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Montag, 11. Juni 2018

Serie - Die drei klassischen Modelle der Didaktik kypernetische beziehungszweise informationstheoretische Didaktik

Man kann im klassischen Sinne drei Modelle voneinander unterscheiden, welche alle Klassiker ind er Didaktik darstellen. In diesen drei Grundmodellen können wir viele Erkenntnisse für unsere tägliche Arbeit erkennen, Methoden herleiten und bei schweren Fragestellungen Hilfe erlangen.

Die drei klassischen Modelle der Didaktik lauten
Die Bildungstheoretische Didaktik
Die Lernzielorientierte Didektik
Die kypernetische beziehungszweise informationstheoretische Didaktik

In diesem Beitrag soll es um die kypernetische beziehungszweise informationstheoretische Didaktik nach Klafki gehen, da die Themen doch relativ umfangreich sind machen wir daraus eine kleine Serie. 

Was ist Kybernetik
Steuermannskunst
Wissenschaft Realationen und Verhalten  allgemeine Eigenschaften und Verhaltensweisen 
kyberetische Syteme= Abstrakte Modelle 
1848 begründet
interdisziplinäre Wissenschaft
Anwendung in den Erziehungswissenschaften


Was ist das Ziel der kybernetisch-informationstheoretischen Didaktik

Untersuchung der Gesetze auf denen Lernen basdiert
Handlungsanweisungen geben
Steuerung von Lernprozessen
Greift auf Methoden der Kybernetik 
zurück 

Erziehung wird als Regelprozess verstanden, welcher mit der Kybernetik modelliert werden kann. Die Steuerung von Lernenden wird durch ein im Ziel vorweggenommenes Verhalten vorgenommen

Dabei wird ein Soll Wert festgelegt welches durch die Maßnahmen des Lehrers erreicht werden sollen. Der Lehrer ist der Regler der Erziehungsstrategien erdenkt und umsetzt. Messungen werden mit Lernkontrollen vorgenommen. Die Regelgröße ist der Adressat und die Steuerungen werden durch Stellglieder also Personen und Medien vorgenommen. So kann der Erziehungsprozess als Regelkreis verstanden werden ( Martial ).

http://www.mightymueller.de/texte/pdf/kyberdid.pdf

Montag, 28. Mai 2018

Serie - Die drei klassischen Modelle der Didaktik-Die Bildungstheoretische Didaktik

Man kann im klassischen Sinne drei Modelle voneinander unterscheiden, welche alle Klassiker ind er Didaktik darstellen. In diesen drei Grundmodellen können wir viele Erkenntnisse für unsere tägliche Arbeit erkennen, Methoden herleiten und bei schweren Fragestellungen Hilfe erlangen.

Die drei klassischen Modelle der Didaktik lauten
  • Die Bildungstheoretische Didaktik
  • Die Lernzielorientierte Didektik
  • Die kypernetische beziehungszweise informationstheoretische Didaktik


In diesem Beitrag soll es um die bildungstheoretische Didaktik nach Klafki gehen, da die Themen doch relativ umfangreich sind machen wir daraus eine kleine Serie. 

Wenn wir von bildungstheoretischer Didaktik sprechen dann denken wir auch an den Theoretiker Wolfgang Klafki. Dieser überholte im Jahr 1985 die Bildungstheoretische Didaktikund entwickelte sie weiter zur kritisch - konstruktiven Didaktik. Sein Perspektivenschema kann nur vor dem bildungstheoretischen Hintergrund verstanden werden und darf niemals isoliert betrachtet werden. Klafki befasste sich unter Anderem mit dem Begriff der Allgemeinbildung und somit auch mit den Begriffen nach Humboldt und Pestalozzi, dabei führte Klafki die Leitfrage  „Mit welchen Inhalten und Gegenständen müssen sich junge Menschen auseinandersetzen, um zu einem selbstbestimmten und vernunftgeleiteten Leben in Menschlichkeit, in gegenseitiger Anerkennung und Gerechtigkeit, in Freiheit, Glück und Selbsterfüllung zu kommen?“ Und stellte eine Eingangsthese auf. Er schuf die kategoriale Bildung welche zugleich die materielle Bildung und die formale Bildung umfasst. 

Wir können in der Praxis viel von Klafkis Aussagen profitieren, indem wir die fünf didaktischen Grundfragen der didaktischen Analyse anwenden. Diese sollten stets für die Vorbereitung des Unterrichts heran gezogen werden und helfen dem Lehrer durch die Beantwortung der Grundfragen die Sinnhaftigkeit der Unterrichtsinhalte festzustellen.
Die fünf didaktischen Grundfragen nach Klafki lauten
  1. Exemplarische Bedeutung des Inhalts („Was können die Schüler mit dem heute Gelernten anfangen?“): Auf welchen allgemeinen Sachverhalt, welches allgemeine Problem lässt der spezifische Inhalt schließen?
  2. Gegenwartsbedeutung des Inhalts für die Lernenden („Was bedeutet es für die Schüler heute?“): Welche Bedeutung hat der betreffende Inhalt im Leben der Schüler, welche Bedeutung soll er – vom pädagogischen Gesichtspunkt aus gesehen – darin haben?
  3. Zukunftsbedeutung des Inhalts für die Lernenden („Was wird der Inhalt für die Schüler morgen bedeuten?“): Worin liegt die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Schüler?
  4. Struktur des Inhalts („Was ist die Struktur meines Inhalts?“): Welches ist die Struktur des (durch Frage 2 und 3 in die spezifisch pädagogische Sicht gerückten) Inhalts?
  5. Zugänglichkeit auf Schülerseite bzw. der Darstellbarkeit des Inhalts auf der Lehrerseite („Wie bringe ich es bei, welche Eselsbrücken gibt es?“): Welches sind die besonderen Fälle, Phänomene, Situationen, Versuche, in oder an denen die Struktur des jeweiligen Inhalts den Kindern dieser Bildungsstufen, dieser Klasse interessant, fragwürdig, zugänglich, begreiflich, anschaulich werden kann?
Später wurde die Aufstellung noch von Klafki ergänzt. Er fügte hinzu, dass die Schülerleisungskontrollen nur eine gesondert zu rechtfertigende Form der Überprfüng darstellen und dass die Erweisbarkeit und Überprüfbarkeit an sich vorliegen muss,. 


https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Klafki#F%C3%BCnf_didaktische_Grundfragen_(Didaktische_Analyse)
Tina Heesel (Autor), 2003, Die Bildungstheoretische Didaktik nach Wolfgang Klafki, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78492

Montag, 19. März 2018

Entwicklungsstufen zum Erwerb Arithmetischer Kompetenzen:

Wenn Kinder arithmetische Kompetenzen erwerben durchlaufen sie immer mehrere Stufen. Dazu gehört, dass die das Zählen zunächst mit Hilfe der Hände ablaufen lassen und erst im Anschluss daran mehrere Hände verwenden. Hierbei unterschieden sich Kinder, die in einem konventionellem Lern Thempo lernen nicht von Kindern mit Förderbedarf, jedoch kann man festhalten: Kinder mit Förderbedarf gehen die gleichen Stufen bleiben allerdings länger auf den einzelnen Stufen
stehen. Die Aufgabe von Förderung ist es, den Schülerinnen und Schülern den Übergang von Stufe zu Stufe zu erleichtern und die erreichten Fortschritte der erreichten Stufen zu sichern und zu festigen. Für jede Stufe kann es individuelle Arbeitsmethoden geben, die die jeweiligen Kenntnisse und Fertigkeiten festigen.

Zu beachten ist, dass sich ein Kind zwar schon in Stufe 3 befinden kann, aber an einer bestimmten Aufgabenstellung scheitern kann, da dem Kind das Aufgabendesign nicht liegt.


Die Stufen können auch in durchaus verschiedenem Tempo durchlaufen werden. So ist es möglich, dass ein Schüler die Stufe 1 schnell hinter sich lässt, jedoch für die Stufe 2 mehr Zeit braucht.

Möchte man den Unterricht differenzieren so kann es hilfreich sein sich den Stand der jeweiligen Lerngruppe deutlich zu machen. An Hand dieser Überlegungen kann man das Lernmaterial besser gestalten und die Differenzierung in kleinere Lerngruppen einfacher vornehmen.

Stufe1: Zählen mit beiden Händen-> Erst beide Hände einzeln, dann von 1 Fortlaufend bis zum
Ergebnis
Stufe2: Zählen mit den Händen -> mit der zweiten Hand weiter zählen
Stufe3: Zählen mit den Händen-> von der größeren Zahl aus weiter zählen
Stufe4: Assoziation werden so stark, dass der Gedächtnisabruf schneller ist als zählen


Fördermaßnahmen zum unterstützen von Kindern beim Erreichen der nächsten Stufe
Direkte Instruktionsmethoden sind sehr geeignet da sie optimal die beschränkten
Ressourcen des Arbeitsgedächnis nutzen
Die Wirksamkeit direkt-instruktiver Interventions- und Unterrichtsmethoden ist gut belegt.


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2067 Zeichen 1750 ohne Leerzeichen 294 Wörter

Montag, 12. März 2018

Die sieben Prinzipien zum Erwerb von mathematischen Faktenwissen.

Mit Hilfe von sieben Prinzipien wird der Erwerb Mathematischen Faktenwissen gefördert. Hier wollen wir die sieben Prinzipien einmal vorstellen und zeigen, dass diese sehr sinnvoll sind, wenn es um den Erwerb der elementaren Kompetenzen und Fertigkeiten im Grundschulbereich geht. Die sieben Prinzipien können immer dann Berücksichtigung finden, wenn wir die elementaren Erkenntnisse rund um das Faktenwissen an die Schülerinnen und Schüler vermitteln wollen.

Sieben Prinzipien:
1: Explizierte Instruktion Diese soll durch klare direkte Aufgaben mit einer eindeutigen Anforderung zu einer Entlastung des Arbeitsgedächnis führen . Es eigent sich bei
Lernschwierigkeiten und Förderkonzepte im Anfangsunterricht
2: Ausgeprägtes Instruktion Design Dabei werden die Lerninhalte sehr differenziert gegliedert dies dient der Minimierung von Lernherausforderungen
3: Starke Konzeptuelle Basis Die Ziele des Instruktionsdesign müssen der Abfolge des Erlernens Mathematischen Wissend folgen
4: Einüben und trainieren Durch die Einübung von Prozeduren geringer Komplexität und Erschaffung eines Automatisierten Abruf von Wissen. Dies bewirkt, dass man Arbeitsgedächnis schonend arbeitet
5: Zusammenfassende Überprüfung -> Jede Einheit wird mit einer Prüfung abgeschlossen.
Ergebnissicherung/ Konkrete Rückmeldung
6: Einsatz von Motivation -> motivierende Reize einbauen (Belohnungen)
Unterstützung von Arbeitsbereitschaft
7: Lernfortschrittsmessung -> Kontinuierliche Überwachung des Lernfortschritts

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Montag, 30. Oktober 2017

Das Stufenmodell - Überführung von deklarativem Wissen in prozedurales Wissen

Bevor ich auf das Stufenmodell zur Überführung von deklarativem in prozedurales Wissen eingehe möchte Begriffe deklaratives Wissen und prozedurales Wissen kurz definieren.


Deklaratives Wissen

Als deklaratives Wissen bezeichnen wir jenes Wissen was wir auch als Faktenwissen einstufen können. Es geht darum Sachverhalte als Know That zu benennen. Das deklarative Wissen lässt sich sehr einfach in Sprache zusammenfassen und kann verbalisiert werden.

Prozedurales Wissen

Beim prozeduralem Wissen geht es um das Können. Hier wird deklaratives Wissen vorausgesetzt. Dies bildet die Basis für das prozeduale Wissen.

Stufenmodell der Überführung von deklarativem zu prozedurales Wissen

Das Stufenmodell geht genau von dieser Annahme aus, nämlich, dass die Überführung von deklarativem in prozedurales Wissen über die drei aufeinander aufbauenden Stufen erfolgt. 

Die erste, auch kognitive Stufe genannt beinhaltet das Erlernen der Fertigkeit über das Wissen des genauen Ablauf der Tätigkeit. Hierbei wird der Ablauf genau beschrieben und die Hintergründe werden in dieser Stufe erläutert.

In der zweiten Stufe, der Wissenkomilation wird die Fertigkeit ausgeführt. Hier wird die nächste Übung an die erste Übung angeschlossen und die Fertigkeit wird in ihrem Ablauf durchgeführt. Die Ausführung läuft nun problemsloser ab und die Ausführung der Tätigkeit erfordert nicht mehr länger den Rückgriff auf das deklarative Wissen.

In der Stufe Drei, der letzten Stufe  wird die Fertigkeit automatisiert und das Lernen der Fertigkeit ist nun gar nicht mehr an das deklarative Wissen gebunden. Der Lernende müsste stark überlegen, um sein Handeln in Worte zu fassen, so sehr ging das Deklarative in das Prozedurale Wissen über. 

http://www.ruhr-uni-bochum.de/biopsyseminare/data/studentenprojekte/seminar-lernen_ws0102/Wissenserwerb_0701/Katharina/Uni/Wissenserwerb.htm
http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/prozedurales-wissen/11947
https://zlb.uni-due.de/wiki/index.php?title=Deklaratives_Wissen
https://zlb.uni-due.de/wiki/index.php?title=Prozedurales_Wissen



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1723 Zeichen 1465 ohne Leerzeichen 246 Wörter

Montag, 17. Juli 2017

Methoden das Planspiel

Planspiele sind ein gutes Mittel um sich praxisnahe Inhalte so vor Augen zu führen, dass sie in kurzer Zeit verinnerlicht werden können und Prozesse in ihrer Gesamtheit, mit den dazu gehörigen Inhalten abbilden können.


Ursprung des Planspiels

Das Planspiel ist eine recht alte Methode. Sie wurde bereits in den 1960er Jahren eingeführt und diente damals primär der Schulung von militärischem Personal. Dort wurden militärische Lerneinheiten an Hand von praxisnahen Simulationen nachgestellt, um so Handlungsmöglichkeiten zu erlernen, zu festigen und zu refektieren. Im weiteren Verlauf fand man eine Anwendung auf betriebswirtschaftliche Inhalte im außerschulischen Bereich und so entwickelten sich immer neue Spielarten und Formen bis diese auch in verschiedene Unterrichtseinheiten Einzug hielten.

Ziel eines Plansspiels

Ein Planspiel gehört zu den handlungsorientierten Methoden. Die Zielsetzung besteht darin den SuS die Zusammenhänge zu verdeutlichen und ihnen auch die Ursachen und Wirkungen von Handlungen vor Augen  zu führen. Bei einem Planspiel haben die Schülerinnen und Schüler (SuS) die Möglichkeit ihr eigenes Handeln und dessen Konsequenzen in der Praxis zu erfahren und zu erleben. In möglichst wirklichkeitsgetreuen Szenarien werden Lernerlebnisse und - erfahrungen dargeboten, welche die SuS anhand von eigenen Entscheidungen und Gedanken mit bestimmen. So kann sich ein und das selbe Planspiel von Person zu Person vollständig im Verlauf und Endergebnis unterschieden.

Der konstruktivistische Möglichkeitsraum eröffnet den Teilnehmern, die dieses Planspiel meist in Kleingruppen absolvieren, tiefe Einblicke in das Wesen der Unterrichtsinhalte und in die Zusammenhänge der Teilbereiche untereinander.


Beispiele für Planspiele

Planspiele lassen sich in den verschiedensten Unterrichtssituationen einbauen. Neben wirtschaftlichen Zusammenhängen lassen sich auch politische Fragestellung im Planspiel verdeutlichen und erleben. So kann man viele Vorgänge von den Abläufen innerhalb eines Betriebes, dem Handel an der Börse bis hin zu Elementen aus der Kommunalpolitik an Hand von Planspielen simulieren. Umweltplanspiele lassen sich hier auch in jeden Zusammenhang darstellen.

An einigen Berufsschulen mit wirtschaftlichem Hintergrund ( Fachgymnasium für Wirtschaft ) findet ein wirtschaftliches Planspiel an Hand eines Lernbüros statt. Die SuS werden in wöchentlich statt findenden Unterrichtseinheiten mit den betriebswirtschaftlichen Abläufen einer fiktiven Firma konfrontiert und lernen so in Theorie und Praxis die Vorgänge in einer Firma kennen und können diese reflektieren und optimieren.

Ablauf eines Planspiels

Ein Planspiel folgt einem fast festen Ablauf und der regelmäßig eingebauten Reflexion. Wenn das Planspiel in Bezug auf einen Sachverhalt statt findet, welcher wöchentlich unterrichtet wird dann sollte diese Reflexion am Ende jeder Unterrichtseinheit stehen. Häufig wird das Planspiel jedoch als eine Unterrichtseinheit begriffen.

In jedem Fall durchläuft ein Planspiel einen festen Ablauf

Die Vorbereitung findet meist durch die Lehrkraft statt. In dieser Zeit werden die Rollen festgelegt und ihre Bedeutungen, die Aufteilung der Klasse findet in dieser Phase statt und die Inhalte des Rollenspiels und des Plansspiels werden durchgesprochen. Hier werden auch die Ereignisse vorbereitet, z B die Wahlzettel im Fall einer Kommunalwahl oder die Rollen einer Podiumsdiskussion oder die Geschäftsfälle in einem Firmenplanspiel, oder die Kurse einer Börsensimulation.

Die Einführung und Rollenvergabe ist mit der Klasse zu vollziehen. In dieser Phase werden den Teilnehmern die Rollen nahe gebracht und die Regeln des Planspiels werden erklärt. Die Regeln und Abläufe müssen von den TeilnehmerInnen verstanden werden, damit diese die Möglichkeit haben sich regelgerecht zu verhalten und damit die Simulation erfolgreich sein kann.

Die Simulation ist das eigentliche Spiel. In dieser Phase hat man die Regeln und Fälle umzusetzen, die SuS treffen ihre individuellen Spielentscheidungen und erfahren die jeweiligen Konsequenzen ihrer Entscheidungen.

In der Nachbereitung sollte besprochen werden welche Erfahrungen die Teilnehmer mit dem Planspiel gemacht haben. Die Abläufe des Planspiels sollen dargestellt werden und reflektiert werden. Außerdem wird in der Nachbereitung ein Realitätsbezug hergestellt.



Quellen
https://pixabay.com/photo-761586/
http://www.bpb.de/lernen/formate/planspiele/70260/zielsetzung-und-methodik
http://www.bpb.de/lernen/formate/planspiele/70262/ablauf-von-planspielen
https://de.wikipedia.org/wiki/Planspiel
http://www.bpb.de/lernen/formate/planspiele/
http://methodenpool.uni-koeln.de/download/planspiel.pdf
4360 Zeichen 3748 ohne Leerzeichen 589 Wörter

Montag, 29. Mai 2017

Was ist ein Leitziel ( im Sinne der Didaktik )

Jeder Lehrende sollte sich im Laufe seiner Arbeit Ziele setzen. Im Sinne der Didaktik kennt man da ganz unterschiedliche Zielsetzung, welche ihrerseits wieder ganz eigenen Konsequenzen und Schlussfolgerungen für den Lehralltag nach sich ziehen. So kann man die Einteilung nach Grobzielen und Feinzielen bereits häufig der Literatur, sowie dem intuitiven Verständnis entnehmen. Der Begriff Leitziel taucht in der Fachlektüre ebenfalls häufiger auf und bedarf einer Erklärung, welche wir mit diesem Beitrag bieten wollen:

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In Stichworten


  • stammt aus dem wirtschaftlichen Bereich
  • unterschiedlich eng oder weit gefasst
  • dienen dem systematischen Aufbau des Lernprozess
  • Strukturgebend
  • erstrebenswerte Zielordnung im Lernprozess
  • Ist allem andere über geordnetet
  • nur grobe Richtung
  • müssen konkretisiert werden
  • muss in der Unterrichtsplanung realisiert werden
  • Sollte in klaren Sätzen formuliert werden
  • Immer positiv formulieren

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Das Leitziel darf nicht mit den Leitbildern verwechselt werden. Ein Leitbild ist das Idealbild der Schule oder Gemeinschaft während die Leitziele eher einzelne Zielsetzungen beschreiben, die mit Hilfe der Lernprozesse und Lehrvorgänge in die Realität umgesetzt werden sollen. Die Leitziele sind Orientierung für die Lehrenden, ebenso wie das Leitbild die Gesamtheit der Gemeinschaft umfasst. In beiden Fällen sind dies Idealvorstellungen.

Ein Leitziel kann sehr allgemein formuliert sein, zum Beispiel dass man einen Menschen zur Selbstständigkeit hin erziehen möchte, oder auch in stark ausformulierter Form vorliegen. 



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Das Leitziel soll keine genaue Vorgabe sein, sondern den Lehrenden vielmehr eine übergeordnete Richtung vorgeben, nach welcher sich die weiteren Ziele ausrichten. Ein Leitziel ist stets allgemein und bedarf weiterer Ausführungen, um in der Praxis anwendbar zu sein. 

Durch seine Existenz soll das pädagogische Denken und das pädagogische Handeln in feste Richtungen und Bahnen gelenkt werden, welche dabei helfen die Unterziele und Feinziele zu finden, fest zu legen und zu verfolgen.

Beispiele für Leitziele 

  • Kritikfähigkeit 
  • Selbstständigkeit 
  • Selbstbestimmung 
  • Mitbestimmung 
  • Solidarität 


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Einordnung in das gesamte Lerngeschehen

Erziehungsziel Das Erziehungsziel ist dem Leitziel übergeordnet
Leitziele ordnen die Lernziele und geben diese eine feste, auf die Leitziele ausgerichtete Richtung vor
Lernziele sind die einzelnen Schritte in Richtung der Verwirklichung des Leitziels
Lernkontrollen dienen dem Überprüfen des jeweiligen Lernfortschritts


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Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitziel_%28Didaktik%29
http://www.schuleunderziehung.de/872-Katholische--Schulen/1335-Leitbild-Schulen-des-Erzbistums/10676,Was-ist-ein-Leitbild--Versuch-einer-Definition.html

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Montag, 1. Mai 2017

Was versteht man unter Ermöglichungsdidaktik?

Diese recht neue Pädagogik Richtung hat ein komplett anderes Verständnis der Lehrerrolle, als es in herkömmlichen Modellen der Fall ist. Sie geht auf den Kaiserlautener Pädagogikprofessor Rolf Arnold zurück, dessen Erkenntnisse die Basis für diese Form des Lehrens und Lernens bildet.

Merkmale
  • Lehrer ist Ermöglicher
  • Selbstgesteuerter Lernprozess
  • Lernangebote statt strukturiertem Unterricht
  • Begründet von Rolf Arnold
  • Individuum kann zeitlich und räumlich selbstbestimmt lernen
  • Keine festgelegten Abläufe
  • Gegenteilige Annahmen zur Belehrungsdidaktik



Wie wird das Lernen erzeugt

Die Ermöglichungsdidaktik hat einen etwas anderen Ansatzpunkt, als dies bei konventionellen Modellen der Fall ist. Hier soll das Lernen nicht von Außen in den Kopf gebracht werden, sondern ist vielmehr ein Innerlicher Prozess. Das Lernen ist ein Vorgang, welcher nach der Lehre der Ermöglichungsdidaktik primär innen abläuft und von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann. 

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Das Lernen in der Ermöglichungsdidaktik

Das Lernen wird in dieser Form der Didaktik als ein aktiver Prozess gesehen, welcher primär im Inneren des SuS abläuft. Hier soll der Lernende das nehmen, was ihm der Lehrer als Ermöglicher für seinen Lernprozess bereit stellt und den Prozess des Lernens selbst aktiv und individuell durchlaufen. Während der Lernprozess in der Belehrungsdidaktik komplett strukturiert und geplant ist, ist das Lernen im Fall der Ermöglichungsdidaktik komplett frei.



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Jeder Mensch ist anders

Beobachtet man den herkömmlichen Schulunterricht, so stellt man schnell fest, dass die gleich Umgebung und das gleiche Setting nicht dazu führt, dass man gleiche Ergebnisse erreichen kann. Im Gegenteil :So erzeugt die gleiche Umgebung mit den gleichen Lernangeboten und dem gleichen Lehrer von Mensch zu Mensch sehr unterschiedliche Ergebnisse. Lernen ist somit ein zutiefst individueller Prozess, der nicht nur im Außen ablaufen kann. 

Der Lehrer in der Ermöglichungsdidaktik

Der Lehrer ist nicht mehr nur der Dozent, welcher seinen Lehrstoff herunterbetet in der Hoffnung, dass der Eine oder Andere etwas daraus mitnehmen möge, sondern gilt als Ermöglicher. Dieser soll den Schülern die Möglichkeiten zur Selbstorganisation bereit stellen und die Grundlage für das Lernen herbeiführen.

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Integration von Elementen aus der Autodidaktik und der Belehrungsdidaktik

Die Ermöglichungsdidaktik ist nicht isoliert zu sehen, sondern integriert von Haus aus Elemente aus 
den verschiedensten didaktischen Teilbereichen. Dies ist dadurch bedingt, dass auch ein selbst gesteuerter Lernprozess speziellen Mechanismen gehorcht, die im Zuge der Ermöglichungdidaktik aufgegriffen werden. Der Lehrer ermöglicht in der Ermöglichungsdidaktik verschieden Wege aus denen der Schüler wählen kann. Solche Wahlmöglichkeiten stellt man den Lernden in anderen didaktischen Sichtweisen nicht. Weder in der Autodidaktik noch in der Belehrungsdidaktik stehen Wahlmöglichkeiten für die Schüler frei. 

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Lebenslanges Lernen

Wer sich mit Hilfe der Ermöglichungsdidaktik Wissen aneignet, der liegt ganz im Sinne der ausgerufenen Devise des lebenslangen Lernens. Demnach hört das Lernen und das Aneignen von Wissen nicht mit dem Ende der Lehre oder der Schullaufbahn auf, sondern der Arbeitnehmer hat die Aufgabe seine Employability, also seine Einsetzbarkeit im Berufsleben durch lebenslanges und regelmäßiges Lernen zu verbessern und aufrecht zu halten. 

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Rolf Arnold

Der Begründer der Ermöglichungsdidaktik ist Rolf Arnold, der mit seinen Annahmen über das Lernen und mit seiner Perspektive auf die Lernenden das Lernen veränderte. Der Pädagogik Professor, der an der TU Kaiserslautern lehrt, wurde mit seinen Publikationen zu einer wichtigen Größe der Lernlandschaft. 
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Quellen
  • https://www.managerseminare.de/Datenbanken_Lexikon/Ermoeglichungsdidaktik,185627
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Arnold
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Montag, 6. März 2017

Anleitungen - Die Vierstufen Methode

Wer lernen will, insbesondere Sachverhalte, welcher kognitiver Natur sind, der muss sich mit dem vier Stufen Modell auseinander setzen. Alles was es zu Lernen gibt, besonders Sachverhalte im kaufmännischen Bereich, lassen sich in diesen vier Stufen vermitteln.

Wo wird das vier Stufen Modell eingesetzt?

In der beruflichen Bildung ist das vier Stufen Modell ein wichtiges Modell, um Lerninhalte zu vermitteln. Hierbei geht man dann in den vier Stufen vor, wenn es sich um fachliche Inhalte handelt, die zum Beispiel kaufmännlischer Art sind, aber auch im medizinischen Bereich verwendet man das Lernen mit der Vierstufen Methode, um Inhalte zu vermitteln.

Man setzt das Vierstufen Modell immer dann ein, wenn es um die Vermittlung von Wissen geht.

Das Modell geht auf die Zeit des zweiten Weltkrieges, auf die vereinigten Staaten von Amerika zurück und geht in  die REFA Methodenlehre ein. Man nutzt das Vierstufen Modell als eine Methode der Arbeitsunterweisung, genauer gesagt ist es eine klassische Methode des Anleitens. Es eignet sich besonders gut, um kaufmännische Inhalte zu übermitteln, Grundwissen weiter zu geben oder auch um Basistätigkeiten zu erlernen. Immer dann wenn es um erlernbare, manuelle Tätigkeiten geht, kann das Modell zum Einsatz kommen, stets dann, wenn VENÜ ( die Lehrmethode ) als Schulungsmodell nicht gut greift.

Wer kognitive Lernziele verwirklichen will, der ist mit der Vierstufen Methode genau auf der richtigen Seite.

Die vier Stufen des Modells

Man unterteilt das Lernen in vier aufeinander aufbauende Stufen.

Die erste Stufe ist das Vorbereiten und Erklären. In dieser Stufe sollte das grundlegende Wissen und Hintergrundwissen vermittelt werden. Soll zum Beispiel erklärt werden wie ein Beleg gebucht wird, so wird gezeigt welche Schritte dem Buchen voran gehen, warum man das macht und wie und welche Hilfsmittel man braucht. Es wird das Buchhaltungsprogramm geöffnet und der Beleg für das Buchen vorbereitet

Der nächste Schritt ist das Vormachen und Erklären. In diesem Schritt soll der Buchungssatz einmal ausgeführt werden und im System durchgeführt werden. Die Arbeitsschritte sollen einmal in der Praxis demonstriert werden und während die Schritte gemacht werden gibt man die passenden Erklärungen dazu ab.

Der dritte Schritt besteht darin, dass der Lernende das vorgemachte Wissen anwenden soll und nachmachen muss. In diesem Schritt gehen wieder Erklärungen in die Arbeitsschritte ein und der Lernende kann das Nachgemachte vertiefen.

Der letzte Schritt besteht darin, dass durch fehlerfreies Üben das Gelernte gefestigt werden soll. So können die Inhalte richtig im Gehirn abgespeichert werden, der Übende hat die Möglichkeit alles zu begreifen und zu verinnerlichen.

Wie wendet man das Vierstufen Modell erfolgreich an?

Man sollte beim Lernenden die Motivation schaffen und als Anleiter eine klare und aktive Grundhaltung an den Tag legen. Die Vierstufen Methode kann bei allen Arbeiten eingesetzt werden, die nicht selbstständig sind und die auch mit Planung durchgeführt werden sollen.

Jeder Schritt muss mit einem Sinn und mit Verständnis gefüllt sein

  • Warum macht man diesen Schritt?
  • Was muss in diesem Schritt genau gemacht werden?
  • In welche Lernabschnitte gliedert sich die Lektion?
  • Was wird wie gemacht?
  • Mit welchen Hinweisen muss der Schritt vermittelt werden?
  • Warum tut man dies oder jenes
  • Warum macht man dies oder jenes genau auf die Art und Weise?



Welche Vorteile bietet das Vierstufen Modell?


  • Das Modell hat eine einfache und klare Struktur
  • Das Vierstufen Modell lässt sich leicht auf alle Inhalte übertragen
  • Es erfordert kaum Zeitaufwand die Lehreinheiten vor zu bereiten
  • Man kann Tätigkeiten einschleifen, also gut lernen


Welche Nachteile hat das Vierstufen Modell?


  • Es wird kaum Verständnis angelegt, da man die Sachen primär einschleift
  • Der Lernende lernt über Nachahmung
  • Der Auszubildende lernt unselbstständig
  • Man lernt nicht handlungsorientiert
  • Es werden die Handlungskompetenzen nur einseitig gefördert
  • Das Vierstufen Modell hat einen restringtiven Charakter

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Quellen und weiterführende Informationen
  • http://www.hrm-akademie.de/stichworte/vier-stufen-methode.html
  • http://aevo-training.de/die-vier-stufen-methode/
  • http://www.anleiten.de/anleiten/4stufenmethode.html
  • http://www.ausbildernetz.de/plus/waehrend/ausbilden/arbeitsplatz/vier_stufen.rsys
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Stufen-Methode

Mittwoch, 22. April 2015

Was ist eigentlich Lernen?

Nun schreibe ich schon monatelang über das Lernen ohne mich einmal wirklich gefragt zu haben was lernen ist und wie man lernen definiert. Dabei sollen die folgenden Zeilen ein wenig Abhilfe schaffen. Sie dienen nur der Orientierung und sind keine vollständige Definition des komplexen Thema



Lernen greift verändernd in die Vorgänge im Gehirn ein. Es handelt sich hierbei um Reizverarbeitung. Dabei muss das Gehirn sich in einem aufmerksamen und wohlwollendem Zustand befinden

Die Lernergebnisse müssen über längere Zeit ungestöert sein, damit die Inhalte auch behalten werden. Daraus kann man viele Schlüsse ziehen.

Man lernt nur wenn man sich wohl fühlt. Wenn man hungrig, müde oder unter Bedrohung steht ist lernen nicht oder nur schwer möglich. Wobei auch dann gelernt wird, in der Form von Konditionierung. Hierbei soll es aber um die Aufnahme von Wissen gehen, weniger um Lernen im Sinne von erlerntem Verhalten.

Das Gehirn muss aufnahmebereit sein, also sollte  nicht schon einen halben Tag Maraton lernen hinter sich haben oder in nicht aufnahmebereitem Zustand sein. Also man sollte nicht müde, betrunken, stonded oder überlastet sein.

Es darf nicht überschrieben werden: Also wenn Informationen aufgenommen wurden, dann sollten diese Informationen nicht überschrieben werden. Das ist ein großes Problem in einer Zeit, in der die Lernenden so vielen Reizen und sich überlagernden Informationen ausgesetzt sind. Zum Beispiel ist das Computerspielen ein Problem: Denn wenn man einen langen Schultag hinter sich hat und sich dann vor ein fesselndes, mit imposanten Eindrücken auf den Schüler einwirkendes Computerspiel setzt, dann werden die langweiligeren und scheinbar uninteressanten Inhalte aus der Schule leicht überschrieben.

Beim Lernen baut man sein Gehirn aktiv um, dass heißt das neue Verbindungen geschaffen werden und alte Verbindungen verblassen oder gelöscht werden. Diese Veränderungen im Gehirn sind messbar und können sogar in bildgebenden Verfahren in Form von Landkarten des Gehirns nahgewiesen werden.

Die Vorstellungen vom Anhäufen und auf Halde legen des Wissens ist überholt. Man kann sich Lernen nicht als einen Haufen Sand vorstellen, welchen man vom Berg  kenn ich noch nicht auf den Berg kann ich schaufelt, sondern viel mehr als ein Netz. In dieses Netz müssen neue Informationen und Fähigkeiten geknüpft werden. Das stellt unser alt hergebrachtes Konzept von Schule in Frage, da dort meist nur Wissenshaufen angehäuft werden. Leider ändert sich in der Schule nicht schnell etwas, denn jede Änderung muss politisch gewollt werden.


Man muss sich darüber klar sein, dass alles mit allem in irgendeiner Form zusammenhängt. Es gilt also in Zusammenhängen, in Bezügen und in Komplexen zu lernen und nicht isoliert. Solche Lernweisen können in Form von Projekten und fachübergreifenden Arbeiten realisiert werden.

Lernen erfordert Aufmerksam und kritische Schwellen des Lernprozessen müssen immer wieder überschritten werden. Solche Krisen können im Vergessen begründet werden ( wir vergessen Gelerntes in bestimmten Zeiten ), in der Motivation oder in der Aufnahmefähigkeit.

Je mehr einschlägige Erfahrung in eine Richtung gemacht werden, desto tiefer sitzt das Wissen. Dies kann man sich wie einen Pfad vorstellen. Wird der nur wenig verwendet sieht man ihn kaum, geht man immer über die selbe Stelle bildet sich ein Trampelpfad aus dem irgendwann ein Weg wird oder, wenn der Weg intensiv genutzt wird eine breite, gut befahrbare Straße. 

Mittwoch, 8. April 2015

Das lernen im Invented Classroom - eine Inspiration

Bei meinen Recherchen für neue und gute Unterrichtsmethoden bin ich auf das invented classroom Prinzip gestoßen. Christian Spannnagel hat dazu ein informatives und hilfreiches Video auf youtube veröffentlicht, welches für mich und meinen Unterricht eine echte Inspiration war. 

Das Grundprinzip des umgedrehten Unnterrichts beruht auf der Annahme, dass die gemeinsame Zeit in der alle Lernenden und Lehrenden anwesend sind, sehr wertvoll ist und das man diese anders nutzen muss als bisher.

Für gewöhnlich findet der Unterricht so statt, dass die Inhalte in der Vorlesung vorgetragen werden und die Lernenden den Inhalt der Stunde zu Hause nachbereiten. Beim invented classroom ist das genau umgekehrt: Die Lerner bereiten die Stunde zu Hause vor und in der Vorlesung oder in der Übung werden jene Inhalte noch einmal aufgegriffen, die vorbereitet werden. Hierbei kann der Vortrag der Vorlesung den Studenten in Form eines Videos zur Verfügung gestellt werden.


Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten, statt einfach nur vorzutragen kann in der Vorlesung
  • analysiert
  • diskutiert
  • weiter gedacht
  • aufbereitet
  • vertieft
  • entwickelt werden


Die Vorteile des invented classroom sind enorm
  • Lernen in der individuellen Aufmerksamkeisspanne jedes Einzelnen wird möglich
  • Die Qualtiätszeit liegt in der gemeinsamen Zeit
  • mehr Verantwortung für den Lernerfolg bei jedem Lernenden
  • Austausch statt Vortrag


Spannagel hat noch einige Tipps für die Dozenten:
  • Kurze Videos von 15 minütiger Dauer entsprechen der Aufmerksamkeitsspanne der Lernenden
  • keine zu hohen Ansprüche an die Videos stellen, lieber einfach anfangen
  • Video so gestalten wie man den Vortrag gemacht hätte
  • Bild = Tafelbilder



http://de.wikipedia.org/wiki/Umgedrehter_Unterricht

Dienstag, 17. Februar 2015

Studie belegt, dass Lehrmethode wichtiger ist als der Dozent

Lange galt die Lehrer Schüler oder Lehrer Student Beziehung als das Maß aller Dinge und als der Faktor für Erfolg oder Misserfolg. Man nahm an, dass die Studenten nur dann gute Leistungen zeigen, wenn sie eine gute Beziehung zum Lehrer haben und sich geschätzt und respektiert fühlen. Diese Annahme wurde nun durch ein kanadisches Forscherteam erschüttert.


Der Versuch

Der Nobelpreisträger Carl Wiemann veröffentlichte im berühmten Sience Magazin das Ergebnis seiner Studie. Er lies 538 Studenten für die Studie untersuchen, diese teilte er in zwei Gruppen auf.

Die eine Hälfte wurde von einem erfahrenen Dozenten unterrichtet mit der Methode des Frontalunterrichts, eine Lehrmethode die heute als alleinige Methode mehr als effektiv gilt.
Die Vergleichsgruppe der restlichen 267 Studenten wurden von einem unerfahrenen Dozenten unterrichtet, dieser verwendete interaktive Lehrmethoden, welche die Studenten mit in den Stoff einbanden.

Das Ergebnis war verblüffend:
Die Gruppe, die vom unerfahrenen Lehrer aber mit interaktiven Methoden unterrichtet wurde hatte

  • mehr Motivation
  • besuchte mehr den Unterricht
  • war erfolgreicher
  • und hatte lebhaftere Diskussionen im Unterricht, als die Vergleichsgruppe welche frontal unterrichtet wurde. 

Welche Konsequenzen ergeben sich hierfür für den Unterricht

Die Studie liefert eine Bestätigung für das, was man aus seinem Alltag schon längst kennt. Je spannender und interaktiver der Unterricht, desto länger bleibt die Klasse auch wach. Man sollte sich aber davor hüten anzunehmen, dass das abfeuern eines bunten Methoden Strauss allein für Motivation und Aufmerksamkeit bei den Schülern sorgen wird. Dennoch sind interaktive und ( selbstgesteuerte ) Lehrmethoden laut dieser Studie hilfreich, um den Lernerfolg bei den Schülern herzustellen.


Diese Studie werden wir einmal zum Anlass für eine neue Serie nehmen:
Interaktive Lehrmethoden. So als Ideenbörse


http://www.welt.de/wissenschaft/article13367709/Lehrmethode-ist-doch-wichtiger-als-der-Lehrer.html

Dienstag, 28. Oktober 2014

Sammlung Infomaterial Didaktik

Lernen Lehren Eigensinn
Abhandlung über Didaktik
http://info.ub.uni-potsdam.de/zsr/llf/LLF_PDF/LLF_17/KLINGBER.PDF

Didaktische Modelle
http://www.e-teaching.org/didaktik/theorie/didaktik_allg/DidaktischeModelle.pdf

Planung von gutem Unterricht
http://www.uni-kassel.de/~refsps/Ringvorlesung/vorlesung%20Liebetrau.pdf

Forschungsergebnisse zu kooperativem Lernen
http://methodenpool.uni-koeln.de/koopunterricht/forsch_3.pdf

Didaktische Prinzipien
http://www.didaktik.mathematik.uni-wuerzburg.de/fileadmin/10040500/dokumente/Texte_zu_Grundfragen/weigand_didaktische_prinzipien.pdf

Allgemeine Didaktik
http://www.edu.lmu.de/apb/dokumente/materialien_sose08/didaktik.pdf

Fachdidaktische Grundlagen Mathematik
http://www.dms.uni-landau.de/roth/lehre/skripte/did_grundlagen/fachdidaktische_grundlagen.pdf

Mediendidaktik und allgemeine Didaktik
http://mediendidaktik.uni-due.de/sites/default/files/mdidaktikkerres_0.pdf

Didaktik Deutsch als Fremdsprache
http://www.uni-erlangen.de/studium/studienangebot/uebersicht/docs/DiDaZ.pdf

Sammlung didaktisches Arbeitsmaterial
http://www.martinjakobs.de/pages/didaktik-und-methodik.php

Konstruktivistische Didaktik
http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/reich_works/aufsatze/reich_48.pdf

Handbuch der Erwachsenenbildung
http://www.sabine-heins.de/user_files/datei_1228426134_19175.pdf

Erwachsenenbildung und Didaktik
http://www.weiterbildung.sachsen.de/download/download_sbi/forum_1.pdf

Didaktische Dimensionen in der Erwachsenenbildung
http://www.die-frankfurt.de/esprid/dokumente/doc-1991/tietgens91_02.pdf

Didaktik eine Einführung
http://www.pedocs.de/volltexte/2013/7293/pdf/ZfPaed_3_2010_Rezension_Zierer_Terhart_Didaktik.pdf

Didaktik E Learning
http://www.pedocs.de/volltexte/2013/7293/pdf/ZfPaed_3_2010_Rezension_Zierer_Terhart_Didaktik.pdf

Sachunterricht und Didaktik
http://www2.hu-berlin.de/wsu/ebeneI/didaktiker/pech/did_dis.pdf

Didaktik und Geschlecht
https://www.ph-freiburg.de/fileadmin/dateien/sonstige/gleichstellung/Leitfaden_gendersensible_Didaktik_unigraz.pdf

Eckpunkte Didaktik und mobiles Lernen
http://www.medienpaed.com/documents/medienpaed/19/bachmair1103.pdf

Modell der didaktischen Rekonstruktion
ftp://ftp.rz.uni-kiel.de/pub/ipn/zfdn/1997/Heft3/S.3-18_Kattmann_Duit_Gropengiesser_Komorek_97_H3.pdf

Immersive Didaktik
http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B2_2005_Bopp.pdf






Dienstag, 30. September 2014

Wiederholen aber richtig

In der heutigen Schulwelt gibt es nur eine Lernrichtung, vorwärts, vorwärts und noch mal vorwärts. Alles, was in der Vergangenheit liegt, wird zumindest zum großen Teil, als bekannt vorausgesetzt. Schüler müssen sich Sprüche anhören wie: Das hatten wir doch schon von x Wochen, wann merkt Ihr Euch das endlich und, und und.
Die Lehrer sind aber nicht die Schuldigen an dem ganzen Desaster, die Lehrpläne sind es, die immer mehr gestrafften Lehrpläne. Diese fordern lernen nach Zeitplan und lassen kaum Raum für das, was wirkliches Lernen ausmacht: Pausen, Wiederholungen und neue Inhalte im Wechsel. Der folgende Artikel möchte Anregungen zum richtigen Wiederholen für Schüler und Lehrer bieten und zum Nachdenken anregen.


Wie lernen wir


Lernen gehört zu den natürlichsten Dingen, die ein Mensch überhaupt nur machen kann. Die Fähigkeit zu lernen und zu vergessen hat dafür gesorgt, dass wir zu solch riesigen Fortschritten gekommen sind, ein Leben in Häusern führen, Autos fahren und Wissenschaft betreiben.
Doch ist das Gehirn ein sehr gut durchdachter Bereich, der sich auch davor schützt zu viele unwichtige Informationen aufzunehmen.
Darum verfügt das Gehirn über mehrere Abteilungen

das Kurzzeitgedächtnis
das Langzeitgedächtnis und das Ultrakurzzeitgedächtnis.

Um Lernen, im Sinne von "Ich kann Spanisch ", Phytagoras kein Problem oder Ich beherrsche höhere Mathematik realisieren zu können, müssen Informationen von Kurzzeit ins Langzeitgedächtnis gelangen.

Wie das geht und wie man es schafft, das die Infos da auch bleiben, das soll dieser Artikel erklären.



Vergessenskurve  von Ebbinnghaus

Wie man sieht haben wir die größten Verluste kurz nach dem Auftauchen der neuen Lerninhalte. Darum macht das Vorbereiten und Nachbereiten von Stunden auch sehr viel Sinn. Immerhin verliert das Gehirn direkt in der ersten Zeit nach Aufnehmen der Information schon einen großen Teil der Inhalte.
Der erste, wichtige Schritt ist also dem Vergessen direkt nach dem Schultag entgegen zu wirken, indem man die Lerninhalte des Tages noch einmal zu Hause wiederholt. So hat man den großen Verlust, der in den ersten neun Stunden nach Übermittlung des Lerninhaltes erfolgt schon mal aufgefangen.

Doch dann ist die Arbeit noch nicht vorbei: Wenn man die Stunde entsprechend VORbereitet, dann hat man den Gewinn, dass die Lerninhalte nach rund sechs Tagen noch einmal aufgegriffen werden. Auch hier hat man dann wieder einen großen Verlustanteil minimiert.

Also kann man sagen, dass es allein anhand der Vergessenskurve schon Sinn macht, die Lerninhalte der Stunde nachzubereiten und sich auf die kommende Stunde vorzubereiten.

Wer aber wirklich erfolgreich lernen will, der muss zwischen drin noch mal eingreifen:

  1. Nachbereiten der Stunde am selben Tag
  2. noch eine Wiederholungseinheit nach einigen Tagen
  3. Vorbereiten auf die neue Stunde nach sechs Tagen


Damit ist schon sehr viel geschafft.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b6/Vergessenskurve.png von Rdb selbst gezeichnet

Warum müssen wir Lerninhalte behalten?
Bei einigen Bereichen reicht es für die nächste Klausur zu lernen. Zum Beispiel ist es in Geschichte für die französische Revolution irrelevant, was die Menschen in der Steinzeit so gemacht haben. Hier kommt es mehr auf das Lernen der allgemeinen Methoden an.
In anderen Fächern, vor allem in Sprachen und in der Mathematik, müssen einmal gelernte Inhalte aber immer präsent sein.
So muss man in Spanisch schon wissen wie ein Satz gebildet wird, auch wenn in der Schule gerade das Gerundivum behandelt wird.
Darum ist es von großer Bedeutung sich klar zu machen wie genau man sich vergangene Lerninhalte noch einmal in Erinnerung rufen kann und wie oft dies geschehen muss.

Besonders in Mathematik fehlt vielen Schülern das Verständnis für den Sinn von Wiederholungen in Mathe, dabei sind die doch SO wichtig. Siehe Artikel hier 


Was hindert am regelmäßigem Wiederholen

  • Man weiß nicht was wiederholt werden muss
  • Man hat das Gefühl dafür keine Zeit zu haben


Vorteile von regelmäßigem Wiederholen

  • Lernzeiten für Klausuren werden verkürzt
  • Verständnis für aktuellen Stoff wird geschaffen ( statt sinnlosem Pauken werden Zusammenhänge klar)
  • Grundlagen werden gefestigt
  • aus locker wissen wird sicher beherrschen


Grundregeln zum Wiederholen

  • Immer mehrere Medien oder Methoden nutzen
  • das Wichtigste am Intensivsten wiederholen
  • Feste Zeiten einplanen 
  • Überschriften und Oberthemen als Grundgerüst nutzen
  • Immer an bekannten Lerninhalten anknüpfen
  • Nicht zu viel auf einmal wiederholen
  • Zeiten vor dem  Schlafen gehen zum Wiederholen nutzen

Wie kann wiederholt werden?
  • Beim aktuellen Stoff einen Merkzettel anfertigen, diesen in einen Merkzettelordner heften, beim Wiederholen =  Merkzettel rausholen
  • Film zum Thema schauen
  • alte Klausuren durcharbeiten
  • Fragenkatalog erstellen ( als Klausurvorbereitung), diesen dann noch mal versuchen zu beantworten
  • bei abfrager versuchen Fragen zum Thema zu beantworten
  • altes Skript noch mal durchlesen
  • Lernplakat machen
  • Karteikarten ( die man als Klausurvorbereitung machte ) noch mal durchgehen
  • Alternativ andere alte Klausuren durchgehen
  • Buch zum Thema durcharbeiten ( zum Beispiel Prüfungsvorbereitungsbücher)
  • eigenes Buch / Skript zum Thema verfassen
  • Ein Video zum Thema drehen
  • Mindmap zum Thema machen
  • alte Aufgaben noch mal durchrechnen
  • alte Aufgaben kommentieren


Wann sollte wiederholt werden

  • Nicht vor der nächsten Klausur
  • lieber regelmäßig in kleinen Einheit
  • Täglich in kleinen Einheiten ( fünf Minuten pro Fach)
  • Immer dann wenn es in den Plan passt
  • in den Ferien wäre eine Wiederholung ideal



Wie kann man Wiederholungen in den Lernalltag einbauen

  • Feste Wiederholungseinheit involvieren
  • Lernzettel schreiben, diese zu festen Zeiten wiederholen
  • Jede Lerneinheit mit einer Wiederholungseinheit beginnen


Quellen

  • http://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/bildung-lernen-will-gelernt-sein-wie-studenten-richtig-pauken_aid_521708.html
  • http://www.fernstudium-infos.de/lernen-technik-methoden/33780-lernstoff-richtig-wiederholen-wie-macht-ihr-2.html
  • http://www.lernen-merken-erinnern.de/wozu-und-wie-soll-ich-wiederholen-oder-durch-wiederholung-effizienter-lernen/
  • http://www.sprachenmarkt.de/wissenswertes/lernen/wiederholen.html
  • http://www.beyourbest.de/richtig_lernen/der-kampf-gegen-das-vergessen/


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