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Dienstag, 9. Dezember 2014

Ich lern´ Spanisch und noch ein wenig Chinesisch -ein Selbstversuch

Ich wollte mal wieder was für mein Gehirn machen. Leider fehlt mir oft die Zeit mich mit vielen Inhalten so im Detail auseinander zu setzen. Aber es ist ein inniger Wunsch von mir irgendetwas richtig gut zu können. Außerdem wollte ich immer schon viele Sprachen sprechen und mich mit Menschen aller Herren Länder austauschen. Ja, ich weiß das kann ich auch mit Englisch machen, aber irgendwie reichte mir das nicht.

Warum Spanisch und Chinesisch und warum denn beide gleichzeitig?
Also ich "kann" schon Englisch, Latein, Dänisch und Deutsch. Mit den zwei Sprachen wäre ich denn dann bei ansehnlichen sechs Sprachen, Französisch möchte ich bis ich 40 bin auch noch "können", dann hätte ich die sieben voll. Das ist doch eine anständige Zahl.

Latein und Englisch brauche ich für meinen Beruf, ich bin Nachhilfe Lehrerin und muss oft Grammatik und Vokabeln mit den Kids pauken. So bleiben die Vokabeln frisch im Kopf und ich frische die Kenntnisse immer wieder von Neuem auf.

Spanisch haben einige Schüler als Nebenfach und so fand ich das ganz praktisch, so als geschäftliche Investition. Dänisch habe ich mal studiert und ich plane mich nach Dänemark hin zu erweitern, darum ist Dänisch nie verkehrt. Leider habe ich schon wieder sehr viel verlernt. Das ist aber schnell wieder da, wenn es aufgefrischt wird.


Bei der Auswahl der weiteren Lernsprachen habe ich mir einfach angeguckt. Was sprechen die meisten Menschen auf der Welt. Spanisch und Französisch lagen sehr nahe, einfach wegen der Nähe zum Lateinischen. Und Chinesisch, das ist ein Herzenswunsch von mir, also diese Sprache zu beherrschen. Außerdem sehe ich auch dies als geschäftliche Investition, da ich weiß wie wichtig Chinesisch noch werden wird auf Grund der weltweiten Entwicklungen.

Eine Sprache lernt man aber nicht von heute auf morgen, ich denke das ich für Spanisch und Dänisch ( also weiter im Dänischen ) 3 Jahre brauchen werde, bis ich es so einigermaßen kann. Parallel darf ich ja auch lateinische Vokabeln nicht vergessen und muss auf mein Englisch aufpassen. Bei Chinesisch, da bin ich froh, wenn ich mit 40 mal sagen kann, dass ich eine Zeitung lesen kann oder ähnliches. 

Wie weit bin ich denn schon gekommen?

So fange ich an Chinesisch zu lernen. Und das ist sehr frustrierend kann ich Euch sagen. Ich schaffe, wenn es hoch kommt, eine Vokabel am Tag und das auch mehr schlecht als recht. Aber ich bleibe dran. Und am Ende des Jahres hab ich dann schon 300 Vokabeln geschafft :D, immerhin. Ich kann mich auf Chinesisch schon begrüßen und auch fragen wie es geht. Bitte und danke kann ich auch schon sagen. Schreiben leider noch nicht so viel.

Wie lerne ich Chinesisch+ Spanisch? Und wie halte ich meine anderen Sprachen fit?
In Englisch schaue ich viele Videos, vorzugsweise auf youtube und bbc und halte so mein Englisch fit. Außerdem setzte ich es sehr häufig im Unterricht ein. 
Latein wird im Unterricht gebraucht und so fast täglich eingesetzt. 

Bei Dänisch ist es schon etwas schwerer und ein permanenter Kampf gegen das Vergessen. Ich nehme mir immer wieder vor Radio zu hören oder ein paar Minuten DK Fernsehen zu schauen.

Spanisch fällt mir sehr leicht. Ich mache ja schon viel für den Unterricht. Gerade habe ich ( notdürftig ) ein Spanisch Portfolio zusammen geschrieben, welches wohl auch nach Korrektur ganz gut ankam, das nächste Portfolio ist in Arbeit. Ich versuche regelmäßig ein Buch zu lesen. Ich habe mir ein Buch von E. About ausgesucht Germania heißt es. Leider gibt es keine (freie) deutsche Übersetzung. Aber ich hatte mir halt das erst Beste geschnappt was es im App Store so gab. Da arbeite ich nun immer dran, schreibe ab, übersetze und lerne das gleich im großen Zusammenhang. Außerdem schaue ich spanische You tube Sendungen.

Bei Chinesisch gehe ich einen anderen Weg. Jeden Abend vor dem zu Bett gehen bediene ich mich einer Lernapp. Ich habe mir mehrere freie Apps zusammen gesucht und hangel mich so von gratis Vokabel zu gratis Vokabel. Ja, professionell ist anders - ich weiß. Aber meine Zielsetzung ist es die 300 Wörter des HSK 1 Grundwortschatz einfach mal in 2 Jahren zu lernen. Also ganz sutsche wie der Nordfriese sagt. 


So ich werde Euch mal auf dem Laufenden halten :); schreibt doch mal in die Kommentare wie ihr so lernt, welche Erfolge ihr dabei habt und wie häufig Ihr für was lernt und wie viel Zeit Ihr zum Auffrischen verwendet.

Danke  

Sonntag, 13. Juli 2014

In den Ferien lernen? Wie geht es richtig?

Erholung muss sein, so viel ist klar. Das denken und empfinden alle Schüler, die sich durch das Schuljahr gequält haben. Endlich mal keine Verpflichtungen, keine Hausaufgaben, keine Lateinvokabeln und kein Gemeckere von den Eltern.

Die Ferien sind notwendig,

denn oft beschränkt sich der Schulstress nicht nur auf die Lerneinheiten. Die Schüler müssen erinnert werden, es kommt zu Reibereien in den Familien und viele, viele Stressoren treffen in der Schulzeit aufeinander. Hiervon brauchen die Kinder Entlastung. Und auch die Eltern. Dringend.

Aber, Ferien sollten auch sinnvoll genutzt werden. Wie man die Zeit frei von Schule nutzt und warum ETWAS lernen in den Ferien total sinnvoll ist, das möchte ich mit diesem kleinen Artikel aufzeigen.



Argumente für maßvolles Lernen in den Ferien

  • Vokabeln und andere Einheiten, die ins Langzeitgedächtnis müssen können während der langen Zeit vergessen werden
  • In den Ferien kommt kein neuer Stoff hinzu, man kann also prima das Versäumte oder nicht verstandene aufholen
  • Man kann sich in den Ferien den Stoff frei einteilen und gehirn gerecht lernen, also in kleinen Einheiten über den Tag verteilt
  • Lernen muss nicht stumpf und öde sein, in den Ferien hat man die Freiheit den Stoff anders aufzubereiten,um so mehr Spaß am Lernen zu haben
Wird in den Ferien wirklich so viel vergessen?Wie der Lehrer im unten verlinkten TAZ Interview schon ganz richtig sagt, nach den Ferien fangen die Lehrer in vielen Fächern, die auf Grundlagen basieren, erst mal wieder bei Null an. Der Grund dafür ist durch die  Vergessenskurve nach Ebbinghaus gut nachvollziehbar. Zwar vergessen wir  in den ersten Minuten nach dem Lernen die Inhalte am stärksten, jedoch verlernt man zwischen dem 1. Lerntag und dem 31 Tag immerhin noch 15 Prozent der Inhalte. Wenn man einen Wortschatz von 2000 Wörtern in der Fremdsprache  annimmt, dann sind das schon 300 Wörter, die man in den sechs Wochen vergisst.
Was soll das Lernen in den Ferien bewirken

  • Vergessen vorbeugen
  • Vergessen verhindern
  • Lücken aufarbeiten
  • vorhandenes Wissen festigen
  • Lernen lernen 


Wie sollte in den Ferien gelernt werden?
Im Alltag der Schule orientiert man sich leider (!!!!!!!!!!!!!!) nicht daran was für das Lernen am Besten ist, sondern man organisiert den Schultag so, dass er sich praktisch abarbeiten lässt. Das Lernen ist organisations- und lehrerzentriert keinesfalls so gestaltet, dass es Schülern perfektes Lernen ermöglicht. Darum sind die Ferien eine super Zeit um schönes, befriedigendes, gehirngerechtes Lernen zu realisieren und  den Kindern so neue Lernerfahrungen zu ermöglichen.

Darum sollte man einige kleine Tipps umsetzen

  • Multimedial
  • mit allen Sinnen
  • in kleinen Häppchen
  • über den Tag verteilt 
  • und mit Belohnung lernen

Was kann man in den Ferien tun
Lernt Fächer auf die nach den Ferien wieder aufgebaut wird.
In allen Sprachen, in Mathematik und in Informatik bauen die Lerninhalte strickt aufeinander auf. Ebenso ist es in Chemie, wobei dies hier nur mit Einschränkungen gilt.
Bei den anderen Fächern gibt es Grundlagen, welche man wiederholen sollte und Techniken die man verbessern kann. Aber fangen wir zunächst mit den Sprachen an. Doch vorher sollen wir uns man noch mal veranschaulichen was man vor dem Ferienlernen machen sollte.

Vorbereitungen für das Lernen in den Ferien

  • Erholung muss sein. Von sechs Wochen sollten drei frei sein
  • Stundenplan aufstellen. Gelernt werden sollte von MO bis FR und die Übungsfächer sollten sich abwechseln
  • Vokabeln sollten täglich auf dem Plan stehen
  • Die Lerneinheiten sollten über den Tag verteilt sein, drei Mal am Tag 15 Minuten sind besser als einmal am Tag 1 Stunde. 
  • Die Lerneinheiten sollten fest in den Tagesablauf integriert sein, zB nach dem Frühstück, einmal Vokabeltrainig. Nach dem Mittagessen eine kleine Mathelerneinheit und vor dem zu Bett gehen ( wann auch immer das ist ) noch mal ein Text aus dem Buch lesen.
  • Belohnung festlegen. Gaaanz wichtig. Wir gehen doch auch nicht für Luft und Liebe zur Arbeit, erwarten aber von den Schülern das sie es tun. Ein heiß ersehntes PS, XBOX oder PC Spiel kann schon wahre (Motivations)wunder bewirken.
  • Ein Tipp von der Lerntherapeutin Marleen Liesen: Drucken Sie das Gamecover aus und schneiden Sie es in Stücke. So viele Stücke wie Lerneinheiten vorgesehen sind. Nach jeder Lerneinheit erhält der Schüler ein Stück von dem symbolischen Cover und hat so sein Ziel im wahrsten Wortsinne immer vor Augen. Das funktioniert auch mit dem Bild vom Traumkleid aus dem Katalog, oder, oder, oder...



Sprachen in den Ferien lernen
Endlich haben wir das, was man für ein effektives Lernen braucht: Ein entspanntes Gehirn. Für das Lernen von Sprachen gibt es viele Möglichkeiten, jedoch teilt man es generell in 3 Bereiche:
  • Vokabeln lernen
  • Grammatik lernen
  • praktische Anwendung


Für das Lernen von Vokabeln empfehle ich täglich eine Lerneinheit von fünf Minuten pro Sprache einzubauen und die Vokabeln auf mehrere Wege zu üben:
auf den PC und das Handy einsprechen ( immer die Vokabel, kleine Pause, dann die Übersetzung so kann man das mitsprechen ), Vokabeln in Vokker einschreiben und so online üben, Vokabeln aus Spickzettel bringen und die überall mit hin nehmen zum Üben. 


Grammatik lernen

das kann man am Besten online. Es gibt viele tolle Seiten zu verschiedenen Sprachen, aber auch im Buch findet man Erklärungen. Generell sollte man sich erstmal die Theorie aufschreiben: Also bei simple past wird 2. Form der unregelmäßigen Verben oder -ed genommen. Dann die Ausnahmen : He, she, it "S" muss mit
und dann ein Beispiel
he went
I liked ..
usw. 

die praktische Anwendung macht am meisten Spaß:
  • lest Wikipedia Artikel
  • schaut Fernsehen
  • guckt Euch bei you tube videos in der Zielsprache an
  • und konsumiert Zeitungen aus dem Land ( gibts alles online)

so lernt man ganz  nebenbei die Sprache, der Wortschatz wird vergrößert und man erfährt viel über das Land.

Mathe in den Ferien lernen
Hier wird es schon schwieriger, wenn Papa nicht gerade Mathelehrer ist. Oft hat man als Elternteil auch Probleme zu erkennen welche Grundlagen wichtig sind und welche nicht, wie man den Stoff richtig vermittelt und wie viel lernen wirklich notwendig ist.
Ich rate dringend bei Unsicherheiten Leute von Außen hin zu zu ziehen. Die Lehrer sind mit Sicherheit auch gerne bereit, wenn man sie nett fragt, Material mit in die Ferien zu geben. Das wäre immer die beste Variante, da der Lehrer seine Schüler am besten kennt und auch weiß welche Inhalte bis zum nächsten Schuljahr verinnerlicht werden müssen.
Nachhilfe hinzuziehen, das ist auch immer gut. Wir bieten Ferien Nachhilfe Online an:
Email genügt HilkeUnglaubeÄÄÄÄÄTTTgmx.de

das @ Zeichen  habe ich wegen der SPAMER herausgenommen.
Alternaiv kann man sich auch an örtliche Institute wenden, diese bieten oft Feriennachhilfe an, bei denen Grundlagen und Problemfelder gezielt bearbeitet werden.

Ich verlinke hier einmal Bücher, die sich perfekt für das Nacharbeiten eignen, verlinkt nach Klassenstufe

Einsternheft Band 1
Einsternheft Band 2
Einstern Heft Band 3
Einsternheft Band 4

Duden - Einfach klasse: Mathematik 5. Klasse
Duden - Einfach klasse: Mathematik 6. Klasse
Besser in Mathematik - Gymnasium 7. Klasse - Cornelsen Scriptor
Wissen - Üben - Testen: Mathematik 8. Klasse
KomplettTrainer Gymnasium Mathematik 9. Klasse: Buch mit Online-Übungen
Klassenarbeiten Mathematik / Mathematik 10. Klasse: Gymnasium G8

Hauptschule Prüfungsvorbereitung
Realschule Prüfungsvorbereitung
Abiturprüfungen und Training

Nebenfächer in den Ferien lernen

Manchmal kann man einfach wenig für das nächste Schuljahr machen. In Geschichte kann man evtl. Daten auswendig lernen, in Chemie kann man die Grundlagen lernen, in Biologie das Gelernte noch mal wiederholen, aber so richtig prall ist das auch nicht.
Ich rate dringend davon ab in den Ferien für das neue Schuljahr vorzulernen. Zum Einen bringt das nix, weil man kein ganzes Schuljahr in sechs Wochen lernen kann, zum Anderen lernen Lehrer wie man Inhalte vermittelt ( das nennt man Didaktik ) und setzten sich jahrelang damit auseinander. Lernt man selbst vor, so kann man den Lernweg versperren oder schlimmer noch, Sachen falsch memorieren.


Die Ferien als Startrampe für ein perfekten Schuljahresbeginn nutzen

In den Ferien ist es auch eine gute Zeit, um endlich einmal ungestört Bilanz ziehen zu können. Was lief gut im letzten Schuljahr, wo kann man noch was besser machen. Achtung, es geht nicht um Kritik. Sondern es geht um eine bessere und stressfreiere Lernumgebung für das nächste Schuljahr.
Damit diese Fragestellung gelingt, habe ich hier einmal ein paar Beispielfragen vorbereitet:
  • Ist der Arbeitsplatz gut ausgestattet?
  • Sind genug Materialien da ( Textmarker, Karteikarten, Bleistifte, etc)
  • Gibt es Bücher zum Nachschlagen ( Duden, Englisch Lexikon )
  • ist ein Wochenplaner vorhanden ( Stundenplan)
  • gibt es einen OrgaKalender ( Timer, hier können Klassenarbeiten und wichtige Termine eingetragen werden)
  • Wie ist es mit der Freizeitgestaltung, bleibt da Zeit zum Lernen?
  • Wurde im vergangenen Schuljahr Druck von Seiten der Eltern aufgebaut?
  • Welche Hilfen kann man dem Kind geben, damit sich die Leistungen stabilisieren, verbessern?
  • Braucht man externe Hilfe?


Liebe Eltern, bitte kennt Eure Grenzen

Ich möchte niemandem, wirklich niemandem zu nahe treten. Aber ich arbeite seit Jahren in der Nachhilfe, kann den meisten Schulstoff wirklich aus dem FF und doch habe ich manchmal Aufgaben vor mir, die ich nicht lösen kann. Wie es Eltern geht, die eigentlich schon in der Schulzeit mit Mathe auf Kriegsfuß standen, es dann 10 Jahre nicht gemacht haben und nun ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen wollen, das mag ich mir nicht vorstellen.
Denkt bitte dran liebe Eltern, dass man Sachen auch falsch lernen kann und das Kinder nur wirklich dann weiter kommen, wenn sie Hilfe von Menschen bekommen, die sich damit auskennen.

Wenn Ihr es also nicht sicher beherrscht, lasst es bitte, bitte, bitte, einfach sein und fragt Fachleute. Nachhilfe gibt es schon ab unter 20 Euro die Stunde. Wer es finanziell nicht so gut hat, dem schlage ich vor eine Nachhilfestunde zu nehmen und sich Material geben zu lassen. So kommt man ggf. auch mit einem geringen Maß an Stunden über die Ferien und kann sich sicher sein, dass der Stoff auch richtig gelernt 
wird.

Quellen

http://www.taz.de/!101945/
http://de.wikipedia.org/wiki/Vergessenskurve#mediaviewer/Datei:Vergessenskurve.png Rdb - selbst gezeichnet
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