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Montag, 30. Oktober 2017

Das Stufenmodell - Überführung von deklarativem Wissen in prozedurales Wissen

Bevor ich auf das Stufenmodell zur Überführung von deklarativem in prozedurales Wissen eingehe möchte Begriffe deklaratives Wissen und prozedurales Wissen kurz definieren.


Deklaratives Wissen

Als deklaratives Wissen bezeichnen wir jenes Wissen was wir auch als Faktenwissen einstufen können. Es geht darum Sachverhalte als Know That zu benennen. Das deklarative Wissen lässt sich sehr einfach in Sprache zusammenfassen und kann verbalisiert werden.

Prozedurales Wissen

Beim prozeduralem Wissen geht es um das Können. Hier wird deklaratives Wissen vorausgesetzt. Dies bildet die Basis für das prozeduale Wissen.

Stufenmodell der Überführung von deklarativem zu prozedurales Wissen

Das Stufenmodell geht genau von dieser Annahme aus, nämlich, dass die Überführung von deklarativem in prozedurales Wissen über die drei aufeinander aufbauenden Stufen erfolgt. 

Die erste, auch kognitive Stufe genannt beinhaltet das Erlernen der Fertigkeit über das Wissen des genauen Ablauf der Tätigkeit. Hierbei wird der Ablauf genau beschrieben und die Hintergründe werden in dieser Stufe erläutert.

In der zweiten Stufe, der Wissenkomilation wird die Fertigkeit ausgeführt. Hier wird die nächste Übung an die erste Übung angeschlossen und die Fertigkeit wird in ihrem Ablauf durchgeführt. Die Ausführung läuft nun problemsloser ab und die Ausführung der Tätigkeit erfordert nicht mehr länger den Rückgriff auf das deklarative Wissen.

In der Stufe Drei, der letzten Stufe  wird die Fertigkeit automatisiert und das Lernen der Fertigkeit ist nun gar nicht mehr an das deklarative Wissen gebunden. Der Lernende müsste stark überlegen, um sein Handeln in Worte zu fassen, so sehr ging das Deklarative in das Prozedurale Wissen über. 

http://www.ruhr-uni-bochum.de/biopsyseminare/data/studentenprojekte/seminar-lernen_ws0102/Wissenserwerb_0701/Katharina/Uni/Wissenserwerb.htm
http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/prozedurales-wissen/11947
https://zlb.uni-due.de/wiki/index.php?title=Deklaratives_Wissen
https://zlb.uni-due.de/wiki/index.php?title=Prozedurales_Wissen



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Montag, 31. Juli 2017

Übungszeit und Lernerfolg

Viele Eltern fragen sich wie lange man üben sollte, um einen guten Lernerfolg zu haben. Die Gedanken, dass man die private Lernzeit an der Schulzeit orientieren sollte, scheint nicht von ungefähr zu kommen. Doch ist die Lernzeit in der Schule wirklich optimal strukturiert oder sind die Stunden hier eher aus anderen Gründen so geschaffen? Diese Fragen möchte ich einmal beantworten und weitere Fragen aufwerfen.

Was ist Lernen

Auf ein Leben gesehen besteht das Lernen aus zwei Strömen. Dem Wissenstrom, der in den Kopf hinein gelangt von Außen und dem Vergessensstrom, der die aufgenommenen Informationen dann wieder aus dem Gehirn aussortiert, um den Platz frei zu machen für neues Wissen.

Die Schulstunden

Einige Eltern fragen sich, ob man nicht die Lernzeiten, welche man für sein Kind in der heimischen Stube organisiert, so strukturieren sollte wie in der Schule. Hier dauert ja eine Schulstunde meist 30 bis 45 Minuten, oft zu Doppelstunden zusammengefasst. Macht es so denn nicht Sinn das Kind auch noch einmal zu Hause an den Küchentisch zu setzen und diese Stunden an den schulischen Gegebenheiten zu orientieren?

Lernen vs. Oberkellnerlernen

In den Schulen wird häufig etwas gefördert, was man gerne auch Oberkellnerlernen nennt. Hierbei lernen die Schüler sich Informationen an zu eigenen und sich diese auf einen kurzen Zeitraum hinweg zu merken. Sie lernen zum Beispiel die Hauptstädte der Bundesländer am Montag und Dienstag, nur um sie in der Klausur am Mittwoch gut auf das Papier zu bekommen. Dies bringt ihnen nachvollziehbarer Weise für das spätere Leben recht wenig. Sie bilden sich nicht, im Sinne von Ausbildung und Weiterentwicklung, sondern meistern so einfach nur die nächste Klausur. Das mag dann auch für die Noten funktionieren und in einigen Nebenfächern ist eine solche Strategie durchaus erfolgreich, jedoch wird es in Fächern in denen alles zusammen hängt, wie Mathematik fatal. Da muss das Wissen verstanden und wiederholt, gefestigt und angewendet werden, um erfolgreich zu sein.

Quellen
http://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/2e-imix-t-01/user_files/personal/nestle/allgemein/ler.htm

Montag, 1. Mai 2017

Was versteht man unter Ermöglichungsdidaktik?

Diese recht neue Pädagogik Richtung hat ein komplett anderes Verständnis der Lehrerrolle, als es in herkömmlichen Modellen der Fall ist. Sie geht auf den Kaiserlautener Pädagogikprofessor Rolf Arnold zurück, dessen Erkenntnisse die Basis für diese Form des Lehrens und Lernens bildet.

Merkmale
  • Lehrer ist Ermöglicher
  • Selbstgesteuerter Lernprozess
  • Lernangebote statt strukturiertem Unterricht
  • Begründet von Rolf Arnold
  • Individuum kann zeitlich und räumlich selbstbestimmt lernen
  • Keine festgelegten Abläufe
  • Gegenteilige Annahmen zur Belehrungsdidaktik



Wie wird das Lernen erzeugt

Die Ermöglichungsdidaktik hat einen etwas anderen Ansatzpunkt, als dies bei konventionellen Modellen der Fall ist. Hier soll das Lernen nicht von Außen in den Kopf gebracht werden, sondern ist vielmehr ein Innerlicher Prozess. Das Lernen ist ein Vorgang, welcher nach der Lehre der Ermöglichungsdidaktik primär innen abläuft und von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann. 

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Das Lernen in der Ermöglichungsdidaktik

Das Lernen wird in dieser Form der Didaktik als ein aktiver Prozess gesehen, welcher primär im Inneren des SuS abläuft. Hier soll der Lernende das nehmen, was ihm der Lehrer als Ermöglicher für seinen Lernprozess bereit stellt und den Prozess des Lernens selbst aktiv und individuell durchlaufen. Während der Lernprozess in der Belehrungsdidaktik komplett strukturiert und geplant ist, ist das Lernen im Fall der Ermöglichungsdidaktik komplett frei.



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Jeder Mensch ist anders

Beobachtet man den herkömmlichen Schulunterricht, so stellt man schnell fest, dass die gleich Umgebung und das gleiche Setting nicht dazu führt, dass man gleiche Ergebnisse erreichen kann. Im Gegenteil :So erzeugt die gleiche Umgebung mit den gleichen Lernangeboten und dem gleichen Lehrer von Mensch zu Mensch sehr unterschiedliche Ergebnisse. Lernen ist somit ein zutiefst individueller Prozess, der nicht nur im Außen ablaufen kann. 

Der Lehrer in der Ermöglichungsdidaktik

Der Lehrer ist nicht mehr nur der Dozent, welcher seinen Lehrstoff herunterbetet in der Hoffnung, dass der Eine oder Andere etwas daraus mitnehmen möge, sondern gilt als Ermöglicher. Dieser soll den Schülern die Möglichkeiten zur Selbstorganisation bereit stellen und die Grundlage für das Lernen herbeiführen.

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Integration von Elementen aus der Autodidaktik und der Belehrungsdidaktik

Die Ermöglichungsdidaktik ist nicht isoliert zu sehen, sondern integriert von Haus aus Elemente aus 
den verschiedensten didaktischen Teilbereichen. Dies ist dadurch bedingt, dass auch ein selbst gesteuerter Lernprozess speziellen Mechanismen gehorcht, die im Zuge der Ermöglichungdidaktik aufgegriffen werden. Der Lehrer ermöglicht in der Ermöglichungsdidaktik verschieden Wege aus denen der Schüler wählen kann. Solche Wahlmöglichkeiten stellt man den Lernden in anderen didaktischen Sichtweisen nicht. Weder in der Autodidaktik noch in der Belehrungsdidaktik stehen Wahlmöglichkeiten für die Schüler frei. 

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Lebenslanges Lernen

Wer sich mit Hilfe der Ermöglichungsdidaktik Wissen aneignet, der liegt ganz im Sinne der ausgerufenen Devise des lebenslangen Lernens. Demnach hört das Lernen und das Aneignen von Wissen nicht mit dem Ende der Lehre oder der Schullaufbahn auf, sondern der Arbeitnehmer hat die Aufgabe seine Employability, also seine Einsetzbarkeit im Berufsleben durch lebenslanges und regelmäßiges Lernen zu verbessern und aufrecht zu halten. 

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Rolf Arnold

Der Begründer der Ermöglichungsdidaktik ist Rolf Arnold, der mit seinen Annahmen über das Lernen und mit seiner Perspektive auf die Lernenden das Lernen veränderte. Der Pädagogik Professor, der an der TU Kaiserslautern lehrt, wurde mit seinen Publikationen zu einer wichtigen Größe der Lernlandschaft. 
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Quellen
  • https://www.managerseminare.de/Datenbanken_Lexikon/Ermoeglichungsdidaktik,185627
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Arnold
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Dienstag, 30. Juni 2015

Serie Lerntheorien - Behavorismus

Der Behavorismus ist eine ssehr bekannte Lerntheorie. Im folgenden Artikel möchte ich diese Lerntheorie kurz vorstellen, ihre Annahmen darstellen und wichtige Vertreter nennen. In der Serie Lerntheorien habe ich bereits eine Übersicht über die Lerntheorien gegeben und mich schon mit dem Konnektivismus auseinander gesetzt. Der Begriff Behavorismus leitet sich vom englischen Wort behavior für Verhalten ab. 




Was ist der Behavorismus?

Der Behavorismus basiert auf den sichtbaren und messbaren Vorgängen, die sich vollziehen während das Indivdiuum lernt. Die Annahmen des Lernen basieren auf Experimenten und Messungen, aus welcher sich die Theorien des Behavorismus bilden.

Der Behavorismus geht davon aus, dass Lernen die Reaktion auf einen Stimulus ist. Lernen wird hierbei als eine Art Black Box gesehen: Man sieht dabei was hineingeht und was hinauskommt, aber welche Vorgänge sich im inneren abspielen, das wird im Behavorismus nicht erklärt.

Man erschuf den Behavorismus als Gegenreaktion auf die deutsche Strömung, die mit dem Funktionalismus begann. Dem ging eine introspektive Psychologie voraus ( eine Selbstbeobachtende Psychologie ). Diesen selbstbeobachtende Aspekt nahm der Behavorismus komplett aus seinen Überlegungen heraus.

Das Verhalten wird über bekräftigende oder abschwächende Faktoren erklärbar gemacht. Grundlegend strebt das Individuum, egal ob Mensch oder Tier, danach Lust zu erhalten. Es wird also jene Vorgänge häufiger durchführen, die mit einer Belohnung versehen sind. Diese kann im Glücksgefühl oder in anderer Form liegen. Vorgänge die Unlust erzeugen werden nach der behavoristischen Theorie vermieden. So entsteht das Verhalten als das Resultat von Belohnung / Lust und Strafe / Unlust. Lehrende können mit Hilfe dieser Faktoren Einfluss auf das Verhalten der Lerndenden nehmen.

Hierbei kann man sich das Lernen wie bei einem Computer vorstellen. Der Reiz trifft auf den Probanden, dieser wird nach den Grundannahmen verarbeitet und der Proband reagiert. Also Proband sieht Nadel, auf der Festplatte war Nadel = Angst gespeichert, Proband zeigt Angst. Auf die Festplatte wird mit Hilfe von Konditionierung geschrieben. Je eindrucksvoller ein Reiz ist, desto intensiver ist die Reaktion, wenn er erneut auftritt.


Als Lerneinflüsse kommen Reize in Form von Belohnung oder Strafe in Frage. Man geht davon aus, dass der Mensch immer Belohnung sucht und Strafe vermeidet. Das Gelernte wird im Gedächtnis gespeichert, dies kann man sich als eine Art Festplatte vorstellen, von welcher Informationen abegerufen werden können.

Lernen im Behavorismus überlässt dem Lehrer die Kontrolle über die Vorgänge des Lernens. Auf Grund der Tatsache, dass es sich beim Behavorismus um die Annahme handelt, dass Lernen über Reize und Reaktionen ( oder auch Reflexe ) handelt, wird diese Lerntheorie auch als russische Reflexologie bezeichnet. Gemeinsam mit dem amerikanischen Behavorismus bezeichnet man dies als objektive Psychologie.

Man distanzierte sich in dieser Lerntheorie deutlich von den Annahmen der Bewusstseinspsychologie.


Merkmale des Behavorismus sind

  • experimentelle Methoden
  • messbares Verhalten der Organismen
  • keine Selbstbeobachtung erlaubt
  • sollte Vorraussetzung der effektiven Beeinflussung von Mensch und Tier schaffen
  • Menschenbild ist mechanisch
  • Menschenbild ist deterministisch. 



Wie wurde der Behavorismus etabliert?

Der russische Physiologe Pawlow machte bei seinen Versuchen umfangreiche Entdeckungen zum Thema Konditionierung. Angeregt von ihm schrieb Watson im Jahr 1913 "Psychologie, wie der Behavorismus sie sieht" und war damit der Begründer des Behavorismus.


Grundlagen des Behavorismus

Einige der grundlegenden Theorien umfassen das klassische Konditionieren, das operante Konditionieren und das Modelllernen.

Klassisches Konditionieren

bezeichnet die Koppelung von Reizen ( Reinzkontingenz) mit einem Verhalten oder einer Emotion. Wenn zwei Dinge häufiger gemeinsam auftreten, kommt es zu einem Lernprozess, der klassischen Konditionierung.
Man unterscheidet die Reizgeneralisierung (  die konditionierte Reaktion folgt auf einen Reiz, der dem ursprünglichen Reiz ähnlich ist ) von der Reizdiskriminierung ( die konditionierte Reaktion kommt nur bei bestimmten Reizen vor ).
Man geht davon aus, dass konditionierte Reaktionen auch wieder verlernt werden können. Nach diesem Prinzip arbeitet die Verhaltenstherapie. Dies nennt man Extinktion.

Operantes Konditionieren 

Reize können auch ohne Zusammenhänge auftreten. Dieses, operante Verhalten, wird dann durch positive oder negative Einflüsse verstärkt oder abgeschwächt. Als Entdecker der Theorie gilt Burrhus Frederic Skinner, der im Jahr 1938 die Ergebnisse seiner Untersuchungen veröffentlichte.  Man geht davon aus, das sich Reize durch Belohnung oder Strafe verstärken lassen und abschwächen lassen. Die Personen zeigen ein Verhalten, das mit einem positiven Reiz einhergeht, häufiger als eines, dass negativ besetzt ist.
Beim sogenannten Premack Prinzip werden lustversprechende Tätigkeiten häufiger ausgefühlt, als solche, die Unlust hervorrufen.

Modelllernen

Ein Individuum beobachtet  bei einem anderen Individuum ein Verhalten. Dieses Verhalten verspricht für den Auführenden eine Belohnung. Der Beobachter wird diese Handlung auch ausführen, da sie eine Belohnung  verspricht.

Bekannte Vertreter des Behavorismus?

Die bekanntesten Vertreter sind Pavlow, Skinner, Thorndike und Hull, außerdem gehört Totman auch noch zu den bekannten Vertretern. Der Behavorismus war lange Zeit die führende Strömung in der Psychologie und nahm großen Einfluss auf die wissenschaftliche Arbeit.

Der russische Physiologe Pawlov leistete mit seinen Versuchen zur Konditionierung die Grundlagenarbeit auf welche Watson nachher seine Grundlegenden Theorien stützte. Dieser sah die Psychologie als Naturwissenschaft und wehrte sich dagegen, dass man den Focus auf innere Bewußtseinsvorgänge legte. Er wollte die Psychologie mehr als technische Wissenschaft verstanden sehen, bei der ein Vorgang ein klares Ergebnis erzeugt. Der Professor der Baltimor Univiersität in Boston sorgte dafür, dass der Behavorismus zur bestimmten Wissenschaftlichen Strömung der 1920 Jahre wurde.

Watson gilt als der Begründer des Behavorismus. Er griff Pavolows Erkenntnisse der klassischen Konditionierung auf und übertrug sie auf einen Versuch mit Menschen. Hierbei nahm er einen kleinen Jungen, Albert, der keine Angst vor Ratten hatte. Im Verlauf des Versuches führte er Albert die weißen Ratten kombiniert mit einem unangenehmen Geräusch vor. Schließlich erzeugte der Anblick von Ratten auch dann Furcht, nachdem ihm das schreckliche Geräusch nicht mehr dargeboten wurde. Watson erforschte neben diesen Gebieten auch den menschlichen Geschlechtsakt.

Skinner publizierte sein Hauptwerk 1953 und baute in groben Zügen auf Watsons Annahmen auf.  Er schloss im Gegensatz zu den anderen Vertretern dieser Strömung innere Vorgänge aber nicht aus. Skinner stellte aber fest, dass Aussagen über innerliche Vorgänge nie von Außen getroffen werden könnten. Er galt als der wichtigste Vertreter des radikalen Behavorismus. Seine Art zu forschen ist noch heute Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchen. Er versuchte messbare Gesetzmäßigkeiten im Verhalten der Lernenden ausfindig zu machen.


Was bedeuten diese Ansätze für das Lernen in der Schule?

  • Der Lehrende muss das Lernen steuern
  • Lehrende muss genaue Lernziele festlegen
  • Lehrender muss Lernschritte genau festlegen
  • Aufgabenstellung muss einfach sein = viele positive Rückmeldungen
  • Lerneinheiten im Lernmaterial sind in kleine, aufeinander aufbauende Lerneinheiten mit Rückmeldung unterteilt
  • Rückmeldungen des Lehrenden steuern den Lernprozess


Wo sind die heutigen Einsatzgebiete des Behavorismus?


Der Behavorismus bildet eine wichtige Grundlage der Verhaltenstheorie. Mit Hilfe von systematischer Desensibilierungen werden heute erfolgreich Ängste und Phobien behandelt und andere psychologische Erkrankungen oder Störungsbilder gemildert oder gebessert.

Die meisten Konzepte bei der Erziehung von Tieren beruhen auf den Prinzipien des Behavorismus und sind auf den Grundlagen von Reizen, Belohung und Strafen aufgebaut.

Im Sprachenlernen, im Sprachlabor und beim Selbstlernen von Sprachen werden die Annahmen des Behavorismus aktiv angewandt.

Grenzen des Behavorismus? Kritik am Behavorismus.

Der Behavorismus stützt viele seiner Theorien auf Versuche, welche entweder im Labor abgehalten wurden oder mit Tieren durchgeführt worden sind. Ein Vorwurf, den man immer wieder hört, ist das die Forschungsergebnisse nicht auf den "frei" lebenden Menschen übertragbar seien. Zudem verstoßen viele Versuche mit Menschen den ethischen Kritierien.

Man kann mit dem Behavorismus  nicht alles erklären. Die Lerntheorie kommt an ihre Grenzen, sobald es um das Erklären von höherem Denken geht.
Hinzu  kommt, dass der Behavorismus den Lernenden als passives Mitglied des Lernprozesses sieht. Am Lernenden wird gearbeitet, konditioniert und der Lernende reagiert nur. Es wird beim Behavorismus die Reaktion betrachtet, das Erleben, die Lernprozesse und die Verknüpfungen werden außer Acht gelassen.

Der Behavorismus führte um pädagogischen Optimismus, der davon ausging, dass man den Menschen durch Erziehung und Einwirkungen formen könnte ohne das die Genetik einen Einfluss auf den Menschen hätte. Diese Annahmen wurden aber sehr bald in Zwillingsversuchen widerlegt oder nur teilweise bestätigt. 


Quellen

  1. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/lernenbehavioristischesicht.html
  2. http://lehrerfortbildung-bw.de/moodle-info/schule/einfuehrung/material/2_meir_9-19.pdf
  3. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/klassischeskonditionieren.html
  4. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/modelllernen.html
  5. http://psychologie.fernuni-hagen.de/lernportal/Lernumgebung/HTML/Behaviorismus.html
  6. http://www.elearning-psychologie.de/behaviorismus.html
  7. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNEN/Behaviorismus.shtml
  8. http://psychologie.fernuni-hagen.de/lernportal/Lernumgebung/HTML/Behaviorismus.html
  9. http://www-user.tu-chemnitz.de/~mafran/lernenbehavioristischesicht.html
  10. http://www.elearning-psychologie.de/behaviorismus.html
  11. http://www.lernpsychologie.net/lerntheorien/behaviorismus
  12. http://de.wikipedia.org/wiki/Behaviorismus
  13. Edelmann, Lernpsychologie Belz Verlag

Dienstag, 5. Mai 2015

Serie Lerntheorien - Eine Übersicht über die Lerntheorien

Man kann Lerntheorien nach internen und externen Lerntheorien unterscheiden. Diese kann man noch einmal weiter unterteilen.

Die Internen Lerntheorien

Mental

  • Konstruktivsmus
  • Piaget
  • Leaning Style
  • Kontroll Theorie
  • Multiple Intelligenz


Physisch

  • Neurowissenschaft
  • Gehirn basiertes Lernen
  • Linke und rechte Gehirnhälfte


Externe Lerntheorien
Personal



Bezogen auf die Umgebung

  • Communites of Practies
  • Oberservatorial Learning



Dienstag, 31. März 2015

Was ist denn eigentlich Neurodidaktik?

Ich las diesen Begriff bei meinen Recherchen für den Blog und fand das sehr interessant. Neurodidaktik betrachtet lernen als Folge von Wahrnehmung. Bei der Neurodidaktik werden die Erkenntnisse der Hirnforschung verwendet, um das Lernen zu optimieren.



Was weiß man denn über das Gehirn ( nur mal einige ZDF genannt)


Man geht davon aus, dass das Gehirn lernen will. Was ja auch stimmt, denn lernen und speichern von Informationen hat dafür gesorgt, dass wir überleben konnten und in der Lage waren uns weiter zu entwickeln. Lernen war eine Überlebensstrategie, lange bevor es Schulen gab.
Dabei war es schon immer wichtig relevante Informationen von nicht relevanten Informationen zu trennen. Bei den unzähligen Einflüssen die jede Sekunde auf uns einwirken käme es sonst schnell zu einer Reizüberflutung, die uns überfordern würde. 

Zudem ist ein wesentliches Element des Gehirn und des Menschen, dass es stets schöne und angenehme Reize sucht und unangenehme Impulse gerne vermeiden will. Lernen muss also Spaß machen.

Aus diesem Wissen ergeben sich einige Konsequenzen für das Lernen und Lehren 

In der Konsequenz bedeutet das, dass sich Lernen und Lehren grundlegend ändern muss. Dies gilt auch für die Lehrbücher, die auf die Bedürfnisse der Lehrer zugeschnitten sind und nicht darauf wie man gehirngerecht, nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen, lernt.
Das menschliche Verhalten ist zunehmend wichtig.

Lernen sollte mehr über Vorbilder erfolgen, denn das Lernen durch Nachahmung ist tief in uns verankert und sehr effektiv. Zudem sollte man das Belohnungssystem, das mächtigste Element unseres Gehirns, mehr nutzen. Es wird durch Dopamin gesteuert.  Im Tegmentum sitzen die dompaminergen Zellen, welche die Erwartungen und das Ist vergleichen.


Angelehnt an diese kleinen Erkenntnisse werden wir eine Serie beginnen: Neurodidaktik erscheint nun immer unregelmäßig aber mit vielen Artikeln. Wir werden viele kleine Beiträge zum Thema schreiben, um eine Ausgewogenheit herzustellen. 

Dienstag, 20. Januar 2015

Serie Lerntheorien - Was ist denn eigentlich Konnektivismus

Der Mensch und sein Lernen, das steht seit Ewigkeiten im Mittelpunkt vieler Betrachtungen. Es gibt viele verschiedene Ansätze das Lernen zu erklären und ich will die verschiedenen Richtungen der Lerntheorien einmal kurz im Blog darstellen. Es hat nicht den Anspruch einen vollständigen Überblick zum Thema zu liefern, sondern soll ein kurzes Spotlight auf die Theorie werfen. 
Ich vertrete die Meinung, dass man aus jeder dieser Lerntheorien gute Inhalte rausziehen kann, die man für seine praktische, tägliche Arbeit einsetzen kann. 

Wie sieht man in dieser Theorieform das Lernen?

Beim Konnektivismus versteht man den Lernprozess als das Verbinden von Knoten. Jeder Knoten ist auf eine Sache spezialisiert und die Verbindung von einer "Insel" zur Anderen, also die Konnektion, ist der Lernprozess. Diese Inseln können Wissensinseln oder Informationen sein. Auch andere Lernende oder die Lehrperson kann ein Knotenpunkt sein.

Entscheidend ist hierbei, dass Lernprozesse nicht mehr individuell betrachtet werden, sondern das der Lernende als Teil eines Wissensnetzwerkes gesehen wird, also mit allen anderen Lernenden verbunden ist. Lernen ist damit ein technischer, sozialer und durch das Netzwerk bedingter Prozess, welcher sich über die Verbindung von Knoten zu Knoten vollzieht.

Beim Konnektivismus steht auch die individuelle Auffassungen im Focus, außerdem ist das was man noch nicht weiß wichtiger, als den Wissenschatz, den man bereits angehäuft hat.Eine Verbindung zwischen Wissensbereichen, Themenbereichen und Kompetenzbereichen wird vorausgesetzt.

Warum sollte ich mich mit dieser Lerntheorie auseinander setzen?
Bei dieser Lerntheorie handelt es sich um eine sehr junge Lerntheorie, welche auch mit den anderen Lerntheorien vereinbar ist. Es handelt sich keinesfalls um eine Methode, sondern um eine Modell wie Lernen im digitalen Zeitalter abläuft. Die meisten Lerntheorien älteren Datums sind in einer Zeit entstanden, in der Lernen noch nicht in einem so großen technologischen Zusammenhang stand.

Die vergangenen Lerntheorien genügten nur den Lernformen, die nicht so stark unter technologischem Einfluss standen, darum bestand laut Georg Simens die Notwendigkeit für das Schaffen einer neuen Lerntheorie, die den Einfluss der Technologie auf den Menschen, die Umwelt und das Lernen berücksichtigt. Es wäre naiv anzunehmen, dass die Technik nur das Darbieten der Informationen ändert und nicht das Denken an sich.

Der Konnektivisms ersetzt keine vorhandenen Lehrmethoden  oder Lerntheorien ( Kognitivismus, Behavorismus oder Konstuktivismus ) sondern schafft vielmehr die Notwendig bereits vorhandene Lernmethoden und Lehrmethoden technologisch aufzuarbeiten und zu ergänzen, sowie die Veränderungen im Lernen, lehren und denken  zu berücksichtigen.

Anders als in anderen Lerntheorien wird der Prozess des Lernens als emergent angesehen. Der Lernende kann nur die Strömungen seiner Verbindungen steuern, die Prozesse an sich laufen automatisch und  nicht steuerbar ab. Dies unterscheidet die Theorie des Konnektivismus sehr von den herkömmlichen Theorien, bei denen der Lernprozess und dessen Verlauf in den Händen des Lehrenden oder Lernenden lag.

Was genau hat sich denn bezüglich des Lernens verändert?

Früher, noch zu Zeiten Goethes, gab es das Ideal des Universalgelehrten, der in allen Wissenschaften zu Hause war. Goethe hat nicht nur wundervolle Gedichte geschrieben, er hat sich auch mit der Farbenlehre und mit Anatomie auseinander gesetzt.

Mit einem Zuwachs von Wissen veränderte sich auch die Forschung - Spezialisierung setzte ein.

Nun, durch das Aufkommen der Technolie Internet, gab es eine neue, tiefgreifende Veränderung im Wissenserwerb: Früher war es sinnvoll möglichst viele Informationen ( Vokabeln,  Daten und Fakten ) auf Lager zu haben, denn das Heraussuchen war mühsam und langwierig. Heute ist jede Information nur ein paar Klicks entfernt.
Darum ist es nicht mehr so wichtig, dass wir die Informationen auswendig beherrschen, wichtiger ist es zu wissen wo die Informationen zu finden sind.

Heute hat sich auch die Haltbarkeit von Wissen verringert. Früher wurde bei weitem nicht so schnell geforscht, man konnte also annehmen, dass das was man im Studium lernte auch später noch galt.

Hinzukommt dass sich die Berufslaufbahnen drastisch verändert haben. Früher war es sehr vorhersehbar was einen Studenten nach Abschluss seines Studiums erwartet. Das ist heute anders. Lernen und Wissen, das muss auf eine Vielzahl an Lebensaufgaben und Berufsaufgaben vorbereiten.

Diese Lebensbedingungen haben auch das Lernen verändert: Wir lernen nicht mehr auf Vorrat, sondern dann, wenn wir das Wissen benötigen. Dies passt zum Ausspruch von Simens:  “Our ability to learn what we need for tomorrow is more important than what we know today.”

Ist Konnektivismus eine Revolution im Lernen?
Ja und nein. Die Revolution, sie hat längst statt gefunden, allerdings eben nicht im Bereich des Lernens, sondern in der Technologie, welche den Alltag und das Berufsleben verändert hat. Dies macht auch neue Lernformen nötig. 


Der Konnektivismus macht aber die herkömmliche Vermittlungswissenschaft fast überflüssig, denn das Lernen ist ja ein selbst gesteuerter, eigenverantwortlicher Prozess, welcher nicht mehr auf Vorrat, sondern bei Bedarf abläuft und eine hohe Vernetzung mit bereits vorhandenen Informationen und Kompetenzen einfordert. Diese sind ja aber von Lernendem zu Lernendem sehr verschieden. 


Begriffe / Schlagworte

  • Schwarmintelligenz
  • Vernetzung
  • Lernprozesse sind emergent


Wichtige Vertreter

  • Papert Cark
  • Georg Simens


Voraussetzung für das Lernen 

  • Vernetzung
  • eigener Antrieb
  • Gelungenes Lernen ist das Verbinden von Wissenbereichen, Themen und Kompetenzen
  • Zugang zu Technologie
Vorteile 

  • Lernen durch Erfahrung
  • Realitätsnah
  • besser für E Learning geeignet, als ältere Theorien
  • Zukunftsweisend 
  • Lernen ist ein individueller Prozess


Kritik

  • keine Lehrmethode nur Lernmodell
  • hat einen Bezug zum neuen, digitalen Zeitalter
  • hohe Medienkompetenz vorausgesetzt
  • kein Ersatz für ältere Methoden
  • kein Ersatz für Methoden generell

http://www.nilsfriedel.com/2013/10/19/konnektivismus-die-lerntheorie-fur-das-lernen-in-medialen-welten/
http://www.uni-potsdam.de/eteachingwiki/index.php/Konnektivismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Konnektivismus
http://www.itdl.org/Journal/Jan_05/article01.htm



Dienstag, 30. September 2014

Wiederholen aber richtig

In der heutigen Schulwelt gibt es nur eine Lernrichtung, vorwärts, vorwärts und noch mal vorwärts. Alles, was in der Vergangenheit liegt, wird zumindest zum großen Teil, als bekannt vorausgesetzt. Schüler müssen sich Sprüche anhören wie: Das hatten wir doch schon von x Wochen, wann merkt Ihr Euch das endlich und, und und.
Die Lehrer sind aber nicht die Schuldigen an dem ganzen Desaster, die Lehrpläne sind es, die immer mehr gestrafften Lehrpläne. Diese fordern lernen nach Zeitplan und lassen kaum Raum für das, was wirkliches Lernen ausmacht: Pausen, Wiederholungen und neue Inhalte im Wechsel. Der folgende Artikel möchte Anregungen zum richtigen Wiederholen für Schüler und Lehrer bieten und zum Nachdenken anregen.


Wie lernen wir


Lernen gehört zu den natürlichsten Dingen, die ein Mensch überhaupt nur machen kann. Die Fähigkeit zu lernen und zu vergessen hat dafür gesorgt, dass wir zu solch riesigen Fortschritten gekommen sind, ein Leben in Häusern führen, Autos fahren und Wissenschaft betreiben.
Doch ist das Gehirn ein sehr gut durchdachter Bereich, der sich auch davor schützt zu viele unwichtige Informationen aufzunehmen.
Darum verfügt das Gehirn über mehrere Abteilungen

das Kurzzeitgedächtnis
das Langzeitgedächtnis und das Ultrakurzzeitgedächtnis.

Um Lernen, im Sinne von "Ich kann Spanisch ", Phytagoras kein Problem oder Ich beherrsche höhere Mathematik realisieren zu können, müssen Informationen von Kurzzeit ins Langzeitgedächtnis gelangen.

Wie das geht und wie man es schafft, das die Infos da auch bleiben, das soll dieser Artikel erklären.



Vergessenskurve  von Ebbinnghaus

Wie man sieht haben wir die größten Verluste kurz nach dem Auftauchen der neuen Lerninhalte. Darum macht das Vorbereiten und Nachbereiten von Stunden auch sehr viel Sinn. Immerhin verliert das Gehirn direkt in der ersten Zeit nach Aufnehmen der Information schon einen großen Teil der Inhalte.
Der erste, wichtige Schritt ist also dem Vergessen direkt nach dem Schultag entgegen zu wirken, indem man die Lerninhalte des Tages noch einmal zu Hause wiederholt. So hat man den großen Verlust, der in den ersten neun Stunden nach Übermittlung des Lerninhaltes erfolgt schon mal aufgefangen.

Doch dann ist die Arbeit noch nicht vorbei: Wenn man die Stunde entsprechend VORbereitet, dann hat man den Gewinn, dass die Lerninhalte nach rund sechs Tagen noch einmal aufgegriffen werden. Auch hier hat man dann wieder einen großen Verlustanteil minimiert.

Also kann man sagen, dass es allein anhand der Vergessenskurve schon Sinn macht, die Lerninhalte der Stunde nachzubereiten und sich auf die kommende Stunde vorzubereiten.

Wer aber wirklich erfolgreich lernen will, der muss zwischen drin noch mal eingreifen:

  1. Nachbereiten der Stunde am selben Tag
  2. noch eine Wiederholungseinheit nach einigen Tagen
  3. Vorbereiten auf die neue Stunde nach sechs Tagen


Damit ist schon sehr viel geschafft.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b6/Vergessenskurve.png von Rdb selbst gezeichnet

Warum müssen wir Lerninhalte behalten?
Bei einigen Bereichen reicht es für die nächste Klausur zu lernen. Zum Beispiel ist es in Geschichte für die französische Revolution irrelevant, was die Menschen in der Steinzeit so gemacht haben. Hier kommt es mehr auf das Lernen der allgemeinen Methoden an.
In anderen Fächern, vor allem in Sprachen und in der Mathematik, müssen einmal gelernte Inhalte aber immer präsent sein.
So muss man in Spanisch schon wissen wie ein Satz gebildet wird, auch wenn in der Schule gerade das Gerundivum behandelt wird.
Darum ist es von großer Bedeutung sich klar zu machen wie genau man sich vergangene Lerninhalte noch einmal in Erinnerung rufen kann und wie oft dies geschehen muss.

Besonders in Mathematik fehlt vielen Schülern das Verständnis für den Sinn von Wiederholungen in Mathe, dabei sind die doch SO wichtig. Siehe Artikel hier 


Was hindert am regelmäßigem Wiederholen

  • Man weiß nicht was wiederholt werden muss
  • Man hat das Gefühl dafür keine Zeit zu haben


Vorteile von regelmäßigem Wiederholen

  • Lernzeiten für Klausuren werden verkürzt
  • Verständnis für aktuellen Stoff wird geschaffen ( statt sinnlosem Pauken werden Zusammenhänge klar)
  • Grundlagen werden gefestigt
  • aus locker wissen wird sicher beherrschen


Grundregeln zum Wiederholen

  • Immer mehrere Medien oder Methoden nutzen
  • das Wichtigste am Intensivsten wiederholen
  • Feste Zeiten einplanen 
  • Überschriften und Oberthemen als Grundgerüst nutzen
  • Immer an bekannten Lerninhalten anknüpfen
  • Nicht zu viel auf einmal wiederholen
  • Zeiten vor dem  Schlafen gehen zum Wiederholen nutzen

Wie kann wiederholt werden?
  • Beim aktuellen Stoff einen Merkzettel anfertigen, diesen in einen Merkzettelordner heften, beim Wiederholen =  Merkzettel rausholen
  • Film zum Thema schauen
  • alte Klausuren durcharbeiten
  • Fragenkatalog erstellen ( als Klausurvorbereitung), diesen dann noch mal versuchen zu beantworten
  • bei abfrager versuchen Fragen zum Thema zu beantworten
  • altes Skript noch mal durchlesen
  • Lernplakat machen
  • Karteikarten ( die man als Klausurvorbereitung machte ) noch mal durchgehen
  • Alternativ andere alte Klausuren durchgehen
  • Buch zum Thema durcharbeiten ( zum Beispiel Prüfungsvorbereitungsbücher)
  • eigenes Buch / Skript zum Thema verfassen
  • Ein Video zum Thema drehen
  • Mindmap zum Thema machen
  • alte Aufgaben noch mal durchrechnen
  • alte Aufgaben kommentieren


Wann sollte wiederholt werden

  • Nicht vor der nächsten Klausur
  • lieber regelmäßig in kleinen Einheit
  • Täglich in kleinen Einheiten ( fünf Minuten pro Fach)
  • Immer dann wenn es in den Plan passt
  • in den Ferien wäre eine Wiederholung ideal



Wie kann man Wiederholungen in den Lernalltag einbauen

  • Feste Wiederholungseinheit involvieren
  • Lernzettel schreiben, diese zu festen Zeiten wiederholen
  • Jede Lerneinheit mit einer Wiederholungseinheit beginnen


Quellen

  • http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/bildung-lernen-will-gelernt-sein-wie-studenten-richtig-pauken_aid_521708.html
  • http://www.fernstudium-infos.de/lernen-technik-methoden/33780-lernstoff-richtig-wiederholen-wie-macht-ihr-2.html
  • http://www.lernen-merken-erinnern.de/wozu-und-wie-soll-ich-wiederholen-oder-durch-wiederholung-effizienter-lernen/
  • http://www.sprachenmarkt.de/wissenswertes/lernen/wiederholen.html
  • http://www.beyourbest.de/richtig_lernen/der-kampf-gegen-das-vergessen/


Montag, 15. September 2014

Wie kann man für Mathe lernen? Fünf Tipps für Matheerfolg. IV. Mehr schaffen im Unterricht

Die Stunden sind der Ort, an dem Ihr Zeit sparen könnt. Wollt Ihr erfolgreich für Mathe lernen und Zeit sparen, dann ist JETZT, in der Mathestunde, dafür der geeignete Zeitpunkt. Es folgen einige Tipps, wie Ihr die Mathestunden zu Eurem Erfolg nutzen könnt und dann auch noch länger frei habt, da Ihr schon in den Stunden alles verstanden habt.

1. Mitschreiben und Nachfragen
Am meisten lernt man, wenn man in den Stunden mitmacht. Die Stunden sind so aufgebaut ( durch Fragen, Erklärungen und Zeiten wo man selbst rechnen soll), dass ihr schon viel dabei mitnehmen könnt. Nutzt die Stunden
Rechnet der Lehrer etwas vor, versucht jeden Schritt nachzuvollziehen. Ist Euch die Rechnung nicht klar, dann fragt. Ihr habt einen Lehrer damit er Euch was beibringt.
Oft schreiben Lehrer etwas an und erklären was dabei, schreibt auch diese Erklärungen mit so gut Ihr könnt, sie helfen Euch beim Verständnis, wenn Ihr versucht die Sachen zu Hause nachzuvollziehen.

2. Melden, melden, melden

Das ist nicht nur für die Note am Ende des Schuljahres gut, auch wenn Ihr Mathe lernen wollt,, dann ist melden genau das richtige Mittel zum Zweck. Ihr nehmt so an den Stunden teil und Euer Gehirn hat das Gefühl mitten drin zu sein, statt nur passiver Zuschauer. Wenn Ihr Euch meldet, dann seid Ihr in einem Dialog mit Eurem Lernstoff, das ist sehr gut um die Inhalte aufzunehmen und zu verarbeiten.

3. Wo sitzt Ihr?
Sagt mir wo Ihr sitzt und ich sage Euch wie gut Ihr seid. Setzt Euch am besten vorne hin ( auch wenn es strebermäßig ist) und versucht einen guten Blick auf die Tafel zu bekommen. Was für Euch nervig ist, für Eure Noten, aber Gold wert ist, ist, wenn Ihr neben Leuten sitzt, die ihr nicht mögt. So talkt Ihr weniger in den Stunden.

4. Hausaufgaben machen und Stunden vorbereiten

Es ist richtig, dass Hausaufgaben wenig bis gar keinen Wert haben. Dennoch solltet Ihr sie machen und so einen guten Eindruck beim Lehrer hinterlassen. Zudem hilft Euch eine Stundenvorbereitung dabei in den Mathestunden aktiv mit zu machen, was wiederum ein wichtiger Faktor ist, wenn man im Unterricht was verstehen will.

5. Habt Eure Sachen dabei

Ich kann das nicht oft genug sagen: Eine gute Ausrüstung ist schon die halbe Miete. Wenn Ihr also genug struktuiert seid, um Eure Sachen dabei zu haben, dann braucht Ihr keinen Aufwand mehr betreiben um fehlende Dinge zu beschaffen. Ihr solltet immer das Buch, die Formelsammlung, den Taschenrechner, Eure Mappe und Euer Heft dabei haben.

Freitag, 1. August 2014

Der Sinn von Wiederholungen in Mathematik

Gerade wenn es darum geht bessere Noten in Mathe oder Englisch zu bekommen kommen wir als Nachhilfelehrer oft an unsere Grenzen. Wo kann man Schülern den Sinn von Wiederholungen besser deutlich machen, als an Hand des Faches Mathe.


repetitio mater studiorum est 
 Wiederholung ist die Mutter des Lernens


Wussten schon die alten Römer. Doch wie kommt es, dass Wiederholungen gerade in Mathe so wichtig sind?
Oft kommen Jugendliche zu mir und sagen, dass sie das aktuelle Thema nicht verstanden haben. Mit Entsetzen sehen sie dann wie ich den Testbogen zücke und erstmal alles abfrage was bei drei nicht auf dem Baum ist. Warum ich das mache?

In der Mathematik werden zwar Themen isoliert voneinander abgefragt in Wahrheit hängen sie aber unmittelbar miteinander zusammen. Je weiter ich in die Gefilde der Mathematik vordringe, desto wichtiger ist es, dass mein Boot auch dicht ist. So kann ich keinen Scheitelpunkt einer Parabel berechnen ohne die quadratische Ergänzung zu beherrschen ( kann ich schon, es wird Euch nur nicht gezeigt) oder es ist unmöglich eine Kurvendiskussion durchzuführen wenn ich nicht in der Lage bin einen Term auszurechnen.


Wie man sieht machen Wiederholungen Sinn und sind unabdingbar. Aber wie soll man als Lehrer im stressigen Alltag noch Wiederholungen integrieren? Wie kann ich als Mutter oder Vater herausfinden welche Wiederholungseinheiten sinnvoll und effektiv sind? Wo finde ich Hilfe, wenn ich nicht mehr weiter weiß?
Wie kann ich als Schüler die Grundlagen festigen, welche mich durch meine schulische Ausbildung tragen ohne mich zu verzetteln oder mir zu viel zuzumuten?

Die Antwort ist einfach:


Viele Lehrer haben sich schon darüber Gedanken gemacht wie sie die Grundlagen in der Mathematik wiederholen können ohne das sie die Schüler überfrachten. Sie haben Übungen in Form von täglichen Übungen zusammen gestellt, welche mit wechselnden Inhalten versehen alle Themen der Mathematik abdecken die zu den Grundlagen gehören.
Sie sind nicht nur prima Wiederholungseinheiten, sondern auch hervorragende Prüfungsvorbereitungen für den hilfsmittelfreien Teil ( die sogenannten Kurzformaufgaben ) im Hauptschulabschluss oder mittleren Bildungsabschluss.


Buchtipps: tägliche Übungen für zu Hause


Wie oft sollte man üben?

Zugegeben: der Alltag von Schülern lässt kaum Raum für viel Übungszeit, besonders im Zeitalter von <G8. Ein Referat, eine Hausarbeit, eine Klausur jagd das Nächste. Dennoch sollte man Freiräume für die Übungseinheiten schaffen, denn diese Freiräume sorgen nachher für mehr Zeitersparnis  und bessere Noten.
Wenn es möglich ist empfehle ich täglich 2-5 Minuten mit den TÜs zu arbeiten.


Es müssen aber nicht immer die, zugegebenermaßen sehr unbeliebten, täglichen Übungen sein. Es gibt noch hervorragende Alternativen. So hat sich die Seite wir machen Abi http://wirmachenabi.blogspot.de/
darauf spezialisiert gezielte Wiederholungen für alle kommenden Abiturienten zusammenzustellen. Hier sind unter dem Tag Fit in Mathe alle möglichen Übungen und kleine Tests zusammengefasst. Reinchauen lohnt sich!

Wie sollte man üben?

Man kann nicht immer stumpf alles einfach nur wiederholen. Das macht der Kopf leider nicht so mit, sondern langweilt sich dann und ist unzufrieden. Darum ist es hilfreich, dass man immer mal wieder die Aufgabenstellungen variiert. Sicher ist das bei Vokabln schwer möglich, aber diese kann man ja immer wieder in neue Sätze einbetten.
In Mathe kann man auf eine schier unerschöpfliche Menge an Informationen zurück greifen. 
Es empfielt sich zu variieren zwischen
Aufgaben
Erklärungen und
Videos.
stellt Videos für alle Themen und Fächer vor.

Wann sollte man üben?

Es ist wichtig immer zu einer festen Zeit zu üben, damit man sich daran gewöhnt. So habe ich in der Abiturvorbereitungszeit stets vor der Mittag, nach dem Abendessen und in der Werbepause des Abendfilms meine Karteikarten gelernt. Dies hat sich in so fern bewährt, als das ich so über den Tag verteilt in kleinen Einheiten die Inhalte immer und immer wieder durcharbeiten konnte und sie so tiefgreifend verinnerlichen konnte. Das ist für jeden zu empfehlen. Feste Zeiten sind also ein wichtiger Schlüssel für den Lernerfolg?

Welche Tipps gibt es für das Lernen?

In kleinen Schritten lernen und das in einer Umgebung in der man sich wohlfühlt. Das ist die perfekte Form zu lernen. Jeder muss aber für sich den besten Weg finden sich in neue Materie einzuarbeiten. 

Donnerstag, 15. Mai 2014

Wie kann man für Mathe lernen? Fünf Tipps für Matheerfolg.II. Regelmäßige Hilfsmittel für Mathematik

Mathe, das ist mein Horrorfach, sagen viele Schüler, aber das muss nicht sein. Mit den richtigen Hilfsmitteln schaffst Du es dauerhaften Matheerfolg zu haben und ohne Schwierigkeiten  durch die Schuljahre zu kommen.

Deine wichtigsten Hilfsmittel stelle ich kurz vor und erkläre WARUM sie so nützlich sind.

1. Die Formelsammlung

Das große Tafelwerk interaktiv, inkl. CD-ROM: Formelsammlung Mathematik, Informatik, Astronomie, Physik, Chemie, Biologie - für das Abitur empfohlen. Nicht nur für Mathematik, sondern auch für Physik und Chemie sollte einen gute Formelsammlung immer am Start sein. Wenn Ihr keine Formelsammlung in der Klausur nutzen dürft oder keine vom Lehrer bekommt, dann macht die selbst, indem Ihr jede neue Formel aufschreibt.

Tipp: Stelle die Formeln alle einmal um und lasst diese umgestellten Formeln vom Lehrer nachschauen, so könnt Ihr sicher sein , dass sie richtig sind. Diese Formeln kannst Du dann problemlos auswendig lernen und die gute Note ist Dir sicher.

2. Der Taschenrechner

Benennen Sie Ihren Link Mein Lieblingsmodell ist der Casio 991, er ist nicht nur einfach in der Handhabung, sondern wird Euch auch gut durchs Abi bringen, wenn Ihr die Funktionen beherrscht. Wertetabellen machen sich binnen von Sekunden und die Nullstellen berechnet das Ding auch noch spielend. Sicher, den Rechenweg muss man dennoch beherrschen, aber ich finde es ist immer schon ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass das Ergebnis richtig ist.


3. Die Mathezettelsammlung

Ich kann es gar nicht oft genug sagen, schreibt im Unterricht mit! Sammelt zum Abitur oder zum Realschulabschluss Eure Zettel. Heftet die Hefte mit in den Ordner. So ein Ordner nimmt nicht viel Platz weg, aber hilft Euch später unglaublich viel.

4. Dein Mathebuch

Dein Mathebuch enthält viele Informationen zu den passenden Themen. Wenn Du Dein Buch richtig nutzt, kann es Dir gute Dienste leisten.
Schreibe die Kästchen, die die Inhalte erklären, auf Karteikarten und lerne diese. Mathe ist wie eine Sprache, bei der man die Vokabeln lernen muss. Du musst die Begriffe und Formeln kennen um Dich im Matheland zurecht zu finden!
Tipp: da man die Bücher ja wieder abgeben muss, schau ob Du welche gebraucht finden kannst.

5. Dein Matheheft

Notieren in Deinen Heften die Nummer und Seite, welche Du bearbeiten sollst ( und schreib die Aufgabe mit), so kannst Du das nachher immer noch mal nachrechnen, wenn Du Grundlagen vertiefen musst. Wichtig: Notiere Dir, ob eine Aufgabe von Dir richtig gelöst wurde, also ob der Lehrer die Aufgabe korrigiert hat, nicht das Du Dir etwas Falsches beibringst.

Dienstag, 22. April 2014

Richtig lesen 4 Unklarheiten beseitigen

Unklarheiten hindern den Leser am Verstehen des Textes. Wenn ich zum Beispiel in Schillers Buch etwas über Borgia lese, aber nicht weiß was das ist, dann verstehe ich weder den Text noch den Absatz.
Also bemühe ich mich beim Lesen gleich Unklarheiten zu beseitigen und alles Wichtige zu erfassen. Ich notiere alle Unklaren Begriffe auf einen Zettel und schlage diese dann bei Wikipedia oder wo anders einfach nach. Meist erhellt sich dann für mich der Inhalt des Textes auf wundersame Weise und ich bekomme ein tiefes Verständnis vom Text und dessen Inhalt.

Besonders wichtig ist es, dass man dann diese Aufzeichnungen aufbewahrt, sodass  man diese beim Erneneuten Lesen zur Hand hat. Manchmal schreibe ich die Erklärungen auch fein mit Bleistift ins Buch hinein.
Manchmal sind die Informationen aber auch nicht ganz so wichtig, dann unterlasse ich die Erklärung. Dies stelle ich fest, indem ich mir überlege, ob das nicht kennen nun das Verstehen nahhaltig beeinträchtigt. Ist dies der Fall recherchiere ich, wenn nicht lasse ich es auch sich beruhen.
Manchmal macht aber die Recherche über Wikipedia wenig Sinn, da schaue ich dann gleich lieber noch mal über den Lektüreschlüssel. Viele Dinge sind hinten im Buch erklärt, einige Sachverhalte kann aber nur ein extra Buch erhellen, die es für wenig Geld ( meist 2 bis 3 Euro ) im Handel gibt.

Für Faust und Kafka habe ich schon einen Blog gemacht, in dem man den Lektüreschlüssel im Text vorfindet. Das finde ich immer am allerbesten: Text und Information auf einen Blick sozusagen.

Dienstag, 15. April 2014

Wie kann man für Mathe lernen? Fünf Tipps für Matheerfolg. I. Voraussetzungen

Viele kennen das Problem:
Ein neues Mathethema fängt an und man versteht nur Bahnhof.
Bei Englisch ist es klar, wie man dafür lernen kann, aber für Mathematik? Wie kriegt man es hin sich auf die Mathethemen so vorzubereiten, dass man auch das Wissen in der Klassenarbeit hinbekommt?
Welche Tipps kann man berücksichtigen, um besser für Mathe lernen zu können und wie kann man überhaupt für Mathe lernen?

1. In der Stunde mitschreiben

Ich erlebe das in der Nachhilfe oft: Wenn ich die Kinder frage was genau sie nicht verstanden haben können sie oft nicht mal das Thema nennen, welches aktuell bearbeitet werden soll. Ein Problem, welches viele weitere Probleme nach sich zieht.
Schreibt in der Stunde alles mit, auch wenn Ihr nicht sofort versteht wozu das gut ist. Später werdet Ihr froh sein.

2. Die Stundenmitschriften abschreiben

Wenn ihr die Stundenmitschriften bei Euch habt und diese nicht die Form haben, welche zum weiteren Lernen nötig wäre, so kann es helfen sie erstmal in eine ansprechende Form zú bringen. Achtet darauf sauber zu schreiben und so wenig wie möglich auszukillern.
Wenn Ihr die Sachen schon abschreibt, dann solltet Ihr darauf achten einen großen rechten Rand zu lassen, denn dieser kann nachher beim Verstehen wichtig sein

3. Die Formelsammlung bereit halten

Die Formelsammlung sollte vor jeder Stunde und auch vor den Hausaufgaben bereit gehalten werden. Wenn Ihr in der Oberstufe seid, so leistet Euch das große Tafelwerk treue Dienste. Die beste Formelsammlung nützt aber nichts, wenn man sie nicht dabei hat. Darum sollte die Formelsammlung, wenn Ihr Mathe wirklich lernen wollt, immer dabei sein.

4. Auch die Bemerkungen vom Lehrer mitschreiben

Nicht nur die Dinge, welche an der Tafel stehen sind relevant, wenn man verstehen möchte wie Mathematik funktioniert, auch die Dinge, welche Euer Lehrer während er erklärt anmerkt können wichtig sein. Beim Aufschreiben solltet Ihr Euch wichtige Randbemerkungen notieren, und nicht denken das merke ich mir schon.

5 Stundenmitschriften auf Richtigkeit überprüfen

Das was die Grundlage Eurer späteren Mathekünste werden soll, das sollte schon richtig sein. Versichert Euch vor dem Lernen, dass die Formeln, welche Ihr aufgeschrieben habt, stimmen und das die Rechnungen richtig abgeschrieben sind. Seid dabei nicht nachlässig, auch wenn Ihr in den Mathestunden keine Lust auf Mitschreiben habt. Je besser Ihr das Lernen vorbereitet, desto leichter wird das für Euch.


Dienstag, 31. Dezember 2013

Konditionierung











Entdeckung der Konditionierung

Iwan Petrowtisch Pawlow entdeckte den Umstand der klassischen Konditionierung, eine Feststellung, die die Pädagogik, die Psychologie und die Wahrnehmung der Welt maßgeblich verändert hat. Wenn wir grundlegende Konzepte für das Lernen von Kindern entwicklen wollen müssen wir die Grundlagen der Operanten Konditionierung und der klassischen Konditionierung beherrschen.



Quelle:




Die Entdeckung der klassischen Konditionierung war eigentlich ein Abfallprodukt, denn Pawolow untersuchte bei seinem bahnbrechenden Versuch ursprünglich die Verdauung von Hunden.

Er spannte einen Hund in eine Aperatur und lies sie füttern. Jedoch stellte er dabei fest, dass die Hunde immer bereits beim Wahrnehmen der Fütterungsassistenten speichelten. Ihm fiel auf, dass diese Reaktion auch auftrat, wenn sie die Assistenten nur hören konnten. Er ging davon aus, dass jeder Reiz, der dem Füttern regelmäßig voranging zur physiolgischen Reatkion speicheln führen kann. Nun forschte er intensiv weite rzu dem Thema und unternahm gezielte Versuche, beschränke sich dabei aber ausschließlich auf Hunde, erst Watson übertrug die Versuche auf den Menschen.



Pawolw spannte die Hunde in eine Versuchvorrichtung und lies vor jeder Fütterung ein Glockengeräusch ertönen. Die Hunde sonderten nun bereits beim Glockensignal Speichel ab. Nach einer gewissen Zeit sonderten sie auch ohne das Futter gereicht wurde, beim bloßen Glockengeräusch Speichel ab.

Dies erklärte er mit Hilfe der Theorie der klassischen Konditionierung









Die Theorie der klassischen Konditionierung



Zunächst wird ein neutraler Stimulus, hiermit ist in diesem Fall der Klang der Glocke bezeichnet, auf den Hund eingewirkt. Dieser Zeit keinerlei Reaktion. Der neutrale Stimulus ist somit noch nicht gekoppelt.

Dann wir dem Hund das Fressen dargeboten, ein unkonditionierter Stimulus ( Englisch UCS für unconditionied stimulus) führt zu einer unkondiktionierten Reaktion, also dem absondern von Speichel ( wissenschaftlich als UCR bezeichnet = unkonditioned reaction).



Nun wird dem Hund mehrmals der neutrale Stimulus NS und der unkonditionierte Stiumulsu gemeinsam dargebotet. Der Hund sondert Speichel ab, noch handelt es sich um eine unkoditionierte Reaktion UCR.



Ist die Konditionierung erfolgreich so wird daraus ein conditioned stimulus, CS, der Hund sondert Speichel ab, sobald er die Glocke hört.



Dies erklärt warum die frühe und oft durch Zufall verknüpften Sachverhalte sich manchmal so überraschend zusammen setzen. Oft sind objektiv ungefährliche Reize in der Wahrnehmung der Kinder als bedrohlich gekoppelt. Pawlow unterschied zwischen natürlichen und gekoppeltem Verhalten. Letzteres wird durch Lernen erworben, indem einem äußeren Reiz ein Emotion oder Belohnung zugeordnet wird. Viele Emotionen werden vermutlich durch klassisches Konditionieren erlernt. Der Forscher John Watsons brachte beispielsweise einen Jungen mit dem Namen Albert dazu durch klassische Konditionierung eine Ratte zu fürchten, die er vormals innig geliebt hatte. Er lies ein lautes und schreckenserregendes Geräusch ertönen, immer wenn Albert mit der Ratte in Berührung kam. Nach kurzer Zeit fürchtete Albert sowohl die Ratte als auch den weißen Arztkittel. Watsons untersuchte ebenfalls die Entkonditionierung der vorangegangenen Koppelungen und stelle fest, dass es sehr lange dauerte, bis Albert wieder ein positives Gefühl zur Ratte aufbauen konnte. ( Frühpädagogik arbeiten mit Kindern von 0 bis 3... S 165). Der Versuch zeigt, dass viele Emotionen durch Konditionierung an äußere Umstände gebunden sind, positive wie negative Gefühle. So kann man auch unterstellen, dass Ersatzbefriedigungen wie Essen bei Einsamkeit auch über das klassische Konditionieren entstehen. Hierbei legen Mütter die Grundlage, indem sie bei Unwohlsein der Kinder die Flasche als Tröster einsetzen. So lernen Kinder, dass orale Befriedigung und Nahrungszufuhr beim Abbau unguter Gefühle helfen. ( Frühpädagogik arbeiten mit Kindern von 0 bis 3... S 165).



Bereits im Fetalstatium beginnt der Mensch zu lernen. Erste Konditionierungen werden durch markante Umweltgeräusche wie Musik, Lachen oder Streit mit Empfindungen gekoppelt. Die Stimme der Mutter wird als Begleitmelodie des fetalen Lebens abgespeichert. Bereits im Mutterleib wird die beruhigende Wirkung der müttlerlichen Stimme konditioniert, die auch später bei Babys zu beobachten ist. ( Frühpädagogik arbeiten mit Kindern von 0 bis 3... S 114)



Operante Konditionierung



Das Prinzip der positiven Verstärkung ist aus der Erziehung hinlänglich bekannt. Wir ein erwünschtes Verhalten ausgeführt und dies durch Lob oder Belohnung positiv honoriert wird das Kind dieses Verhalten mit einer größeren Wahrscheinlichkeit künftig aufzeigen. Mit Hilfe der positiven Verstärkung kann man so erstaunliche Erziehungserfolge erzielen.



Als positive Verstärker können dienen: Löcheln, Zuwendung und Aufmerksamkeit, Körperkontakt, aber auch materielle Verstärker wie die Flasche.



Jedoch kann diese operante Konditionierung auch in negativer Form erfolgen, durch negative Verstärkung wird die Auftretenswahrscheinlichkeit dann verringert, wen einen unangenehme Konsequenz erfolgt. Tritt diese negative Konsequenz nach einer gewissen Zeit nicht mehr auf steigt die Auftretenswahrscheinlichkeit wieder. Somit ist Schimpfen erst dann ein negativer Verstärker wenn es aufhört und somit als Verhaltensänderung sinnlos.

Zeigt ein Kind ein negatives Verhalten und wird dies durch Schimpfen sanktioniert kann diese Form der Zuwendung zu einer Verhaltensverstärkung. Nur, wenn kurz ruhig erklärt wird, dass dies Verhalten unerwünscht ist und dann die Aufmerksamkeit abgewendet wird, hat das Kind die Möglichkeit sein Verhalten zu ändern.



Bei Babys erfolgt das Lernen häufig mittels materieller Verstärker, wie der Flasche. Die Flasche verursacht durch die warme Milch und den vollen Magen ein angenehmes Gefühl. Die Flasche wird somit mit positiven Gefühlen verknüpft. Sobald das Kind die Flasche sieht wird der körpferlicher Reflex durch den Reiz ausgelöst : Tritt er auf sendet das Gehirn erhöht den Botenstoff Dopamin aus. ( Frühpädagogik arbeiten mit Kindern von 0 bis 3... S 165,166).

Montag, 2. Dezember 2013

Lerntheorien

Man unterscheidet verschiedene Strömungen, die sich alle mit dem Lernen beschäftigt haben

-Behavorismus
-Kognitivismus
-Konstruktivismus


-Behavorismus bedeeinhaltet lernen durch Verstärken

Verhalten steht im Mittelpunkt
Lernen ist eine Kette von Reiz und Reaktion, die mit Lernen abschließt
Lernender ist passiv
Lehrender lenkt den Lernprozess durch Anleitungen und VOrgaben
Lernen in kleinen Schritten, die aufeinander aufbauen
einfach forumulierte Lehraufgaben sollen positive Erlebnisse ermöglichen
Reihenfolge wird vorgeben
Kritik
Lernender ist passiv und der Lernprozess im Lernenden ist nicht durch die Theorie abgebildet
Lernender kann keinen Schwerpunkt setzen, da der Lernprozess linear verläuft


-Kognitivismus bedeutet Lernen durch Erkenntnis

Verarbeitung von Informationen im Menschen steht im Zentrum
Lernen ist aktive Leistung des Lernenden
Lernen ist abspeichern und hervorholen von Informationen, die miteinander verglichen werden können, miteinander verknüpft werden können
Lernen am Modell
Lernen durch Einsicht
Entwicklungsmodell

Lernprozess glieder sich in Reiz-Verarbeitungsprozess- Reaktion/Verhalten

Lerndender ist aktiv am Prozess beteiligt


„Im Kontext des didaktischen Designs interessiert insbesondere:

Welche Lernprozesse sind für die Anwendung von Wissen notwendig?

Welche Voraussetzungen müssen für das Lernen gegeben sein?

Welche Faktoren wirken sich auf den Aneignungsprozess günstig aus?

Wie wirkt sich die Informationsdarstellung auf die Behaltensleistung aus

Welche Faktoren begünstigen die RE-Konstruktion (Erinnerung) von



Wissen?


(M.Kerres, 2001, S.67).


Bei der Gestaltung der Inhalte fällt der Unterstützung vorgegebener Denkprozesse

durch mediale Präsentationen und Animationen eine Bedeutung zu. „Das Medium

unterstützt den Vorstellungs- und Interpretationsprozess, den der Lerner

üblicherweise selbst vollziehen muss, z.B. bei Filmen durch Kamerafahrten oder

Schwenks, bei Standardbildern durch logische Bilder oder Modelle“ (M.Kerres,

2001 S. 68).http://lehrerfortbildung-bw.de/moodle-info/schule/einfuehrung/material/2_meir_9-19.pdf

Kritik:
Lernweg liegt bereits vor
es ist bereits definiert was richtig ist




-Konstruktivismus lernen durch persönliches Erleben

Hauptbedeutung liegt in der Interpretation der Inhalte
Jeder Mensch hat eigene Realität und muss Lerninhalte auf diese übertragen
Lernprozess ist offen und individuell
es gibt (fast) kein richtiges oder falsches Wissen
Lernendem werden von Lehrendem Inhalte dargeboten, die diese aufnehmen und indivdiduell verarbeiten
Autentizität der Lernumgebung steht im Vordergund, sowie das Darbieten multipler Perspektiven und Ideen.

=>Pragnatismus alle Lerntheorien sind richtig und müssen verbunden werden
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