht schnell etwas, denn jede Änderung muss politisch gewollt werden.


Man muss sich darüber klar sein, dass alles mit allem in irgendeiner Form zusammenhängt. Es gilt also in Zusammenhängen, in Bezügen und in Komplexen zu lernen und nicht isoliert. Solche Lernweisen können in Form von Projekten und fachübergreifenden Arbeiten realisiert werden.

Lernen erfordert Aufmerksam und kritische Schwellen des Lernprozessen müssen immer wieder überschritten werden. Solche Krisen können im Vergessen begründet werden ( wir vergessen Gelerntes in bestimmten Zeiten ), in der Motivation oder in der Aufnahmefähigkeit.

Je mehr einschlägige Erfahrung in eine Richtung gemacht werden, desto tiefer sitzt das Wissen. Dies kann man sich wie einen Pfad vorstellen. Wird der nur wenig verwendet sieht man ihn kaum, geht man immer über die selbe Stelle bildet sich ein Trampelpfad aus dem irgendwann ein Weg wird oder, wenn der Weg intensiv genutzt wird eine breite, gut befahrbare Straße. 
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