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Montag, 31. Juli 2017

Übungszeit und Lernerfolg

Viele Eltern fragen sich wie lange man üben sollte, um einen guten Lernerfolg zu haben. Die Gedanken, dass man die private Lernzeit an der Schulzeit orientieren sollte, scheint nicht von ungefähr zu kommen. Doch ist die Lernzeit in der Schule wirklich optimal strukturiert oder sind die Stunden hier eher aus anderen Gründen so geschaffen? Diese Fragen möchte ich einmal beantworten und weitere Fragen aufwerfen.

Was ist Lernen

Auf ein Leben gesehen besteht das Lernen aus zwei Strömen. Dem Wissenstrom, der in den Kopf hinein gelangt von Außen und dem Vergessensstrom, der die aufgenommenen Informationen dann wieder aus dem Gehirn aussortiert, um den Platz frei zu machen für neues Wissen.

Die Schulstunden

Einige Eltern fragen sich, ob man nicht die Lernzeiten, welche man für sein Kind in der heimischen Stube organisiert, so strukturieren sollte wie in der Schule. Hier dauert ja eine Schulstunde meist 30 bis 45 Minuten, oft zu Doppelstunden zusammengefasst. Macht es so denn nicht Sinn das Kind auch noch einmal zu Hause an den Küchentisch zu setzen und diese Stunden an den schulischen Gegebenheiten zu orientieren?

Lernen vs. Oberkellnerlernen

In den Schulen wird häufig etwas gefördert, was man gerne auch Oberkellnerlernen nennt. Hierbei lernen die Schüler sich Informationen an zu eigenen und sich diese auf einen kurzen Zeitraum hinweg zu merken. Sie lernen zum Beispiel die Hauptstädte der Bundesländer am Montag und Dienstag, nur um sie in der Klausur am Mittwoch gut auf das Papier zu bekommen. Dies bringt ihnen nachvollziehbarer Weise für das spätere Leben recht wenig. Sie bilden sich nicht, im Sinne von Ausbildung und Weiterentwicklung, sondern meistern so einfach nur die nächste Klausur. Das mag dann auch für die Noten funktionieren und in einigen Nebenfächern ist eine solche Strategie durchaus erfolgreich, jedoch wird es in Fächern in denen alles zusammen hängt, wie Mathematik fatal. Da muss das Wissen verstanden und wiederholt, gefestigt und angewendet werden, um erfolgreich zu sein.

Quellen
http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/2e-imix-t-01/user_files/personal/nestle/allgemein/ler.htm

Montag, 24. April 2017

Innovatives Lernen: Skyrim im Unterricht

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Das Rollenspiel, das zwar schon einige Jahre alt ist, aber noch immer Spieler begeistern kann, hat so manchen pädagogischen Nutzen, der den meisten Lehren verborgen bleibt. Videospiele gelten noch immer als DER Feind des Lernens und der Lehrer. Zu Unrecht wie ich finde. Beim folgenden Beitrag handelt es sich nicht um einen Unterrichtsentwurf, sondern um eine lose Ideen Sammlung darüber, wie man mein persönliches Lieblingsspiel sogar in der Schule einsetzten könnte. 


Skyrim im Englisch Unterricht

Bei dem Spiel kommt es darauf an eine komplexe und umfangreiche Geschichte über einen längeren Zeitraum zu verfolgende, Dialoge zu lesen und zu hören und sogar Bücher zu lesen. Man kann das Spiel auf diversen Sprachen spielen, und so spielerisch das Leseverstehen und das Hörverstehen verbessern.

Neben
  • Englisch kann man 
  • Deutsch
  • Spanisch
  • Italienisch und
  • Französisch als Spracheinstellung wählen


Skyrim Rätsel in Mathematik einsetzen

Sicher, hier liegt der Nutzen des Spiels nicht ganz so auf der Hand. Dennoch gibt es in Skyrim eine Vielzahl an Rätsel und Miniquests, die man mit den Schülern besprechen kann.

Zum Beispiel die drehbaren Säulen. Jede Säule hat drei bis vier verschiedene Motive, insgesamt gibt es meist drei Säulen. Eine  Aufgabe kann lauten
-Wenn es keine Hinweise gäbe und eine Lösung nur über Ausprobieren möglich wäre, wie viele Möglichkeiten gäbe es ( Kombinatorik)

Traveling Sales Man Problem mit skyrim thematisieren

In Skyrim gibt es viele verschiedene Städte. Das berühmte mathematische Problem des Handlungsreisenden lässt sich sehr gut mit einer Reise zwischen den Städten nachspielen. Hier wird problemlösendes Denken anschaulich trainiert.

Selbstreflexion und Gespräche über Entwicklung

Wer sich selbst kritisch betrachtet, der wird feststellen, dass man in einigen Punkten sehr gut gelernt hat und in anderen Punkten noch Lernbedarf hat. Rollenspiele sind die perfekte Basis um so komplexe Themen wie Persönlichkeitsentwicklung oder fachliche Entwicklung abzubilden. Hier nehmen die Schülerin die Inhalte auch nicht als negativ wahr. So ist es weitaus positiver, dass man in Sport noch auf Level 1 ist als wenn man die Note sechs in Sport hat. Ersteres zeigt, dass Entwicklungen machbar sind und sich auch zeigen wird, wenn der Schüler mehr Wert auf diesen Themenbereich legt.

Rollenspiele als Möglichkeit sich über unterschiedliche Schwerpunkte auszutauschen

Wir haben im Rahmen des Unterrichts immer eine kleine Entspannungsphase mitten im Tag, wo die Jugendlichen spielen dürfen. Im Anschluss reflektieren wir über das Spiel und was uns das Spiel bringt, lehrt und vermittelt. Mir fiel auf, dass die Schülerinnen und Schüler Spiele auch oft nutzen, um sich selbst zu reflektieren und sich über sich selbst verstärkt Gedanken zu machen. Sie sehen sich ein Stück weit selbst in den Figuren und erkennen, dass man bei der eigenen Entwicklung durchaus unterschiedliche Schwerpunkte setzen kann. Was ich häufig mache, das lerne ich oder das werde ich, so die Botschaft des Games. So sind nach 10 Stunden Spielzeit bei völlig gleichem Start von 10 Leuten 10 völlig verschiedene Charaktere entstanden.

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Montag, 27. März 2017

Karteikasten Methode

Wer sich mit dem Thema Lernen beschäftigt, der hat sicher schon einmal von der Karteikasten Methode gehört. Diese Methode ist in vielen Bereichen einsetzbar und sorgt dafür, dass die zu Lernenden Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis in das Langszeitgedächtnis gelangen können. Die Lernkartei ist eine der unterschätzen Methoden, da man hiermit viel erreichen kann. Man man muss nicht mal viel Lernzeit investieren. Jedoch hat diese Methode den Nachteil, dass man sehr viel Durchhaltevermögen braucht, um das Lernen durch zu halten und das viele Lernenden dieses nicht haben. 

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Karteikarten Russisch Basiswortschatz: Mehr als 500 Karteikarten. Über 1500 Wörter.
 
Anwendbar für

  • Prüfungsvorbereitung
  • Bewerbungstraining
  • Alles was man auswendig lernen muss
  • Sprachen: Vokablen
  • Grammatik: Regeln
  • Fakten
  • Daten

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Vorteil
  • Effektive Methode
  • Lernkartei ist vielseitig einsetzbar
  • Man kann sich die Karten aufbewahren und nach Wochen noch einmal wiederholen
  • Karteikarten sind ein praktisches Lernmedium
  • Das Prinzip ist Basis vieler Lernprogramm

Karteikarten Französisch Basiswortschatz

Nachteil

  • Erfordert viel Durchhaltevermögen
  • Das Erstellen ist aufwendig 
  • Platzaufwendig
  • Man muss die Lernkartei immer mitnehmen, es ist also aufwändiger, als eine App oder andere Software
Karteikarten Grundwortschatz, Englisch Niveau A1+A2



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Wie funktioniert die Karteikasten Methode?

Bei der Karteikasten Methode wird eine Karteikarte beidseitig beschrieben. Auf der einen Seite findet man eine Frage oder eine Vokabel. Dreht man diese Karte um, so steht dort dann die dazu gehörige Antwort . Zunächt beginnt jede Karte im ersten Fach des Karteikastens. Wenn die Vokabel richtig erkannt wurde oder man den Fakt korrekt wiedergegeben hat, dann wandert die Karte ein Kästchen weiter. So setzt sich das fort, bis die Karte vom letzten Fach aus aus dem Kasten heraus wandert. Ist eine Vokabel dagegen falsch oder hat man die Antwort der Frage nicht erkannt, so befördert man die Vokabel Karte wieder an den Anfang ( roter Pfeil ).

Lerndauer und Häufigkeit

Jeder Lernende sollte den Kasten in einem Rutsch durch lernen. Die Nummer des Faches gibt auch an in welchem Zeitabstand das Fach gelernt werden sollte. Also lernt man das erste Fach täglich, das zweite Fach jeden zweiten Tag und das dritte Fach alle drei Tage und so weiter. Die fertigen Karten, die alle fünf Fächer durchlaufen haben, kann man nach einer geeigneten Zeit wieder in das erste Fach geben, um sie zu festigen.

Die tägliche Lerndauer sollte nicht länger als eine halbe Stunde betragen, da man ja nur eine begrenzte Zeit am Tag konzentrationsfähig ist und man als Schüler auch noch andere Dinge lernen muss.



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Kartenaufbau und Gestaltung

Man sollte darauf achten, dass die Karten übersichtlich gestaltet sind und das man nicht zu viele Informationen auf einer einzelnen Karte unterbringt. Will man sich die Vokabeln Hund einprägen so kann man das Wort auf der Frageseite auch durch ein Bild ersetzen. Auf der Rückseite vermerkt man dann die Bezeichnung in der Fremdsprache und bestückt diese noch mit Aussprache Hinweisen und ggf. noch mit Vermerken über die Beugung und den passenden Artikel. Es ist auch hervorragend, wenn man dem ganzen Wort noch einen Hintergrund verleiht, indem man einen Beispielsatz in der Zielsprache angibt.

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Tipps für den Umgang mit Karteikarten

  • Beschrifte die Karten sorgfältig und verwende Farben und Bilder
  • Lerne lieber in kleinen Einheiten und dafür häufiger
  • Mache es Dir zu Gewohnheit die Kartei an zu wenden, zum Beispiel immer in der Werbepausen  Deiner Lieblingsserie
  • Vor dem Lernen: Sind die Karten korrekt beschriftet? Lasst Sie durchsehen

Wörter
 Zeichen ohne Leerzeichen
 Zeichen mit Leerzeichen




Quellen und weiterführende Links
https://de.wikipedia.org/wiki/Lernkartei#
http://www.memostep6.com/service/tipps-und-tricks-zum-erfolgreichen-lernen-von-sprachen-und-pruefungsfragen/effektiv-lernen-mit-karteikarten/

Montag, 6. März 2017

Anleitungen - Die Vierstufen Methode

Wer lernen will, insbesondere Sachverhalte, welcher kognitiver Natur sind, der muss sich mit dem vier Stufen Modell auseinander setzen. Alles was es zu Lernen gibt, besonders Sachverhalte im kaufmännischen Bereich, lassen sich in diesen vier Stufen vermitteln.

Wo wird das vier Stufen Modell eingesetzt?

In der beruflichen Bildung ist das vier Stufen Modell ein wichtiges Modell, um Lerninhalte zu vermitteln. Hierbei geht man dann in den vier Stufen vor, wenn es sich um fachliche Inhalte handelt, die zum Beispiel kaufmännlischer Art sind, aber auch im medizinischen Bereich verwendet man das Lernen mit der Vierstufen Methode, um Inhalte zu vermitteln.

Man setzt das Vierstufen Modell immer dann ein, wenn es um die Vermittlung von Wissen geht.

Das Modell geht auf die Zeit des zweiten Weltkrieges, auf die vereinigten Staaten von Amerika zurück und geht in  die REFA Methodenlehre ein. Man nutzt das Vierstufen Modell als eine Methode der Arbeitsunterweisung, genauer gesagt ist es eine klassische Methode des Anleitens. Es eignet sich besonders gut, um kaufmännische Inhalte zu übermitteln, Grundwissen weiter zu geben oder auch um Basistätigkeiten zu erlernen. Immer dann wenn es um erlernbare, manuelle Tätigkeiten geht, kann das Modell zum Einsatz kommen, stets dann, wenn VENÜ ( die Lehrmethode ) als Schulungsmodell nicht gut greift.

Wer kognitive Lernziele verwirklichen will, der ist mit der Vierstufen Methode genau auf der richtigen Seite.

Die vier Stufen des Modells

Man unterteilt das Lernen in vier aufeinander aufbauende Stufen.

Die erste Stufe ist das Vorbereiten und Erklären. In dieser Stufe sollte das grundlegende Wissen und Hintergrundwissen vermittelt werden. Soll zum Beispiel erklärt werden wie ein Beleg gebucht wird, so wird gezeigt welche Schritte dem Buchen voran gehen, warum man das macht und wie und welche Hilfsmittel man braucht. Es wird das Buchhaltungsprogramm geöffnet und der Beleg für das Buchen vorbereitet

Der nächste Schritt ist das Vormachen und Erklären. In diesem Schritt soll der Buchungssatz einmal ausgeführt werden und im System durchgeführt werden. Die Arbeitsschritte sollen einmal in der Praxis demonstriert werden und während die Schritte gemacht werden gibt man die passenden Erklärungen dazu ab.

Der dritte Schritt besteht darin, dass der Lernende das vorgemachte Wissen anwenden soll und nachmachen muss. In diesem Schritt gehen wieder Erklärungen in die Arbeitsschritte ein und der Lernende kann das Nachgemachte vertiefen.

Der letzte Schritt besteht darin, dass durch fehlerfreies Üben das Gelernte gefestigt werden soll. So können die Inhalte richtig im Gehirn abgespeichert werden, der Übende hat die Möglichkeit alles zu begreifen und zu verinnerlichen.

Wie wendet man das Vierstufen Modell erfolgreich an?

Man sollte beim Lernenden die Motivation schaffen und als Anleiter eine klare und aktive Grundhaltung an den Tag legen. Die Vierstufen Methode kann bei allen Arbeiten eingesetzt werden, die nicht selbstständig sind und die auch mit Planung durchgeführt werden sollen.

Jeder Schritt muss mit einem Sinn und mit Verständnis gefüllt sein

  • Warum macht man diesen Schritt?
  • Was muss in diesem Schritt genau gemacht werden?
  • In welche Lernabschnitte gliedert sich die Lektion?
  • Was wird wie gemacht?
  • Mit welchen Hinweisen muss der Schritt vermittelt werden?
  • Warum tut man dies oder jenes
  • Warum macht man dies oder jenes genau auf die Art und Weise?



Welche Vorteile bietet das Vierstufen Modell?


  • Das Modell hat eine einfache und klare Struktur
  • Das Vierstufen Modell lässt sich leicht auf alle Inhalte übertragen
  • Es erfordert kaum Zeitaufwand die Lehreinheiten vor zu bereiten
  • Man kann Tätigkeiten einschleifen, also gut lernen


Welche Nachteile hat das Vierstufen Modell?


  • Es wird kaum Verständnis angelegt, da man die Sachen primär einschleift
  • Der Lernende lernt über Nachahmung
  • Der Auszubildende lernt unselbstständig
  • Man lernt nicht handlungsorientiert
  • Es werden die Handlungskompetenzen nur einseitig gefördert
  • Das Vierstufen Modell hat einen restringtiven Charakter

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Quellen und weiterführende Informationen
  • http://www.hrm-akademie.de/stichworte/vier-stufen-methode.html
  • http://aevo-training.de/die-vier-stufen-methode/
  • http://www.anleiten.de/anleiten/4stufenmethode.html
  • http://www.ausbildernetz.de/plus/waehrend/ausbilden/arbeitsplatz/vier_stufen.rsys
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Stufen-Methode

Montag, 27. Februar 2017

VENÜ

Wer lernen will oder lehren will, der muss sich darum kümmern wie die Sachverhalte von dem Gelernten in den Kopf des Auszubildenden kommen. Dies kann nur mit geplanter und gut durchgeführter Methodik geschehen.

Wer praktische Inhalte vermitteln will, der kann auf das VENÜ System zurück greifen. Hier wird in den Schritten, die mit VENÜ abgekürzt werden, dargestellt wie die Inhalte Schritt für Schritt gelernt werden können.

Anwendungsgebiete

  • Tischler
  • Bundeswehr
  • Krankenpflege
  • psychomotorischer Bereich
  • affektiver Bereich


Venü

  • Die Abkürzung VENÜ steht für
  • Vormachen
  • Erklären
  • Nachmachen
  • und Üben


In diesen vier Teilschritten werden die Lerninhalte von der ersten Begegnung mit dem unbekannten Stoff bis zum Beherrschen der Tätigkeit,

Beispiel

Herr M, Ausbilder in der Küche, möchte das richtige Schneiden von Gurken vermitteln. Hierzu zeigt der dem Lehrling A im ersten Schritt von VENÜ wie man die Gurke richtig schneidet. Er macht das Schneiden zunächst langsam vor und dann schneller.

Im nächsten Schritt Erklären greift er auf wie man die Messerführung gestalten sollte und wo man die Hände an der Gurke zu positionieren hat. Er erklärt mögliche Risiken, zum Beispiel das man sich schneiden könnte und geht auch auf das Verhindern dieser Risiken ein. Im nächsten Schritt geht er dann zu N über, er geht auch darauf ein wie man Ermüdungserscheinungen vorbeugt und so weiter.

Der Teilschritt nachmachen soll nun dazu führen, dass der Ausbilder M dem Lehrling A die Gurke vorlegt und dieser die Schritte so wie er es erklärt bekam nachvollzieht und nach macht. Der Ausbilder greift dann mit Korrekturen ein und bei Fehlern stellt er dieses richtig.

Im letzten Schritt lässt der Ausbilder M seinen Azubi die Gurken immer und immer wieder richtig schneiden. Das Einüben muss fehlerfrei erfolgen, denn wenn er beim Schneiden Fehler macht, geht er das Risiko ein die Gurke künftig immer falsch zu schneiden.

Vergleich mit dem vier Stufen Modell

Das Vierstufen Modell haben wir ja bereits kennen gelernt. Je nachdem welche Tätigkeit oder welches Wissen man vermitteln will, kann es wichtig sein eine andere Technik zu verwenden,. Während sich die vier Stufen Methode in erster Linie an jene Lernende richtet, die sich im kaufmännischen Bereich bilden, ist das VENÜ in allen Bereichen richtig, in denen es um
affektive Lernziele oder psychomotorische Lernziele geht.

Montag, 9. Januar 2017

Latein lernen auf den letzten Drücker - 3 Noten besser in einem Halbjahr

Latein kann ein guter Freund sein, es kann aber auch die Hölle auf Erden werden. Wer Latein lernt, der hat viele Vorteile für sein gesamtes Leben und profitiert auch im Laufe der weiteren Ausbildung. Dennoch kann man schnell in ein Motivationstief kommen und das Gefühl haben, dass es mit dem Lernen nicht so recht weiter geht. Jeder Lerner kennt das, dass man dann mal mehr oder weniger intensiv den Stoff verfolgt und dann auf einmal von einer sehr guten Note ins Tal der Tränen abrutscht.

Da ich selbst auch mal, kurz vor dem Abitur, die Erfahrung machen musste, dass es möglich ist sich schnell und viel zu verbessern und da ich diese Methodik jedes Jahr bei vielen Nachhilfe Kandidaten anwenden muss, um ihnen noch eine Versetzung zu ermöglichen, dachte ich mir, dass ich das mal hier aufschreibe.

Eventuell hilft es ja dem Einen oder Anderen. Es sei noch gesagt, dass sich von Selbst natürlich Nichts verbessert. Es kommt keine gute Fee angeflogen und macht die Noten besser, sondern das ist das Resultat harter, konstanter Arbeit. Die Arbeit muss getan werden, entweder macht man sie sich täglich über ein Schuljahr für 10 bis 15 Minuten pro Tag ( was der Traum aller Lehrer wäre ) oder man muss eben ranklotzen und die selbe Zeit in kurzer Zeit machen, also 4 Stunden pro Tag und dann reinballern. Aber lernen muss man. Das ist halt Latein.

Tipp 1 Methodisch vorgehen beim Vokabeln nach lernen 

Wenn die Lateinkarre richtig im Dreck ist, dann hilft es nur sich methodisch da raus zu arbeiten und Stück für Stück zu versuchen wieder mit der Sprache klar zu kommen. Hier kann man so vorgehen:

Kauft Euch das Lehrbuch, welches Euch in den ersten Lernjahren begleitet hat.  Wenn Ihr noch in der Lehrbuchphase seid, dann organisiert Euch das Lehrbuch der Vorjahre. Wenn Ihr ein Buch für die gesamte Lernzeit hattet, perfekt.

Fangt an die Vokabeln von Lektion 1 an zu lernen. Methodisch nach zu lernen. Achtet hierbei darauf, dass Ihr kein Oberkellner Lernen betreibt, sondern wirklich erst dann weiter geht, wenn Ihr die Vokabeln sicher beherrscht. Die Lektion muss um so intensiver gelernt werden, je weiter sie vorne liegt. Also lernt Ihr Lektion 1, dann Lektion 1 und 2, dann Lektion 1 und 2 und 3. Nehmt immer eine mehr dazu, das festigt die ersten Lektionen noch mal.

Das Ziel ist hierbei den Grundwortschatz auf zu bauen. Das ist wie das Fundament des Hauses, es muss sicher sein und stabil, damit das Haus gut darauf stehen kann.

Tipp 2 Die Vokabeln komplett lernen

Bei den Nomen lernt Ihr bitte immer den Genitiv mit und merkt Euch auch noch dazu welches Geschlecht das Wort hat. Bei den Verben könnt Ihr auch noch hinzu fügen wie die Stammformen lauten. Diese müssen sicher sitzen. Wenn in der Vokabelliste Anmerkungen sind, zum Beispiel sub ( m. Abl.) dann ist auch dies mit zu lernen, da es Euch im späteren Verlauf wichtige Rückschlüsse für den Lernprozess bietet.

Tipp 3 Konsequent durch die Grammatik arbeiten

Arbeitet Euch gleichzeitig mit den Vokabeln konsequent durch die Grammatik, indem Ihr das Lehrbuch auch in diesem Aspekt mit lernt. Achtet darauf, dass Ihr die Lektion erst dann abschließt, wenn Ihr das Grammatik Thema auch verstanden habt und die Endungen der Deklination oder die jeweiligen Abschnitte beherrscht. Das ist für das spätere Übersetzen sehr wichtig.

Ihr solltet Euch einen Grammatik Lernzettel anlegen, wo die Endungen der Substantive aufgeführt sind, die Adjektive behandelt werden und so weiter und wo man alles sehr praktisch auf einen Blick findet. Das kann man dann immer mal wieder abschreiben, zum Wiederholen. So eine Übersicht hat auch den Vorteil, dass man dann sehr leicht noch mal zwischen durch lernen kann, zum Beispiel wenn man auf den Bus wartet oder gerade kurz Pause hat bei der Arbeit.

*Tipp 4 Übersetzen ist die Hauptsache

In den Klausuren wird es später, in den höheren Jahrgängen sehr viel ums Übersetzen gehen. Darum ist es wichtig sich diesen Teil der Lernaufgaben im Fach Latein sehr gut an zu sehen und sich hierbei sehr verstärkt Mühe zu geben. Leider ist es das ja der Punkt, an dem die Lücken in der Grammatik und den Vokabeln zum Tragen kommen. Geht beim Übersetzen so vor, dass Ihr Euch von Lektion 1 an vorarbeitet. In der ersten Lektion sind die Sätze kurz, die Vokabeln einfach und die Verben sind meist noch im Präsens. Außerdem kommen nicht all zu viele Fälle hinzu.

Achtet darauf, dass Ihr Lösungshilfen dabei habt. Alles Andere wäre fatal. Wenn Ihr ein aktuelles Buch nutzt könnt Ihr auch die Lehrer Lösungen mit bestellen. Es gibt aber auch kostenlose Übungen im Internet, die Euch helfen das Übersetzen zu erlernen.

Dienstag, 10. November 2015

SQ3R-Methode

Manchmal steht man bei der Lektüre wissenschaftlicher Bücher vor dem Problem, dass man nicht so recht weiß wie man sie handhaben soll. Die SQ3R Methode hilft  dabei Bücher jeder Art, insbesondere aber Bücher mit komplexen Inhalten gut zu erfassen und zu verarbeiten. Die folgende Methode wurde von Francis Robinson entwickelt und soll den Lernenden helfen effektiv und richtig zu lesen. 


Was ist die SQ3R Methode?

Dabei stehen die Buchstaben jeweils für die Schritte, in welcher Reihenfolge man wie mit dem Lesen des Textes vorgehen soll.

Wo liegen die Anwendungsgebiete der SQ3R Methode?

Immer dann, wenn man ein Fachbuch oder Sachbuch lesen und verstehen muss, kann diese Methode hilfreich sein. Die Anwendungen sind immer in Ausbildungen, Weiterbildung oder im Studium möglich. Man sollte die SQ3R Methode dann anwenden, wenn man so viel wie möglich aus einem Fachbuch verstehen und behalten muss. Die Methode eignet sich perfekt, wenn man ein Lehrbuch für eine Klausur oder für eine Abschlussarbeit verstehen muss.


Welche Schritte beinhaltet die SQ3R Methode?

Survey
In dieser Schritt sollen wir Übersicht erlangen.
Man liest also erstmal alle Überschiften
Man betrachtet die Grafiken 
Man schaut sich die zusammenfassenden Kästchen an
Question
Man nimmt sich Abschnitt für Abschnitt vor 
Verfasst Fragen zum Abschnitt
Read
In diesem, detailierten Schritt, wird der Text Absatz für Absatz gelesen
das Gelesen muss verstanden werden
Schlagwörter und Schlüsselwörter farblich markieren

Recite
Nach jedem Abschnitt kurz zusammenfassen worum es ging.
Zusammengefasstes kann in einer WORD Datei gesammelt werden, so hat man später eine Übersicht über das Buch
Nach jedem Kapitel zusätzlich Kapitelzusammenfassung anfertigen
Aus den Zusammenfassungen Cluster, Mindmaps oder ähnliches anfertigen

Review
    Nach jedem Absatz diese Fragen beantworten:
    Wie gehört der Absatz in das gesamte Buch?
    Was habe ich aus dem Absatz gelernt?
    Was blieb mir unklar?
    Wenn ich jemanden, der das Buch nicht kennt erklären müsste was in diesem Absatz passiert würde ich folgendes sagen: 
    Welchen Praxisbezug hat das Gelesene?



Verwendete Quellen

  1. http://www.lernen-heute.de/lesen_sq3r.html
  2. http://www.schuelerlexikon.de/SID/392dc2d91aefe1d4da4d21b5c94450df/pdf/228.pdf
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/SQ3R-Methode






Mittwoch, 22. April 2015

Was ist eigentlich Lernen?

Nun schreibe ich schon monatelang über das Lernen ohne mich einmal wirklich gefragt zu haben was lernen ist und wie man lernen definiert. Dabei sollen die folgenden Zeilen ein wenig Abhilfe schaffen. Sie dienen nur der Orientierung und sind keine vollständige Definition des komplexen Thema



Lernen greift verändernd in die Vorgänge im Gehirn ein. Es handelt sich hierbei um Reizverarbeitung. Dabei muss das Gehirn sich in einem aufmerksamen und wohlwollendem Zustand befinden

Die Lernergebnisse müssen über längere Zeit ungestöert sein, damit die Inhalte auch behalten werden. Daraus kann man viele Schlüsse ziehen.

Man lernt nur wenn man sich wohl fühlt. Wenn man hungrig, müde oder unter Bedrohung steht ist lernen nicht oder nur schwer möglich. Wobei auch dann gelernt wird, in der Form von Konditionierung. Hierbei soll es aber um die Aufnahme von Wissen gehen, weniger um Lernen im Sinne von erlerntem Verhalten.

Das Gehirn muss aufnahmebereit sein, also sollte  nicht schon einen halben Tag Maraton lernen hinter sich haben oder in nicht aufnahmebereitem Zustand sein. Also man sollte nicht müde, betrunken, stonded oder überlastet sein.

Es darf nicht überschrieben werden: Also wenn Informationen aufgenommen wurden, dann sollten diese Informationen nicht überschrieben werden. Das ist ein großes Problem in einer Zeit, in der die Lernenden so vielen Reizen und sich überlagernden Informationen ausgesetzt sind. Zum Beispiel ist das Computerspielen ein Problem: Denn wenn man einen langen Schultag hinter sich hat und sich dann vor ein fesselndes, mit imposanten Eindrücken auf den Schüler einwirkendes Computerspiel setzt, dann werden die langweiligeren und scheinbar uninteressanten Inhalte aus der Schule leicht überschrieben.

Beim Lernen baut man sein Gehirn aktiv um, dass heißt das neue Verbindungen geschaffen werden und alte Verbindungen verblassen oder gelöscht werden. Diese Veränderungen im Gehirn sind messbar und können sogar in bildgebenden Verfahren in Form von Landkarten des Gehirns nahgewiesen werden.

Die Vorstellungen vom Anhäufen und auf Halde legen des Wissens ist überholt. Man kann sich Lernen nicht als einen Haufen Sand vorstellen, welchen man vom Berg  kenn ich noch nicht auf den Berg kann ich schaufelt, sondern viel mehr als ein Netz. In dieses Netz müssen neue Informationen und Fähigkeiten geknüpft werden. Das stellt unser alt hergebrachtes Konzept von Schule in Frage, da dort meist nur Wissenshaufen angehäuft werden. Leider ändert sich in der Schule nicht schnell etwas, denn jede Änderung muss politisch gewollt werden.


Man muss sich darüber klar sein, dass alles mit allem in irgendeiner Form zusammenhängt. Es gilt also in Zusammenhängen, in Bezügen und in Komplexen zu lernen und nicht isoliert. Solche Lernweisen können in Form von Projekten und fachübergreifenden Arbeiten realisiert werden.

Lernen erfordert Aufmerksam und kritische Schwellen des Lernprozessen müssen immer wieder überschritten werden. Solche Krisen können im Vergessen begründet werden ( wir vergessen Gelerntes in bestimmten Zeiten ), in der Motivation oder in der Aufnahmefähigkeit.

Je mehr einschlägige Erfahrung in eine Richtung gemacht werden, desto tiefer sitzt das Wissen. Dies kann man sich wie einen Pfad vorstellen. Wird der nur wenig verwendet sieht man ihn kaum, geht man immer über die selbe Stelle bildet sich ein Trampelpfad aus dem irgendwann ein Weg wird oder, wenn der Weg intensiv genutzt wird eine breite, gut befahrbare Straße. 

Dienstag, 31. März 2015

Was ist denn eigentlich Neurodidaktik?

Ich las diesen Begriff bei meinen Recherchen für den Blog und fand das sehr interessant. Neurodidaktik betrachtet lernen als Folge von Wahrnehmung. Bei der Neurodidaktik werden die Erkenntnisse der Hirnforschung verwendet, um das Lernen zu optimieren.



Was weiß man denn über das Gehirn ( nur mal einige ZDF genannt)


Man geht davon aus, dass das Gehirn lernen will. Was ja auch stimmt, denn lernen und speichern von Informationen hat dafür gesorgt, dass wir überleben konnten und in der Lage waren uns weiter zu entwickeln. Lernen war eine Überlebensstrategie, lange bevor es Schulen gab.
Dabei war es schon immer wichtig relevante Informationen von nicht relevanten Informationen zu trennen. Bei den unzähligen Einflüssen die jede Sekunde auf uns einwirken käme es sonst schnell zu einer Reizüberflutung, die uns überfordern würde. 

Zudem ist ein wesentliches Element des Gehirn und des Menschen, dass es stets schöne und angenehme Reize sucht und unangenehme Impulse gerne vermeiden will. Lernen muss also Spaß machen.

Aus diesem Wissen ergeben sich einige Konsequenzen für das Lernen und Lehren 

In der Konsequenz bedeutet das, dass sich Lernen und Lehren grundlegend ändern muss. Dies gilt auch für die Lehrbücher, die auf die Bedürfnisse der Lehrer zugeschnitten sind und nicht darauf wie man gehirngerecht, nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen, lernt.
Das menschliche Verhalten ist zunehmend wichtig.

Lernen sollte mehr über Vorbilder erfolgen, denn das Lernen durch Nachahmung ist tief in uns verankert und sehr effektiv. Zudem sollte man das Belohnungssystem, das mächtigste Element unseres Gehirns, mehr nutzen. Es wird durch Dopamin gesteuert.  Im Tegmentum sitzen die dompaminergen Zellen, welche die Erwartungen und das Ist vergleichen.


Angelehnt an diese kleinen Erkenntnisse werden wir eine Serie beginnen: Neurodidaktik erscheint nun immer unregelmäßig aber mit vielen Artikeln. Wir werden viele kleine Beiträge zum Thema schreiben, um eine Ausgewogenheit herzustellen. 

Dienstag, 17. Februar 2015

Studie belegt, dass Lehrmethode wichtiger ist als der Dozent

Lange galt die Lehrer Schüler oder Lehrer Student Beziehung als das Maß aller Dinge und als der Faktor für Erfolg oder Misserfolg. Man nahm an, dass die Studenten nur dann gute Leistungen zeigen, wenn sie eine gute Beziehung zum Lehrer haben und sich geschätzt und respektiert fühlen. Diese Annahme wurde nun durch ein kanadisches Forscherteam erschüttert.


Der Versuch

Der Nobelpreisträger Carl Wiemann veröffentlichte im berühmten Sience Magazin das Ergebnis seiner Studie. Er lies 538 Studenten für die Studie untersuchen, diese teilte er in zwei Gruppen auf.

Die eine Hälfte wurde von einem erfahrenen Dozenten unterrichtet mit der Methode des Frontalunterrichts, eine Lehrmethode die heute als alleinige Methode mehr als effektiv gilt.
Die Vergleichsgruppe der restlichen 267 Studenten wurden von einem unerfahrenen Dozenten unterrichtet, dieser verwendete interaktive Lehrmethoden, welche die Studenten mit in den Stoff einbanden.

Das Ergebnis war verblüffend:
Die Gruppe, die vom unerfahrenen Lehrer aber mit interaktiven Methoden unterrichtet wurde hatte

  • mehr Motivation
  • besuchte mehr den Unterricht
  • war erfolgreicher
  • und hatte lebhaftere Diskussionen im Unterricht, als die Vergleichsgruppe welche frontal unterrichtet wurde. 

Welche Konsequenzen ergeben sich hierfür für den Unterricht

Die Studie liefert eine Bestätigung für das, was man aus seinem Alltag schon längst kennt. Je spannender und interaktiver der Unterricht, desto länger bleibt die Klasse auch wach. Man sollte sich aber davor hüten anzunehmen, dass das abfeuern eines bunten Methoden Strauss allein für Motivation und Aufmerksamkeit bei den Schülern sorgen wird. Dennoch sind interaktive und ( selbstgesteuerte ) Lehrmethoden laut dieser Studie hilfreich, um den Lernerfolg bei den Schülern herzustellen.


Diese Studie werden wir einmal zum Anlass für eine neue Serie nehmen:
Interaktive Lehrmethoden. So als Ideenbörse


http://www.welt.de/wissenschaft/article13367709/Lehrmethode-ist-doch-wichtiger-als-der-Lehrer.html

Dienstag, 30. September 2014

Wiederholen aber richtig

In der heutigen Schulwelt gibt es nur eine Lernrichtung, vorwärts, vorwärts und noch mal vorwärts. Alles, was in der Vergangenheit liegt, wird zumindest zum großen Teil, als bekannt vorausgesetzt. Schüler müssen sich Sprüche anhören wie: Das hatten wir doch schon von x Wochen, wann merkt Ihr Euch das endlich und, und und.
Die Lehrer sind aber nicht die Schuldigen an dem ganzen Desaster, die Lehrpläne sind es, die immer mehr gestrafften Lehrpläne. Diese fordern lernen nach Zeitplan und lassen kaum Raum für das, was wirkliches Lernen ausmacht: Pausen, Wiederholungen und neue Inhalte im Wechsel. Der folgende Artikel möchte Anregungen zum richtigen Wiederholen für Schüler und Lehrer bieten und zum Nachdenken anregen.


Wie lernen wir


Lernen gehört zu den natürlichsten Dingen, die ein Mensch überhaupt nur machen kann. Die Fähigkeit zu lernen und zu vergessen hat dafür gesorgt, dass wir zu solch riesigen Fortschritten gekommen sind, ein Leben in Häusern führen, Autos fahren und Wissenschaft betreiben.
Doch ist das Gehirn ein sehr gut durchdachter Bereich, der sich auch davor schützt zu viele unwichtige Informationen aufzunehmen.
Darum verfügt das Gehirn über mehrere Abteilungen

das Kurzzeitgedächtnis
das Langzeitgedächtnis und das Ultrakurzzeitgedächtnis.

Um Lernen, im Sinne von "Ich kann Spanisch ", Phytagoras kein Problem oder Ich beherrsche höhere Mathematik realisieren zu können, müssen Informationen von Kurzzeit ins Langzeitgedächtnis gelangen.

Wie das geht und wie man es schafft, das die Infos da auch bleiben, das soll dieser Artikel erklären.



Vergessenskurve  von Ebbinnghaus

Wie man sieht haben wir die größten Verluste kurz nach dem Auftauchen der neuen Lerninhalte. Darum macht das Vorbereiten und Nachbereiten von Stunden auch sehr viel Sinn. Immerhin verliert das Gehirn direkt in der ersten Zeit nach Aufnehmen der Information schon einen großen Teil der Inhalte.
Der erste, wichtige Schritt ist also dem Vergessen direkt nach dem Schultag entgegen zu wirken, indem man die Lerninhalte des Tages noch einmal zu Hause wiederholt. So hat man den großen Verlust, der in den ersten neun Stunden nach Übermittlung des Lerninhaltes erfolgt schon mal aufgefangen.

Doch dann ist die Arbeit noch nicht vorbei: Wenn man die Stunde entsprechend VORbereitet, dann hat man den Gewinn, dass die Lerninhalte nach rund sechs Tagen noch einmal aufgegriffen werden. Auch hier hat man dann wieder einen großen Verlustanteil minimiert.

Also kann man sagen, dass es allein anhand der Vergessenskurve schon Sinn macht, die Lerninhalte der Stunde nachzubereiten und sich auf die kommende Stunde vorzubereiten.

Wer aber wirklich erfolgreich lernen will, der muss zwischen drin noch mal eingreifen:

  1. Nachbereiten der Stunde am selben Tag
  2. noch eine Wiederholungseinheit nach einigen Tagen
  3. Vorbereiten auf die neue Stunde nach sechs Tagen


Damit ist schon sehr viel geschafft.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b6/Vergessenskurve.png von Rdb selbst gezeichnet

Warum müssen wir Lerninhalte behalten?
Bei einigen Bereichen reicht es für die nächste Klausur zu lernen. Zum Beispiel ist es in Geschichte für die französische Revolution irrelevant, was die Menschen in der Steinzeit so gemacht haben. Hier kommt es mehr auf das Lernen der allgemeinen Methoden an.
In anderen Fächern, vor allem in Sprachen und in der Mathematik, müssen einmal gelernte Inhalte aber immer präsent sein.
So muss man in Spanisch schon wissen wie ein Satz gebildet wird, auch wenn in der Schule gerade das Gerundivum behandelt wird.
Darum ist es von großer Bedeutung sich klar zu machen wie genau man sich vergangene Lerninhalte noch einmal in Erinnerung rufen kann und wie oft dies geschehen muss.

Besonders in Mathematik fehlt vielen Schülern das Verständnis für den Sinn von Wiederholungen in Mathe, dabei sind die doch SO wichtig. Siehe Artikel hier 


Was hindert am regelmäßigem Wiederholen

  • Man weiß nicht was wiederholt werden muss
  • Man hat das Gefühl dafür keine Zeit zu haben


Vorteile von regelmäßigem Wiederholen

  • Lernzeiten für Klausuren werden verkürzt
  • Verständnis für aktuellen Stoff wird geschaffen ( statt sinnlosem Pauken werden Zusammenhänge klar)
  • Grundlagen werden gefestigt
  • aus locker wissen wird sicher beherrschen


Grundregeln zum Wiederholen

  • Immer mehrere Medien oder Methoden nutzen
  • das Wichtigste am Intensivsten wiederholen
  • Feste Zeiten einplanen 
  • Überschriften und Oberthemen als Grundgerüst nutzen
  • Immer an bekannten Lerninhalten anknüpfen
  • Nicht zu viel auf einmal wiederholen
  • Zeiten vor dem  Schlafen gehen zum Wiederholen nutzen

Wie kann wiederholt werden?
  • Beim aktuellen Stoff einen Merkzettel anfertigen, diesen in einen Merkzettelordner heften, beim Wiederholen =  Merkzettel rausholen
  • Film zum Thema schauen
  • alte Klausuren durcharbeiten
  • Fragenkatalog erstellen ( als Klausurvorbereitung), diesen dann noch mal versuchen zu beantworten
  • bei abfrager versuchen Fragen zum Thema zu beantworten
  • altes Skript noch mal durchlesen
  • Lernplakat machen
  • Karteikarten ( die man als Klausurvorbereitung machte ) noch mal durchgehen
  • Alternativ andere alte Klausuren durchgehen
  • Buch zum Thema durcharbeiten ( zum Beispiel Prüfungsvorbereitungsbücher)
  • eigenes Buch / Skript zum Thema verfassen
  • Ein Video zum Thema drehen
  • Mindmap zum Thema machen
  • alte Aufgaben noch mal durchrechnen
  • alte Aufgaben kommentieren


Wann sollte wiederholt werden

  • Nicht vor der nächsten Klausur
  • lieber regelmäßig in kleinen Einheit
  • Täglich in kleinen Einheiten ( fünf Minuten pro Fach)
  • Immer dann wenn es in den Plan passt
  • in den Ferien wäre eine Wiederholung ideal



Wie kann man Wiederholungen in den Lernalltag einbauen

  • Feste Wiederholungseinheit involvieren
  • Lernzettel schreiben, diese zu festen Zeiten wiederholen
  • Jede Lerneinheit mit einer Wiederholungseinheit beginnen


Quellen

  • http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/bildung-lernen-will-gelernt-sein-wie-studenten-richtig-pauken_aid_521708.html
  • http://www.fernstudium-infos.de/lernen-technik-methoden/33780-lernstoff-richtig-wiederholen-wie-macht-ihr-2.html
  • http://www.lernen-merken-erinnern.de/wozu-und-wie-soll-ich-wiederholen-oder-durch-wiederholung-effizienter-lernen/
  • http://www.sprachenmarkt.de/wissenswertes/lernen/wiederholen.html
  • http://www.beyourbest.de/richtig_lernen/der-kampf-gegen-das-vergessen/


Donnerstag, 25. September 2014

falsch gelernt: Oberkellnerlernen

Die Schule hat immer noch in manchen Punkten falsche Ansätze, auch wenn sich langsam aber sicher Veränderungen durchsetzen, manchmal werden Lernformen oder Inhalte gefordert, welche nicht nur der menschlichen Natur, sondern auch der Sinnhaftigkeit des Lernens zuwider laufen.

Was ist Oberkellnerlernen?

Ich hatte diesen Begriff aus einem Skript von Professoren für Professoren. Ich denke der Begriff trifft es ganz gut. Leider ist unsere heutige Schulwelt genau darauf ausgerichtet: Lerninhalte schnell reinpumpen, bei der Klausur parat haben und dann wieder vergessen.

Eben genau wie ein Oberkellner, der sich die Bestellungen für die jeweiligen Tische schnell und präzise merken muss, diese dann aber auch wieder schnell vergessen sollte, damit sie sich nicht mit den Informationen die neu hinzukommen beißt.

Das unterscheidet für mich auch Wissen von Können Die Vorstellung, dass man sich Wissen aneignet, also Fakten lernt, die man dann in einer riesigen Halde im Gehirn aufbewahrt und immer wieder hervor holt wenn man sie braucht, hat sich ja über lange Jahre durchgesetzt. Inzwischen wissen wir aber: Das Lernen gleicht nicht dem Schaufeln von Informationen auf einen Berg, welcher dann immer und immer größer wird, sondern dem Knüpfen eines Netzes. Und je dichter und knotenreicher das Netz ist, desto eher findet die neue Info schon mal einen Anknüpfungspunkt.

Wie sollte man es richtig machen?

Darum sollten Schüler darauf achten, dass sie ungeachtet der Lernforderungen der Lehrer, immer und immer wieder Wiederholungen einpflechten, sich noch mal wieder rückwärts im Stoff begeben und diesen wiederholen. Wie das aussehen kann, das werde ich einem gesonderten Artikel aufgreifen Wiederholen aber richtig.


Als Lehrkraft wäre es empfehlenswert einen hohen Wert auf den Transfer vom Kurzeit ins Langzeitgedächtnis zu legen. Zudem ist entscheidend, dass man beachtet WIE das Gehirn lernt: Folgen die Lerninhalte zu schnell aufeinander überlagern sie sich gegenseitig und der Lerneffekt ist nicht mehr da.

Die sprichwörtliche Nacht drüber schlafen ist auch wichtig, denn hier findet der Übertrag vom Kurzzeit ins Langzeitgedächtnis statt.

Darum:

  • In Klausuren auch immer Lerninhalte abfragen, welche länger zurück liegen
  • Wiederholungsbögen mitgeben
  • Wiederholungen in gehirngerechten Abständen
  • Den Neuronen ausreichend Pause lassen zum Einspeichern
  • die Nacht drüber schlafen lassen

Sonntag, 13. Juli 2014

In den Ferien lernen? Wie geht es richtig?

Erholung muss sein, so viel ist klar. Das denken und empfinden alle Schüler, die sich durch das Schuljahr gequält haben. Endlich mal keine Verpflichtungen, keine Hausaufgaben, keine Lateinvokabeln und kein Gemeckere von den Eltern.

Die Ferien sind notwendig,

denn oft beschränkt sich der Schulstress nicht nur auf die Lerneinheiten. Die Schüler müssen erinnert werden, es kommt zu Reibereien in den Familien und viele, viele Stressoren treffen in der Schulzeit aufeinander. Hiervon brauchen die Kinder Entlastung. Und auch die Eltern. Dringend.

Aber, Ferien sollten auch sinnvoll genutzt werden. Wie man die Zeit frei von Schule nutzt und warum ETWAS lernen in den Ferien total sinnvoll ist, das möchte ich mit diesem kleinen Artikel aufzeigen.



Argumente für maßvolles Lernen in den Ferien

  • Vokabeln und andere Einheiten, die ins Langzeitgedächtnis müssen können während der langen Zeit vergessen werden
  • In den Ferien kommt kein neuer Stoff hinzu, man kann also prima das Versäumte oder nicht verstandene aufholen
  • Man kann sich in den Ferien den Stoff frei einteilen und gehirn gerecht lernen, also in kleinen Einheiten über den Tag verteilt
  • Lernen muss nicht stumpf und öde sein, in den Ferien hat man die Freiheit den Stoff anders aufzubereiten,um so mehr Spaß am Lernen zu haben
Wird in den Ferien wirklich so viel vergessen?Wie der Lehrer im unten verlinkten TAZ Interview schon ganz richtig sagt, nach den Ferien fangen die Lehrer in vielen Fächern, die auf Grundlagen basieren, erst mal wieder bei Null an. Der Grund dafür ist durch die  Vergessenskurve nach Ebbinghaus gut nachvollziehbar. Zwar vergessen wir  in den ersten Minuten nach dem Lernen die Inhalte am stärksten, jedoch verlernt man zwischen dem 1. Lerntag und dem 31 Tag immerhin noch 15 Prozent der Inhalte. Wenn man einen Wortschatz von 2000 Wörtern in der Fremdsprache  annimmt, dann sind das schon 300 Wörter, die man in den sechs Wochen vergisst.
Was soll das Lernen in den Ferien bewirken

  • Vergessen vorbeugen
  • Vergessen verhindern
  • Lücken aufarbeiten
  • vorhandenes Wissen festigen
  • Lernen lernen 


Wie sollte in den Ferien gelernt werden?
Im Alltag der Schule orientiert man sich leider (!!!!!!!!!!!!!!) nicht daran was für das Lernen am Besten ist, sondern man organisiert den Schultag so, dass er sich praktisch abarbeiten lässt. Das Lernen ist organisations- und lehrerzentriert keinesfalls so gestaltet, dass es Schülern perfektes Lernen ermöglicht. Darum sind die Ferien eine super Zeit um schönes, befriedigendes, gehirngerechtes Lernen zu realisieren und  den Kindern so neue Lernerfahrungen zu ermöglichen.

Darum sollte man einige kleine Tipps umsetzen

  • Multimedial
  • mit allen Sinnen
  • in kleinen Häppchen
  • über den Tag verteilt 
  • und mit Belohnung lernen

Was kann man in den Ferien tun
Lernt Fächer auf die nach den Ferien wieder aufgebaut wird.
In allen Sprachen, in Mathematik und in Informatik bauen die Lerninhalte strickt aufeinander auf. Ebenso ist es in Chemie, wobei dies hier nur mit Einschränkungen gilt.
Bei den anderen Fächern gibt es Grundlagen, welche man wiederholen sollte und Techniken die man verbessern kann. Aber fangen wir zunächst mit den Sprachen an. Doch vorher sollen wir uns man noch mal veranschaulichen was man vor dem Ferienlernen machen sollte.

Vorbereitungen für das Lernen in den Ferien

  • Erholung muss sein. Von sechs Wochen sollten drei frei sein
  • Stundenplan aufstellen. Gelernt werden sollte von MO bis FR und die Übungsfächer sollten sich abwechseln
  • Vokabeln sollten täglich auf dem Plan stehen
  • Die Lerneinheiten sollten über den Tag verteilt sein, drei Mal am Tag 15 Minuten sind besser als einmal am Tag 1 Stunde. 
  • Die Lerneinheiten sollten fest in den Tagesablauf integriert sein, zB nach dem Frühstück, einmal Vokabeltrainig. Nach dem Mittagessen eine kleine Mathelerneinheit und vor dem zu Bett gehen ( wann auch immer das ist ) noch mal ein Text aus dem Buch lesen.
  • Belohnung festlegen. Gaaanz wichtig. Wir gehen doch auch nicht für Luft und Liebe zur Arbeit, erwarten aber von den Schülern das sie es tun. Ein heiß ersehntes PS, XBOX oder PC Spiel kann schon wahre (Motivations)wunder bewirken.
  • Ein Tipp von der Lerntherapeutin Marleen Liesen: Drucken Sie das Gamecover aus und schneiden Sie es in Stücke. So viele Stücke wie Lerneinheiten vorgesehen sind. Nach jeder Lerneinheit erhält der Schüler ein Stück von dem symbolischen Cover und hat so sein Ziel im wahrsten Wortsinne immer vor Augen. Das funktioniert auch mit dem Bild vom Traumkleid aus dem Katalog, oder, oder, oder...



Sprachen in den Ferien lernen
Endlich haben wir das, was man für ein effektives Lernen braucht: Ein entspanntes Gehirn. Für das Lernen von Sprachen gibt es viele Möglichkeiten, jedoch teilt man es generell in 3 Bereiche:
  • Vokabeln lernen
  • Grammatik lernen
  • praktische Anwendung


Für das Lernen von Vokabeln empfehle ich täglich eine Lerneinheit von fünf Minuten pro Sprache einzubauen und die Vokabeln auf mehrere Wege zu üben:
auf den PC und das Handy einsprechen ( immer die Vokabel, kleine Pause, dann die Übersetzung so kann man das mitsprechen ), Vokabeln in Vokker einschreiben und so online üben, Vokabeln aus Spickzettel bringen und die überall mit hin nehmen zum Üben. 


Grammatik lernen

das kann man am Besten online. Es gibt viele tolle Seiten zu verschiedenen Sprachen, aber auch im Buch findet man Erklärungen. Generell sollte man sich erstmal die Theorie aufschreiben: Also bei simple past wird 2. Form der unregelmäßigen Verben oder -ed genommen. Dann die Ausnahmen : He, she, it "S" muss mit
und dann ein Beispiel
he went
I liked ..
usw. 

die praktische Anwendung macht am meisten Spaß:
  • lest Wikipedia Artikel
  • schaut Fernsehen
  • guckt Euch bei you tube videos in der Zielsprache an
  • und konsumiert Zeitungen aus dem Land ( gibts alles online)

so lernt man ganz  nebenbei die Sprache, der Wortschatz wird vergrößert und man erfährt viel über das Land.

Mathe in den Ferien lernen
Hier wird es schon schwieriger, wenn Papa nicht gerade Mathelehrer ist. Oft hat man als Elternteil auch Probleme zu erkennen welche Grundlagen wichtig sind und welche nicht, wie man den Stoff richtig vermittelt und wie viel lernen wirklich notwendig ist.
Ich rate dringend bei Unsicherheiten Leute von Außen hin zu zu ziehen. Die Lehrer sind mit Sicherheit auch gerne bereit, wenn man sie nett fragt, Material mit in die Ferien zu geben. Das wäre immer die beste Variante, da der Lehrer seine Schüler am besten kennt und auch weiß welche Inhalte bis zum nächsten Schuljahr verinnerlicht werden müssen.
Nachhilfe hinzuziehen, das ist auch immer gut. Wir bieten Ferien Nachhilfe Online an:
Email genügt HilkeUnglaubeÄÄÄÄÄTTTgmx.de

das @ Zeichen  habe ich wegen der SPAMER herausgenommen.
Alternaiv kann man sich auch an örtliche Institute wenden, diese bieten oft Feriennachhilfe an, bei denen Grundlagen und Problemfelder gezielt bearbeitet werden.

Ich verlinke hier einmal Bücher, die sich perfekt für das Nacharbeiten eignen, verlinkt nach Klassenstufe

Einsternheft Band 1
Einsternheft Band 2
Einstern Heft Band 3
Einsternheft Band 4

Duden - Einfach klasse: Mathematik 5. Klasse
Duden - Einfach klasse: Mathematik 6. Klasse
Besser in Mathematik - Gymnasium 7. Klasse - Cornelsen Scriptor
Wissen - Üben - Testen: Mathematik 8. Klasse
KomplettTrainer Gymnasium Mathematik 9. Klasse: Buch mit Online-Übungen
Klassenarbeiten Mathematik / Mathematik 10. Klasse: Gymnasium G8

Hauptschule Prüfungsvorbereitung
Realschule Prüfungsvorbereitung
Abiturprüfungen und Training

Nebenfächer in den Ferien lernen

Manchmal kann man einfach wenig für das nächste Schuljahr machen. In Geschichte kann man evtl. Daten auswendig lernen, in Chemie kann man die Grundlagen lernen, in Biologie das Gelernte noch mal wiederholen, aber so richtig prall ist das auch nicht.
Ich rate dringend davon ab in den Ferien für das neue Schuljahr vorzulernen. Zum Einen bringt das nix, weil man kein ganzes Schuljahr in sechs Wochen lernen kann, zum Anderen lernen Lehrer wie man Inhalte vermittelt ( das nennt man Didaktik ) und setzten sich jahrelang damit auseinander. Lernt man selbst vor, so kann man den Lernweg versperren oder schlimmer noch, Sachen falsch memorieren.


Die Ferien als Startrampe für ein perfekten Schuljahresbeginn nutzen

In den Ferien ist es auch eine gute Zeit, um endlich einmal ungestört Bilanz ziehen zu können. Was lief gut im letzten Schuljahr, wo kann man noch was besser machen. Achtung, es geht nicht um Kritik. Sondern es geht um eine bessere und stressfreiere Lernumgebung für das nächste Schuljahr.
Damit diese Fragestellung gelingt, habe ich hier einmal ein paar Beispielfragen vorbereitet:
  • Ist der Arbeitsplatz gut ausgestattet?
  • Sind genug Materialien da ( Textmarker, Karteikarten, Bleistifte, etc)
  • Gibt es Bücher zum Nachschlagen ( Duden, Englisch Lexikon )
  • ist ein Wochenplaner vorhanden ( Stundenplan)
  • gibt es einen OrgaKalender ( Timer, hier können Klassenarbeiten und wichtige Termine eingetragen werden)
  • Wie ist es mit der Freizeitgestaltung, bleibt da Zeit zum Lernen?
  • Wurde im vergangenen Schuljahr Druck von Seiten der Eltern aufgebaut?
  • Welche Hilfen kann man dem Kind geben, damit sich die Leistungen stabilisieren, verbessern?
  • Braucht man externe Hilfe?


Liebe Eltern, bitte kennt Eure Grenzen

Ich möchte niemandem, wirklich niemandem zu nahe treten. Aber ich arbeite seit Jahren in der Nachhilfe, kann den meisten Schulstoff wirklich aus dem FF und doch habe ich manchmal Aufgaben vor mir, die ich nicht lösen kann. Wie es Eltern geht, die eigentlich schon in der Schulzeit mit Mathe auf Kriegsfuß standen, es dann 10 Jahre nicht gemacht haben und nun ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen wollen, das mag ich mir nicht vorstellen.
Denkt bitte dran liebe Eltern, dass man Sachen auch falsch lernen kann und das Kinder nur wirklich dann weiter kommen, wenn sie Hilfe von Menschen bekommen, die sich damit auskennen.

Wenn Ihr es also nicht sicher beherrscht, lasst es bitte, bitte, bitte, einfach sein und fragt Fachleute. Nachhilfe gibt es schon ab unter 20 Euro die Stunde. Wer es finanziell nicht so gut hat, dem schlage ich vor eine Nachhilfestunde zu nehmen und sich Material geben zu lassen. So kommt man ggf. auch mit einem geringen Maß an Stunden über die Ferien und kann sich sicher sein, dass der Stoff auch richtig gelernt 
wird.

Quellen

http://www.taz.de/!101945/
http://de.wikipedia.org/wiki/Vergessenskurve#mediaviewer/Datei:Vergessenskurve.png Rdb - selbst gezeichnet
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