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Freitag, 23. Januar 2015

Kreativitätstechnik : Collective-Notebook



Das Brainstorming ist inzwischen fast jedem Schüler oder Lehrer ein Begriff. Häufig kommt es beim Brainstorming in der Gruppe aber zu Störungen. Sei es das Vorschläge schon vor Ende der Zeit von der Gruppe abgelehnt wurden oder das soziale Unstimmigkeiten einen ungehinderten Ideenfluss behindern. Eine gute Alternative zum konventionellen Brainstorming bietet die Collective Notebook Methode. Diese hilft den Schülern Ideen zu sammeln und die soziale Reibung unter den Teilnehmern zu minimieren.

Die Grundidee des Collective Notebook Verfahrens

Bei der Methode des Collective Notebook handelt es sich um eine Kreativitätstechnik, die mit den Techniken Brainstorming, Methode 635 und Brainwriting verwandt ist. Es handelt sich um eine Abwandlung dieser Methoden.

Für die Anwendung dieser Methode braucht man mindestens zwei Teilnehmer. Der Zeitraum kann sich über 2 bis 4 Wochen erstrecken.

Es handelt sich um ein Verfahren, um Ideen zu sammeln. Die  Teilnehmer sollen über einen gewissen Zeitraum hinweg ein Notizbuch bei sich haben, in dem sie die Ideen und Ansätze sammeln. Als Variante kann auch ein einziges gemeinsames Notizbuch geführt werden. 

Auf der ersten Seite dieses Notizbuches steht die Problemstellung, welche in den folgenden Diskussionsbeiträgen diskutiert werden soll.
Zu einem bestimmten Zeitraum trägt man die Ideen der Gruppe zusammen, diskutiert sie und wertet sie aus.

Zutaten
  • mehr als 2 Teilnehmer
  • unbegrenzt viele Teilnehmer können mitmachen
  • einen Koordinator
  • Notizbücher in ausreichender Anzahl, sie sollten klein genug sein, dass sie in jede Tasche passen.
  • Alternativ zu den Notizbüchern können auch Mobiltelefone eingesetzt werden. Jedes Smartphone verfügt über entsprechende Funktionen
  • Worksheet, auf welchem die Problemstellung erklärt ist
Variationen

Anwendungsgebiete

Wann immer komplexe Probleme gelöst werden müssen ist diese Methode die richtige Wahl. Es kann auf viele Themengebiete und Anwendungen übertragen werden. Vom technischen Projekt bis zur Buchbesprechung oder dem Schreibprojekt sind unglaublich viele Anwendungen vorstellbar.


Die Vorteile der Collective-Notebook Methode
  • Die Teilnehmer müssen nicht zur selben Zeit am selben Ort sein.
  • Die Methode eignet sich gut für das E-learning
  • Komplexe Probleme können hiermit besprochen werden
  • Die Teilnehmer haben keinen Zeitdruck ( anders als beim Brainstorming)
  • Keine gegenseitige Beinflussung der Teilnehmer
  • Keine gemeinsame Arbeit notwendig
  • Teilnehmer müssen nicht die selbe Sprache sprechen
  • Ideen können dann gesammelt werden, wenn man sie hat ( eine größere Ausbeute)
  • Die Methode verhindert die Beschneidung von Ideen während der Ideen Findungs Phase
  • Das Ideensammeln ist auf einen längeren Zeitraum angelegt und kann so auch als Projektleitfaden für umfangreichere Arbeiten verwendet werden
  • Die Ideen, welche in Phasen der Entspannung auftauchen, gehen nicht mehr verloren
Die Nachteile der Collective - Notebook Methode
  • Die Methode dauert sehr lange
  • Kein Austausch unter den Teilnehmern
  • Unsoziale Methode
  • Kreativer Prozess findet nur Solo statt ( keine Bereicherung durch andere Teilnehmer )
  • Das Verfahren erfordert Durchhaltevermögen 
  • Das Verfahren erfordert Disziplin ( immer Noitzbuch dabei haben )

Ablauf der Ideen und Lösungsfindung mit der Collective Notebook Methode

  • Vorbereitungsphase

In der Vorbereitungsphase werden die Teilnehmer ausgewählt und die Notizbücher vorbereitet. Die Vorbereitung umfasst das Formulieren der Problemstellung und das Aushändigen der Bücher. Bei der Vorbereitung sollte man darauf achten, dass die Problemstellung von allen Teilnehmern verstanden wurde und das sie klar formuliert worden ist.
  1. Problemstellung formulieren
  2. Teilnehmer auswählen
  3. Notizblöcke vorbereiten

  • Durchführungsphase

In der Durchführungsphase notieren die Teilnehmer ihre Einfälle in die Notizbücher. Diese Phase läuft bei den Teilnehmern unabhängig voneinander ab und erstreckt sich über einen vereinbarten Zeitraum. Die Teilnehmer sollen immer dann Notizen machen, wenn Sie gute Einfälle haben. 
  1. Notizen auf den vorbereiteten Blöcken machen
  2. Spontane Eintragungen
  3. Tägliche Eintragungen
  4. Zusammenfassung und Resümee
  • Auswertung
Die Auswertung erfolgt an einem vorher vereinbarten, gemeinsamen Termin. Hier tragen die Teilnehmer zunächst ihre Ideen vor. Aus diesem großen Fundus an Ideen können dann die Vorschläge zur Problemlösung erarbeitet werden, welche in die Fragestellungen für neue Collective Notebook Runden begründen können. 
  1. Zusammenfassungen abgleichen
  2. Notizen durchsehen
  3. Basisvorschläge zur Problemlösung erarbeiten
  4. Konzepterstellung in gemeinsamer Gruppensitzung


Quellen
  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Collective-Notebook
  2. http://wiwiki.wi-inf.uni-essen.de/space/Kreativit%C3%A4t/Kreativit%C3%A4tstechniken/Collective+Notebook
  3. http://xn--kreativittstechniken-jzb.info/collective-notebook/
  4. http://www.gruenderlexikon.de/magazin/die-collective-notebook-methode-anwenden-und-geschaeftsideen-generieren
Bildquelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Notizbuch#mediaviewer/Datei:Remember_notebook.jpg   Adam Mayer - remember notebook

Samstag, 20. September 2014

10 Fakten über das Lernen

1. Vokabeln werden nicht einfach nur gelernt
Lange dachte man, dass stures Pauken dazu führt, das Vokabeln gelernt werden. Jedoch haben Forschungen ergeben, dass 70 Prozent der memorierten Vokabeln in sogenannten Chunks gespeichert sind, also nur im Zusammenhang aufgenommen wurden. Dies zeigt, dass es mehr bringt nach der Methode learning by doing zu verfahren, wenn man einen Wortschatz aufbauen will. Quelle Bildungsserver Berlin.

2. Acht Stunden Schlaf
Laut Untersuchungen sollen acht Stunden Schlaf genau richtig sein.

3. Ruhepausen helfen
Entgegen der Realität in der Schule, nach der man die ganze Stunde ( am besten noch ne Doppelstunde ) da sitzten soll und aufmerksam zuhören soll, ist es besser sich zwischendurch immer mal wieder auszuruhen und abzulenken. Dadurch wird die Aufmerksamkeit aufgefrischt und der Lernerfolg ist besser und größer

4. AHA Erlebnis

Sorgt bei jeder Lerneinheit mindestens einmal für ein AHA Erlebnis, so könnt Ihr sicher sein, dass Dopamin ausgeschüttet wird und das Lernen einfach glücklich maht.


5. Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt
Man kann sich nicht ewig konzentrieren. Das wissen Schüler und Lehrer und die Ministerien wollen es einfach nicht wahr haben. Kein Mensch (und erst recht kein pubertierender Schüler ) kann sich länger als dreißig Minuten am Stück konzentrieren.

Jeder muss seinen eigenen Lernweg finden 
6 Lernen ist es eigenverantwortlicher, individueller Prozess

Darum sollte man beim Lernen

  • aktiv
  • aufmerksam
  • und mit Power dabei sein



7. Jede Unterrichtsstunde zählt

Die Lehrprozesse sind darauf angelegt das Wissen im Unterricht zu vermitteln und zu Hause zu wiederholen. So sollte man dann auch arbeiten.


8. Nicht der Lehrer bestimmt das Lernen, sondern DU
Wir können uns da  vorne auf den Kopf stellen. Wenn Du nicht lernen möchtest, dann können wir es leider nicht erzwingen. Lernen ist ein Prozess den Du allein in der Hand hast. Wir als Lehrkräfte können einen Rahmen schaffen, in welchem Lernen für Dich optimal ist. Die Bereitschaft, den Willen und Ehrgeiz musst Du mitbringen!

9. 24 Stunden Regel

Man merkt sich dann Inhalte besser, wenn die erste Wiederholung des Stoffes nach Ablauf von 24 Stunden liegt. Darum sollte man sich einen Tag Zeit lassen, bis man die Inhalte des Tages noch einmal auffrischt.


10 Kombinieeere, kombinieere

Es ist hilfreich mehrere Lerntechniken miteinander zu kombinieren, um so den optimalen Lernerfolg zu erzielen. Ich werde hier auf dem Blog viele Lerntechniken und -methoden vorstellen, sodass sich jeder das passende heraus suchen kann.




http://www.fachschule-gartenbau.de/tl_files/pdfs/lernen-lernen.pdf
http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/unterrichtsentwicklung/Durchgaengige_Sprachbildung/Publikationen_sprachbildung/sprachsensibler_fachunterricht/4_Sprachsensibler_Fachunterricht-Englisch.pdf
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