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Dienstag, 9. Dezember 2014

Ich lern´ Spanisch und noch ein wenig Chinesisch -ein Selbstversuch

Ich wollte mal wieder was für mein Gehirn machen. Leider fehlt mir oft die Zeit mich mit vielen Inhalten so im Detail auseinander zu setzen. Aber es ist ein inniger Wunsch von mir irgendetwas richtig gut zu können. Außerdem wollte ich immer schon viele Sprachen sprechen und mich mit Menschen aller Herren Länder austauschen. Ja, ich weiß das kann ich auch mit Englisch machen, aber irgendwie reichte mir das nicht.

Warum Spanisch und Chinesisch und warum denn beide gleichzeitig?
Also ich "kann" schon Englisch, Latein, Dänisch und Deutsch. Mit den zwei Sprachen wäre ich denn dann bei ansehnlichen sechs Sprachen, Französisch möchte ich bis ich 40 bin auch noch "können", dann hätte ich die sieben voll. Das ist doch eine anständige Zahl.

Latein und Englisch brauche ich für meinen Beruf, ich bin Nachhilfe Lehrerin und muss oft Grammatik und Vokabeln mit den Kids pauken. So bleiben die Vokabeln frisch im Kopf und ich frische die Kenntnisse immer wieder von Neuem auf.

Spanisch haben einige Schüler als Nebenfach und so fand ich das ganz praktisch, so als geschäftliche Investition. Dänisch habe ich mal studiert und ich plane mich nach Dänemark hin zu erweitern, darum ist Dänisch nie verkehrt. Leider habe ich schon wieder sehr viel verlernt. Das ist aber schnell wieder da, wenn es aufgefrischt wird.


Bei der Auswahl der weiteren Lernsprachen habe ich mir einfach angeguckt. Was sprechen die meisten Menschen auf der Welt. Spanisch und Französisch lagen sehr nahe, einfach wegen der Nähe zum Lateinischen. Und Chinesisch, das ist ein Herzenswunsch von mir, also diese Sprache zu beherrschen. Außerdem sehe ich auch dies als geschäftliche Investition, da ich weiß wie wichtig Chinesisch noch werden wird auf Grund der weltweiten Entwicklungen.

Eine Sprache lernt man aber nicht von heute auf morgen, ich denke das ich für Spanisch und Dänisch ( also weiter im Dänischen ) 3 Jahre brauchen werde, bis ich es so einigermaßen kann. Parallel darf ich ja auch lateinische Vokabeln nicht vergessen und muss auf mein Englisch aufpassen. Bei Chinesisch, da bin ich froh, wenn ich mit 40 mal sagen kann, dass ich eine Zeitung lesen kann oder ähnliches. 

Wie weit bin ich denn schon gekommen?

So fange ich an Chinesisch zu lernen. Und das ist sehr frustrierend kann ich Euch sagen. Ich schaffe, wenn es hoch kommt, eine Vokabel am Tag und das auch mehr schlecht als recht. Aber ich bleibe dran. Und am Ende des Jahres hab ich dann schon 300 Vokabeln geschafft :D, immerhin. Ich kann mich auf Chinesisch schon begrüßen und auch fragen wie es geht. Bitte und danke kann ich auch schon sagen. Schreiben leider noch nicht so viel.

Wie lerne ich Chinesisch+ Spanisch? Und wie halte ich meine anderen Sprachen fit?
In Englisch schaue ich viele Videos, vorzugsweise auf youtube und bbc und halte so mein Englisch fit. Außerdem setzte ich es sehr häufig im Unterricht ein. 
Latein wird im Unterricht gebraucht und so fast täglich eingesetzt. 

Bei Dänisch ist es schon etwas schwerer und ein permanenter Kampf gegen das Vergessen. Ich nehme mir immer wieder vor Radio zu hören oder ein paar Minuten DK Fernsehen zu schauen.

Spanisch fällt mir sehr leicht. Ich mache ja schon viel für den Unterricht. Gerade habe ich ( notdürftig ) ein Spanisch Portfolio zusammen geschrieben, welches wohl auch nach Korrektur ganz gut ankam, das nächste Portfolio ist in Arbeit. Ich versuche regelmäßig ein Buch zu lesen. Ich habe mir ein Buch von E. About ausgesucht Germania heißt es. Leider gibt es keine (freie) deutsche Übersetzung. Aber ich hatte mir halt das erst Beste geschnappt was es im App Store so gab. Da arbeite ich nun immer dran, schreibe ab, übersetze und lerne das gleich im großen Zusammenhang. Außerdem schaue ich spanische You tube Sendungen.

Bei Chinesisch gehe ich einen anderen Weg. Jeden Abend vor dem zu Bett gehen bediene ich mich einer Lernapp. Ich habe mir mehrere freie Apps zusammen gesucht und hangel mich so von gratis Vokabel zu gratis Vokabel. Ja, professionell ist anders - ich weiß. Aber meine Zielsetzung ist es die 300 Wörter des HSK 1 Grundwortschatz einfach mal in 2 Jahren zu lernen. Also ganz sutsche wie der Nordfriese sagt. 


So ich werde Euch mal auf dem Laufenden halten :); schreibt doch mal in die Kommentare wie ihr so lernt, welche Erfolge ihr dabei habt und wie häufig Ihr für was lernt und wie viel Zeit Ihr zum Auffrischen verwendet.

Danke  

Dienstag, 16. September 2014

Latein lernen aber richtig - Wortschatzarbeit einige Ideen

Mehr als 60 Prozent der Fehler, die Schüler in Latein machen, sind bei den Bereichen zu finden, welche von der Wortschatzarbeit abgedeckt werden.  Der Aufbau eines Wortschatzes erfordert langwierige und schwierige Arbeit.
Den deutschen Wortschatz verwenden wir, ohne uns je darüber Gedanken machen zu müssen. Jedoch erfordert es viel Arbeit und Einsatz den Wortschatz in einer Fremdsprache aufzubauen.
Anders als in vielen anderen Fremdsprachen liegt ein Großteil der Wortschatzarbeit im Lateinunterricht darin die Formen zu beherrschen und den passiven Wortschatz zu vergrößern. Das kann ein riesiger Vorteil gegenüber den herkömmlichen Fremdsprachen sein. 

Man sollte sich die Forschungsergebnisse zu Nutze machen, laut denen über 70 Prozent der Vokabeln, die man sich erfolgreich merken konnte, in Zusammenhängen aufgenommen wurde. Somit ist es wichtig immer kontextgerecht zu lernen und sich von vielen alten Lernmethoden zu verabschieden. Die folgenden Methoden sind eine Anregung für Schüler und Lehrer um den Wortschatz zu pimpen und können sicher auch auf andere Sprachen übertragen werden.

Regeln für die Wortschatzarbeit

  • maximal 20 Lexeme
  • Neue Begriffe vor der Arbeit mit den Texten einführen
  • Form des Vokabelnsammeln sollte ab Klasse 7 individuell wählbar sein für die Schüler
  • mögliche Fehlerquellen immer schematisieren
  • ab Klasse 8 wird neuer Wortschatz präsentiert und erfragt


Von häufig zu selten lernen

Je nachdem wie weit man als Schüler im Stoff ist, kann es sinnvoll sein sich mit jenen Vokabeln am intensivsten auseinander zu setzen, die auch am häufigsten im Unterricht gebraucht werden. Es gibt die Möglichkeit sich am Bamberger Wortschatz zu orientieren, diesen findet man in der Wörterliste der Adeo Ausgabe. Leider ist dieser nicht nach Häufigkeit sortiert. Ich helfe mir indem ich die häufigsten Deutschen Begriffe beim Lernen der Fremdsprache hernehme. Das ist natürlich nur notdürftig, denn es sollte jedem klar sein, dass man das Wort ICH zwar im Deutschen oft verwendet, es jedoch im lateinischen Sprachgebrauch nicht so häufig anzutreffen sein dürfte.

whats app Vokabeln

Da ich auch immer das Problem habe, dass meine Schüler ihre Zettel Bücher und Hefte verlieren oder nicht vor Ort haben, habe ich mir überlegt was sie immer dabei haben. Und das ist das Handy. So haben wir eine Whats app Gruppe eingerichtet in welche ich immer die aktuellen Vokabeln einmal einspreche. Sie haben so die Möglichkeit den auditiven Kanal zum Lernen zu nutzen und sich in der Wartezeit auf den Bus oder in der Werbepause der Serie einmal kurz mit der heiß geliebten Materie zu befassen ohne gleich das ganze Lernmaterial auspacken zu müssen.
Ein Vorteil liegt auf der Hand: Sie mögen alles verlieren, aber ihr Handy verlieren sie nur sehr selten!

Worteblume

Nur lernen, das ist oft nicht genug. Die Zeit, welche man mit stumpfen auswendiglernen verbringt, kann man besser investieren, um den Lernstoff strukturiert und mit Arbeit am Wortschatz zu verinnerlichen. Ich nehme mir stets die Adeo Ausgabe vor und die Grafik (siehe Rand). Die Schüler sollen dann die Wortblumen mit Wörter aus diesem Wortfeld füllen. Beispiele für Begriffe in der Mitte:
  • Haus ( alles rund um Haus)
  • Krieg 
  • Töten
  • Dichtung
  • sprechen

reisen ... da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Eignet sich auch gut für die Arbeit zu Hause, wenn es darum geht Vokabeln zu lernen. 




Wortekalender

Ich schenke mir jedes Jahr zu Weihnachten einen Kalender, welchen es als Vorlage gratis im Internet gibt. Diesen bereite ich nach meinen persönlichen Bedürfnissen auf. Er enthält für mich auch immer die Aufgabe täglich ein neues Wort zu lernen, welches ich mir dann immer mal wieder für den kommenden Monat in die Kalenderfelder eintrage. Sicher kann man das auch gut vorbereiten und über den Kopierer legen. Dann kann man den Kids, bevor man sie in die Winterferien schickt mit diesem kleinen Präsent beglücken.
Beim Bestücken des Kalenders achte ich darauf, dass es sich um Wörter handelt, welche ich a) wiederholen muss, da ich sie immer vergesse und welche b) sinnvoll sind. Es handelt sich dabei stets um Begriffe aus dem Bamberger Wortschatz meist sogar aus den TOp 500, sodass diese besondere Festigung erfahren. 

Quellen http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/sommer_11/examensrepetitorium/protokoll_bralo.pdf
http://www.v-r.de/pdf/titel_leseprobe/1002838/978-3-525-26411-9.pdf
http://www.schule-ratgeber.de/materialien/download/490-methoden-und-techniken-der-wortschatzvermittlung.html
http://www.wneudecker.de/fadi/03-unterstufe/dat/wortschatz.pdf









Mittwoch, 3. September 2014

Vokabeln lernen wie ein Profi


Ihr habt einen Berg Lateinvokabeln von Eurer sadistischen Lehrerin aufbekommen. Diese Menge ist fast nicht zu schaffen. Wie gemein! Wie könnt Ihr es dennoch schaffen die Begriffe gut zu lernen und die alte Hexe mit einem super Text zu überraschen?

Die folgenden Tipps, sollen Euch dabei helfen. Folgt der To DO Liste  Schritt für Schritt und Ihr werdet die absoluten Lateinpros!! Gilt LOGO auch für andere Sprachen.



Nehmt Euch doch mal vor jeden Tag einige neue Vokabeln zu lernen. Wenn Ihr jeden Tag 10 neue Vokabeln lernt, habt Ihr am Ende des Jahres über 3000 Vokabeln. WOW. Doch bedenkt, der Bamberger Wortschatz hat gerademal 1200 Vokabeln. Das bedeutet, dass Ihr mit einer Lernmenge am Tag 5 Vokabeln bereits über 80 Prozent der lateinischen Lektüretexte erfolgreich bearbeiten könnt.

Also einigen wir uns auf sieben Vokabeln am Tag.

Geht wie folgt vor:

Mo oder Sonntag bekommt Ihr die neuen Vokabeln.

1. Sprecht einmal ALLE Vokabeln tuti kompletti aufs Handy. Dies wird nun Euer bester Freund. Beschränkt Euch dabei nicht auf die 70 Vokabeln, wenn Ihr 100 lernen sollt, dann sprecht die 100 Vokabeln ein.
Diese Audiodatei hilft Euch den auditiven ( also das Hören ) Kanal anzusprechen. Wir versuchen beim Lernen ALLE Kanäle zu bedienen, um den maximalen Erfolg zu erzielen.

2. Schreibt einmal ALLE Vokabeln der Woche auf
Wenn Ihr eine Übersicht habt, welche Vokabeln Ihr lernen müsst, dann ist das schon mal die halbe Miete. Schreibt diese Vokabeln in ein Vokabelheft und geht dann zu Schritt 3 über.

3. Einteilen in Tagespensum

Niemand kann 100 Vokabeln auf einen Streich lernen. Doch wenn man sich einen Riesenberg in viele kleine Portionen einteilt, dann kann man unglaubliche Mengen bewältigen. Unser Kurzzeitgedächtnis kann immer sieben Vokabeln zugleich behalten. Darum ist es gut die Rieseneinheiten immer in siebener Schritten ( + -2 ) einzuteilen.

4. Vokabeln abschreiben in kleinen Gruppen

Jetzt geht es ans Einprägen, Lernen, Bimsen und Pauken.
  • Schnappt Euch die Vokabeln und schreibt die Tagesvokabeln einmal ab
  • Jetzt sprecht die Vokabeln nach, immer zehn Durchgänge
  • dann schreib mal nur die lateinische Seite runter
  • jetzt versuche mal die deutsche Entsprechung dazu zu finden
  • und wieder abschreiben: Die erste einmal, dann die erste und die zweite, dann die erste, zweite und dann die dritte Vokabel und so weiter
  • Und wieder sprechen.
5. Lernt immer so 8 bis 10 Minuten und macht dann eine Pause. Wiederholt diese Lerneinheit 4 Mal am Tag

TIPP: Macht Euch eine Lernliste, wo Ihr die Lernettappen abharkt

Beispiel
- Montags Vokabeln vorbereiten und für die Woche protionieren
-Eine Lerneinheit vor der Schule (nach dem Frühstück ) 5 Minuten
- Eine Lernheit nach der Schule 9 Minuten
-Eine Lernheit vor oder nach dem Abendessen
-Eine Lernheit in den Werbepausen der Lieblingsserie ( das sind dann schon mehr als fünf Minuten :D)

Und ganz wichtig: Wiederholt die Vokabeln des vorherigen Tages immer noch einmal. Die müssen ins Langzeitgedächtnis

6. Visualisieren

Macht Euch zu den Vokabeln Bilder. Zum Beispiel das Wort
pugnare = kämpfen  malt Euch ein Bild dahinter

7. Lektionstexte zur Hilfe nehmen

Es kann hilfreich sein sich die Lektionstexte vorzunehmen. Wir merken uns Vokabeln dann, wenn Sie für uns einen Sinn ergeben. Und so ein Sinn kann darin bestehen den Text zu verstehen.
IM ZUSAMMENHANG LERNEN IST IMMER GUT

8. Und jetzt ACTION

Wer mit den Vokabeln arbeitet, der hat eine bessere Chance die Vokabeln zu behalten, als jene Lerner, die die Vokabeln nur runterleiern.
Darum solltet Ihr

  • Verben konjugieren
  • Nomen deklinieren
  • Adjektive deklinieren
  • Und vor allem die Vokabeln erstmal nach Wortart sortieren...

Zusammenfassend kann man sagen, dass Ihr
  • erstmal alles aufarbeitet
  • dann alles einteilt
  • dann lernt
  • und wiederholt
  • und mit den Vokabeln arbeitet



Sonntag, 10. August 2014

Wie lern ich denn Latein? Wenn es schon fast zu spät ist...

Über den Sinn oder Unsinn von Latein gibt es sehr kontroverse Meinungen und das ist auch gut so. Sicher entsprechen meine Tipps auch nicht den Meinungen von Lehrern, sondern sie sind aus der Sicht der Nachhilfe verfasst. Also der Profession, die sich damit befasst zu retten, was zu retten ist, wenn einmal die Noten im Keller sind.

Darum habe ich einmal meine wichtigsten Erkenntnisse aus der Praxis in einem kleinen Artikel zusammengefasst, in der Hoffnung sie mögen vielen Menschen weiter helfen, die Probleme mit Latein haben. Und das Eltern wieder Mut finden, wenn der Nachwuchs an den alten Römern verzweifelt.

Die meisten traten mit Freude an und haben ein oder zwei Jahre wirklich Spaß an dem Fach gehabt, bis, ja bis die Schule ihnen den letzten Funken Freude genommen hat, denn Schule fragt nicht nach Pubertät, Schule fordert Leistung, immer. Und besonders in Latein ist man schnell abgehängt, wenn man einmal nicht am Ball bleibt. Darum ist es wichtig, wenn schlechte Noten kommen, zu reagieren, nicht den Kopf zu verlieren und systematisch zu arbeiten.


Kann man noch was retten??

Ich kann Euch versprechen - man kann fast immer noch was retten. Gut, in zwei Wochen von einer sechs auf ne zwei.. das wird nicht gehen. Aber wenn man im ersten Halbjahr eine sechs hat, sind 2 bis 3 NOTEN mit

  • methodischer
  • konsequenter
  • motivierter
  • unterstützter und 
  • gehirngerechter Arbeit durchaus drinne.



Wie gehe ich vor?
Zunächst gilt es zu verstehen woraus Latein besteht: Es besteht aus

  • Vokabeln
  • Grammatik
  • Übersetzungstechniken


Letztere ist die Essenz aus den ersten Beiden Bereichen und setzt beide Bereiche voraus. Es nützt also nicht viel das Übersetzen zu trainieren, wenn man einen Akkusativ nicht von einem Ablativ unterscheiden kann.


Also wie mache ich das jetzt genau?
Grundlagen, Grundlagen, Grundlagen. Je nachdem in welchem Lernjahr man ist hat man mehr oder weniger aufzuarbeiten. Wichtig ist es aber mit den absolut notwendigsten Bereichen anzufangen und sich dann zur Kür vorzuarbeiten. Beim Wortschatz fängt es oft an. Ich kenne viele Schüler, die jedes Wort eines Textes nachschlagen müssen und darum weder Spaß an Latein haben noch sowas wie Erfolgserlebnisse entwickeln.

Es ist wichtig das man sich in kleinen Teilschritten dem Beherrschen der Grundlagen nähert und sich methodisch vorarbeitet. Das Setzen von Teilschritten hilft den Überblick zu bewahren, keine Berge aufzubauen und sich über die Teilerfolge freuen zu können.

Generell sollte immer in mehreren Kanälen (hören, sehen)  gelernt werden, von wenig zu viel.
Beim Wortschatz bedeutet das, dass ich immer mit dem MINIMALwortschatz anfange, das sind 300 Wörter, die essentiell sind. Sie decken bei Weitem nicht den geforderten Wortschatz ab, sind aber eine überschaubare Anzahl an Wörtern, die schnell Erfolgserlebnisse vermitteln und schon helfen besser klar zu kommen. Ich veranschlage 10 Wörter pro Tag, und zwar jeden Tag. So ist man nach 1 Monat schon mal ein kleines Stück weiter.

Diese sollten wie folgt gelernt werden

  • mit vokker ( einem Programm zum Vokabel lernen)
  • mit der Sprachnachricht ( ich lasse mir die immer einsprechen und über whats app schicken, so können die Schüler auch noch HÖREN)
  • auf einem Lernposter ( ein A3 Blatt machen, hier raufschreiben, ggf Bild dazu malen )
  • Lernzettel ( einfach auf ein Schmierblatt schreiben, das wird mehrfach am Tag abgeschrieben)
Wenn dieser Wortschatz sitzt, dann wage ich mich an den nächst größeren Wortschatz. Hierbei eignet sich ein Grundwortschatz ( am Besten wären ein Grundwortschatz, bei welchem die Wörter nach Wichtigkeit sortiert sind) oder auch ein Karteikartensystem, welches es schon günstig gibt


  • Grundwortschatz
  • Aufbauwortschatz

mit diesem sollte in gleicher Weise, TÄGLICH trainiert werden, man kann dies durch Lernspiele und online Übungen ergänzen
Der Gesamtwortschatz umfasst ungefähr 30 000 Lemma, eine unfassbare Menge an Worten, die man als Schüler sicher nicht lernen kann. Darum sollte auf einen fundierten Grundwortschatz gesetzt werden Diesen kann man problemlos im Lateinbuch finden ( meist alphabetisch hinten im Buch ).Die Wortlisten in den Lateibüchern umfassen schon die wichtigsten lateinischen Begriffe.


Jetzt  kommt die Grammatik ins Spiel. Die Vokabeln sollten ja 30 Tage lang geübt werden. Wir machen es immer so, dass wir uns die Vokabeln aus dem Minimalwortschatz schnappen und sie nach Wortgruppen sortieren. Dann geht es an die Praktische Arbeit:
Verben werden konjugiert
Adjektive und Nomen dekliniert
Pronomen werden auch gebeugt. So lernt man by the way die Grammatik und hat noch den Benift die Vokabeln zu festigen. Ich kann diese Methode nur empfehlen, weil sie schnell viel Wissen vermittelt.

Zum Üben von Übersetzung und CO empfehle ich das Buch noch mal strukturiert von A bis Z  durchzuarbeiten. Am Besten immer jeden Tag eine feste Arbeitszeit dafür einrichten. Wer schon etwas weiter ist und mit den Grundlagen nur Zeit verschwenden würde, der kann auch bei der Lehrkraft des Vertrauens nach Übungsmaterial fragen.

Das wichtigste Werkzeug ist aber

  • Konsequenz
  • Regelmäßigkeit
  • und kleine, erreichbare Teilziele, dann kann man es schaffen.


Die Grammatik übt man am Besten so

  • Lernposter machen
  • Anwenden auf den Minimalwortschatz / Grundwortschatz
  • Übungen aus dem Buch wiederholen
  • Übungen online anwenden
  • Lernkarteikasten anwenden


Sonntag, 13. Juli 2014

In den Ferien lernen? Wie geht es richtig?

Erholung muss sein, so viel ist klar. Das denken und empfinden alle Schüler, die sich durch das Schuljahr gequält haben. Endlich mal keine Verpflichtungen, keine Hausaufgaben, keine Lateinvokabeln und kein Gemeckere von den Eltern.

Die Ferien sind notwendig,

denn oft beschränkt sich der Schulstress nicht nur auf die Lerneinheiten. Die Schüler müssen erinnert werden, es kommt zu Reibereien in den Familien und viele, viele Stressoren treffen in der Schulzeit aufeinander. Hiervon brauchen die Kinder Entlastung. Und auch die Eltern. Dringend.

Aber, Ferien sollten auch sinnvoll genutzt werden. Wie man die Zeit frei von Schule nutzt und warum ETWAS lernen in den Ferien total sinnvoll ist, das möchte ich mit diesem kleinen Artikel aufzeigen.



Argumente für maßvolles Lernen in den Ferien

  • Vokabeln und andere Einheiten, die ins Langzeitgedächtnis müssen können während der langen Zeit vergessen werden
  • In den Ferien kommt kein neuer Stoff hinzu, man kann also prima das Versäumte oder nicht verstandene aufholen
  • Man kann sich in den Ferien den Stoff frei einteilen und gehirn gerecht lernen, also in kleinen Einheiten über den Tag verteilt
  • Lernen muss nicht stumpf und öde sein, in den Ferien hat man die Freiheit den Stoff anders aufzubereiten,um so mehr Spaß am Lernen zu haben
Wird in den Ferien wirklich so viel vergessen?Wie der Lehrer im unten verlinkten TAZ Interview schon ganz richtig sagt, nach den Ferien fangen die Lehrer in vielen Fächern, die auf Grundlagen basieren, erst mal wieder bei Null an. Der Grund dafür ist durch die  Vergessenskurve nach Ebbinghaus gut nachvollziehbar. Zwar vergessen wir  in den ersten Minuten nach dem Lernen die Inhalte am stärksten, jedoch verlernt man zwischen dem 1. Lerntag und dem 31 Tag immerhin noch 15 Prozent der Inhalte. Wenn man einen Wortschatz von 2000 Wörtern in der Fremdsprache  annimmt, dann sind das schon 300 Wörter, die man in den sechs Wochen vergisst.
Was soll das Lernen in den Ferien bewirken

  • Vergessen vorbeugen
  • Vergessen verhindern
  • Lücken aufarbeiten
  • vorhandenes Wissen festigen
  • Lernen lernen 


Wie sollte in den Ferien gelernt werden?
Im Alltag der Schule orientiert man sich leider (!!!!!!!!!!!!!!) nicht daran was für das Lernen am Besten ist, sondern man organisiert den Schultag so, dass er sich praktisch abarbeiten lässt. Das Lernen ist organisations- und lehrerzentriert keinesfalls so gestaltet, dass es Schülern perfektes Lernen ermöglicht. Darum sind die Ferien eine super Zeit um schönes, befriedigendes, gehirngerechtes Lernen zu realisieren und  den Kindern so neue Lernerfahrungen zu ermöglichen.

Darum sollte man einige kleine Tipps umsetzen

  • Multimedial
  • mit allen Sinnen
  • in kleinen Häppchen
  • über den Tag verteilt 
  • und mit Belohnung lernen

Was kann man in den Ferien tun
Lernt Fächer auf die nach den Ferien wieder aufgebaut wird.
In allen Sprachen, in Mathematik und in Informatik bauen die Lerninhalte strickt aufeinander auf. Ebenso ist es in Chemie, wobei dies hier nur mit Einschränkungen gilt.
Bei den anderen Fächern gibt es Grundlagen, welche man wiederholen sollte und Techniken die man verbessern kann. Aber fangen wir zunächst mit den Sprachen an. Doch vorher sollen wir uns man noch mal veranschaulichen was man vor dem Ferienlernen machen sollte.

Vorbereitungen für das Lernen in den Ferien

  • Erholung muss sein. Von sechs Wochen sollten drei frei sein
  • Stundenplan aufstellen. Gelernt werden sollte von MO bis FR und die Übungsfächer sollten sich abwechseln
  • Vokabeln sollten täglich auf dem Plan stehen
  • Die Lerneinheiten sollten über den Tag verteilt sein, drei Mal am Tag 15 Minuten sind besser als einmal am Tag 1 Stunde. 
  • Die Lerneinheiten sollten fest in den Tagesablauf integriert sein, zB nach dem Frühstück, einmal Vokabeltrainig. Nach dem Mittagessen eine kleine Mathelerneinheit und vor dem zu Bett gehen ( wann auch immer das ist ) noch mal ein Text aus dem Buch lesen.
  • Belohnung festlegen. Gaaanz wichtig. Wir gehen doch auch nicht für Luft und Liebe zur Arbeit, erwarten aber von den Schülern das sie es tun. Ein heiß ersehntes PS, XBOX oder PC Spiel kann schon wahre (Motivations)wunder bewirken.
  • Ein Tipp von der Lerntherapeutin Marleen Liesen: Drucken Sie das Gamecover aus und schneiden Sie es in Stücke. So viele Stücke wie Lerneinheiten vorgesehen sind. Nach jeder Lerneinheit erhält der Schüler ein Stück von dem symbolischen Cover und hat so sein Ziel im wahrsten Wortsinne immer vor Augen. Das funktioniert auch mit dem Bild vom Traumkleid aus dem Katalog, oder, oder, oder...



Sprachen in den Ferien lernen
Endlich haben wir das, was man für ein effektives Lernen braucht: Ein entspanntes Gehirn. Für das Lernen von Sprachen gibt es viele Möglichkeiten, jedoch teilt man es generell in 3 Bereiche:
  • Vokabeln lernen
  • Grammatik lernen
  • praktische Anwendung


Für das Lernen von Vokabeln empfehle ich täglich eine Lerneinheit von fünf Minuten pro Sprache einzubauen und die Vokabeln auf mehrere Wege zu üben:
auf den PC und das Handy einsprechen ( immer die Vokabel, kleine Pause, dann die Übersetzung so kann man das mitsprechen ), Vokabeln in Vokker einschreiben und so online üben, Vokabeln aus Spickzettel bringen und die überall mit hin nehmen zum Üben. 


Grammatik lernen

das kann man am Besten online. Es gibt viele tolle Seiten zu verschiedenen Sprachen, aber auch im Buch findet man Erklärungen. Generell sollte man sich erstmal die Theorie aufschreiben: Also bei simple past wird 2. Form der unregelmäßigen Verben oder -ed genommen. Dann die Ausnahmen : He, she, it "S" muss mit
und dann ein Beispiel
he went
I liked ..
usw. 

die praktische Anwendung macht am meisten Spaß:
  • lest Wikipedia Artikel
  • schaut Fernsehen
  • guckt Euch bei you tube videos in der Zielsprache an
  • und konsumiert Zeitungen aus dem Land ( gibts alles online)

so lernt man ganz  nebenbei die Sprache, der Wortschatz wird vergrößert und man erfährt viel über das Land.

Mathe in den Ferien lernen
Hier wird es schon schwieriger, wenn Papa nicht gerade Mathelehrer ist. Oft hat man als Elternteil auch Probleme zu erkennen welche Grundlagen wichtig sind und welche nicht, wie man den Stoff richtig vermittelt und wie viel lernen wirklich notwendig ist.
Ich rate dringend bei Unsicherheiten Leute von Außen hin zu zu ziehen. Die Lehrer sind mit Sicherheit auch gerne bereit, wenn man sie nett fragt, Material mit in die Ferien zu geben. Das wäre immer die beste Variante, da der Lehrer seine Schüler am besten kennt und auch weiß welche Inhalte bis zum nächsten Schuljahr verinnerlicht werden müssen.
Nachhilfe hinzuziehen, das ist auch immer gut. Wir bieten Ferien Nachhilfe Online an:
Email genügt HilkeUnglaubeÄÄÄÄÄTTTgmx.de

das @ Zeichen  habe ich wegen der SPAMER herausgenommen.
Alternaiv kann man sich auch an örtliche Institute wenden, diese bieten oft Feriennachhilfe an, bei denen Grundlagen und Problemfelder gezielt bearbeitet werden.

Ich verlinke hier einmal Bücher, die sich perfekt für das Nacharbeiten eignen, verlinkt nach Klassenstufe

Einsternheft Band 1
Einsternheft Band 2
Einstern Heft Band 3
Einsternheft Band 4

Duden - Einfach klasse: Mathematik 5. Klasse
Duden - Einfach klasse: Mathematik 6. Klasse
Besser in Mathematik - Gymnasium 7. Klasse - Cornelsen Scriptor
Wissen - Üben - Testen: Mathematik 8. Klasse
KomplettTrainer Gymnasium Mathematik 9. Klasse: Buch mit Online-Übungen
Klassenarbeiten Mathematik / Mathematik 10. Klasse: Gymnasium G8

Hauptschule Prüfungsvorbereitung
Realschule Prüfungsvorbereitung
Abiturprüfungen und Training

Nebenfächer in den Ferien lernen

Manchmal kann man einfach wenig für das nächste Schuljahr machen. In Geschichte kann man evtl. Daten auswendig lernen, in Chemie kann man die Grundlagen lernen, in Biologie das Gelernte noch mal wiederholen, aber so richtig prall ist das auch nicht.
Ich rate dringend davon ab in den Ferien für das neue Schuljahr vorzulernen. Zum Einen bringt das nix, weil man kein ganzes Schuljahr in sechs Wochen lernen kann, zum Anderen lernen Lehrer wie man Inhalte vermittelt ( das nennt man Didaktik ) und setzten sich jahrelang damit auseinander. Lernt man selbst vor, so kann man den Lernweg versperren oder schlimmer noch, Sachen falsch memorieren.


Die Ferien als Startrampe für ein perfekten Schuljahresbeginn nutzen

In den Ferien ist es auch eine gute Zeit, um endlich einmal ungestört Bilanz ziehen zu können. Was lief gut im letzten Schuljahr, wo kann man noch was besser machen. Achtung, es geht nicht um Kritik. Sondern es geht um eine bessere und stressfreiere Lernumgebung für das nächste Schuljahr.
Damit diese Fragestellung gelingt, habe ich hier einmal ein paar Beispielfragen vorbereitet:
  • Ist der Arbeitsplatz gut ausgestattet?
  • Sind genug Materialien da ( Textmarker, Karteikarten, Bleistifte, etc)
  • Gibt es Bücher zum Nachschlagen ( Duden, Englisch Lexikon )
  • ist ein Wochenplaner vorhanden ( Stundenplan)
  • gibt es einen OrgaKalender ( Timer, hier können Klassenarbeiten und wichtige Termine eingetragen werden)
  • Wie ist es mit der Freizeitgestaltung, bleibt da Zeit zum Lernen?
  • Wurde im vergangenen Schuljahr Druck von Seiten der Eltern aufgebaut?
  • Welche Hilfen kann man dem Kind geben, damit sich die Leistungen stabilisieren, verbessern?
  • Braucht man externe Hilfe?


Liebe Eltern, bitte kennt Eure Grenzen

Ich möchte niemandem, wirklich niemandem zu nahe treten. Aber ich arbeite seit Jahren in der Nachhilfe, kann den meisten Schulstoff wirklich aus dem FF und doch habe ich manchmal Aufgaben vor mir, die ich nicht lösen kann. Wie es Eltern geht, die eigentlich schon in der Schulzeit mit Mathe auf Kriegsfuß standen, es dann 10 Jahre nicht gemacht haben und nun ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen wollen, das mag ich mir nicht vorstellen.
Denkt bitte dran liebe Eltern, dass man Sachen auch falsch lernen kann und das Kinder nur wirklich dann weiter kommen, wenn sie Hilfe von Menschen bekommen, die sich damit auskennen.

Wenn Ihr es also nicht sicher beherrscht, lasst es bitte, bitte, bitte, einfach sein und fragt Fachleute. Nachhilfe gibt es schon ab unter 20 Euro die Stunde. Wer es finanziell nicht so gut hat, dem schlage ich vor eine Nachhilfestunde zu nehmen und sich Material geben zu lassen. So kommt man ggf. auch mit einem geringen Maß an Stunden über die Ferien und kann sich sicher sein, dass der Stoff auch richtig gelernt 
wird.

Quellen

http://www.taz.de/!101945/
http://de.wikipedia.org/wiki/Vergessenskurve#mediaviewer/Datei:Vergessenskurve.png Rdb - selbst gezeichnet
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